Systemanforderungen für Azure Stack HCI
Gilt für: Azure Stack HCI, Versionen 21H2 und 20H2
Anhand dieses Artikels können Sie Systemanforderungen für Server, Speicher und Netzwerke für Azure Stack HCI bewerten.
Serveranforderungen
Ein Azure Stack HCI-Standardcluster erfordert mindestens einen und höchstens 16 Server. Cluster können jedoch mithilfe von Clustergruppen kombiniert werden, um eine HCI-Plattform mit Hunderten von Knoten zu erstellen.
Beachten Sie Folgendes für verschiedene Typen von Azure Stack HCI-Bereitstellungen:
- Für Stretchingcluster müssen Server an zwei separaten Standorten bereitgestellt werden. Die Standorte können sich in verschiedenen Ländern, in verschiedenen Städten, auf verschiedenen Etagen oder in verschiedenen Räumen befinden. Ein Stretchingcluster erfordert mindestens vier Server (zwei pro Standort) und höchstens 16 Server (acht pro Standort). Jeder Standort muss dieselbe Anzahl von Servern und Laufwerken aufweisen.
Hinweis
Stretchingcluster werden in einer Einzelserverkonfiguration nicht unterstützt.
Es ist erforderlich, dass alle Server vom selben Hersteller stammen, dasselbe Modell aufweisen und 64-Bit-Prozessoren der Intel Nehalem-Architektur oder der AMD EPYC-Architektur oder kompatible Prozessoren mit höherer Spezifikation und SLAT (Second-Level Address Translation, Adressübersetzung der zweiten Ebene) verwenden. Zur Unterstützung des persistenten Intel Optane DC-Arbeitsspeichers ist ein skalierbarer Intel Xeon-Prozessor der zweiten Generation erforderlich. Die Prozessoren müssen mit mindestens 1,4 GHz getaktet sein und mit dem Anweisungssatz für x64 kompatibel sein.
Stellen Sie sicher, dass die Server mit mindestens 32 GB RAM pro Knoten ausgestattet sind, um Serverbetriebssystem, VMs und weitere Apps oder Workloads zu unterstützen. Stellen Sie außerdem auf jedem Server 4 GB RAM pro Terabyte (TB) an Cachelaufwerkskapazität für die Metadaten von „Direkte Speicherplätze“ bereit.
Vergewissern Sie sich, dass die Virtualisierungsunterstützung im BIOS oder UEFI aktiviert ist:
- Hardwaregestützte Virtualisierung. Diese ist für Prozessoren mit Virtualisierungsoption verfügbar, insbesondere für Prozessoren mit Intel Virtualization Technology (Intel VT) oder AMD Virtualization Technology (AMD-V).
- Die auf der Hardware erzwungene Datenausführungsverhinderung (Data Execution Protection, DEP) muss verfügbar und aktiviert sein. Bei Intel-Systemen ist dies das XD-Bit (Execute Disable-Bit). Bei AMD-Systemen ist dies das NX-Bit (No Execute-Bit).
Sie können jedes von Windows Server unterstützte Startgerät verwenden. Dazu gehört jetzt auch SATADOM. RAID 1-Spiegelung ist nicht erforderlich, wird aber für den Systemstart unterstützt. Eine Mindestgröße von 200 GB wird empfohlen.
Weitere featurespezifische Anforderungen für Hyper-V finden Sie unter Systemanforderungen für Hyper-V unter Windows Server.
Speicheranforderungen
Azure Stack HCI arbeitet mit direkt verbundenen SATA-, SAS- oder NVME-Laufwerken oder Laufwerken für persistenten Speicher, die physisch an nur jeweils einen Server angeschlossen sind.
Halten Sie sich an die folgenden Regeln, um optimale Ergebnisse zu erzielen:
Jeder Server im Cluster sollte über dieselben Laufwerkstypen und dieselbe Anzahl von Laufwerken des jeweiligen Typs verfügen. Es wird auch empfohlen (aber nicht vorgeschrieben), dass die Laufwerke dieselbe Größe und dasselbe Modell besitzen. Laufwerke können intern im Server installiert sein oder sich in einem externen Gehäuse befinden, das nur mit einem Server verbunden ist. Weitere Informationen finden Sie unter Überlegungen zur Laufwerkssymmetrie.
Jeder Server im Cluster muss über dedizierte Volumes für Protokolle verfügen, und der Protokollspeicher muss mindestens so schnell sein wie der Datenspeicher. Stretchingcluster erfordern mindestens zwei Volumes: eins für replizierte Daten und eins für Protokolldaten.
SES (SCSI Enclosure Services) ist für die Zuordnung und Identifikation von Slots erforderlich. Jedes externe Gehäuse muss einen eindeutigen Bezeichner (eindeutige ID) besitzen.
Wichtig
NICHT UNTERSTÜTZT: RAID-Controllerkarten oder SAN-Speicher (Fibre Channel, iSCSI, FCoE), mit mehreren Servern verbundene, gemeinsam genutzte SAS-Gehäuse und jegliche Art von Multipfad-E/A (Multi-Path IO, MPIO), bei dem über mehrere Pfade auf Laufwerke zugegriffen werden kann. HBA-Karten (Hostbusadapter) müssen einen einfachen Passthrough-Modus für alle Speichergeräte implementieren, die für direkte Speicherplätze verwendet werden.
Netzwerkanforderungen
Ein Azure Stack HCI-Cluster erfordert eine Netzwerkverbindung mit hoher und zuverlässiger Bandbreite sowie geringer Latenz zwischen den einzelnen Serverknoten.
- Vergewissern Sie sich, dass mindestens ein Netzwerkadapter verfügbar und für die Clusterverwaltung dediziert ist.
- Vergewissern Sie sich, dass physische Switches in Ihrem Netzwerk so konfiguriert sind, dass sie Datenverkehr für beliebige VLANs zulassen, die Sie verwenden möchten.
Überlegungen und Anforderungen zum physischen Netzwerk finden Sie unter Anforderungen an das physische Netzwerk für Azure Stack HCI.
Überlegungen und Anforderungen zum Hostnetzwerk finden Sie unter Anforderungen für Hostnetzwerke.
SDN-Anforderungen (Softwaredefiniertes Netzwerk)
Wenn Sie einen Azure Stack HCI-Cluster mithilfe von Windows Admin Center erstellen, haben Sie die Möglichkeit, Netzwerkcontroller bereitzustellen, um softwaredefinierte Netzwerke zu ermöglichen. Wenn Sie beabsichtigen, softwaredefinierte Netzwerke für Azure Stack HCI zu verwenden:
Stellen Sie sicher, dass die Hostserver über mindestens 50-100 GB freien Speicherplatz verfügen, um die Netzwerkcontroller-VMs zu erstellen.
Sie müssen eine virtuelle Festplatte (VHD) des Azure Stack HCI-Betriebssystems auf den ersten Knoten im Cluster kopieren, um die Netzwerkcontroller-VMs zu erstellen. Sie können die VHD mithilfe von Sysprep oder durch Ausführen des PowerShell-Cmdlets Convert-WindowsImage vorbereiten, um eine ISO-Datei in eine VHD zu konvertieren.
Weitere Informationen zum Vorbereiten der Verwendung von softwaredefinierten Netzwerken in Azure Stack HCI finden Sie unter Planen einer softwaredefinierten Netzwerkinfrastruktur und Planen der Bereitstellung von Netzwerkcontrollern.
Hinweis
SDN wird für Stretched Cluster (an mehreren Standorten) nicht unterstützt.
Domänenanforderungen
Für Azure Stack HCI gelten keine speziellen Domänenanforderungen auf Funktionsebene – Sie benötigen einfach nur eine unterstützte Betriebssystemversion für Ihren Domänencontroller. Als allgemeine Best Practice wird empfohlen, das Papierkorbfeature von Active Directory zu aktivieren, falls Sie dies noch nicht getan haben. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Active Directory Domain Services.
Maximal unterstützte Hardwarespezifikationen
Azure Stack HCI-Bereitstellungen, die folgende Spezifikationen überschreiten, werden nicht unterstützt:
| Ressource | Maximum |
|---|---|
| Physische Server pro Cluster | 16 |
| VMs pro Host | 1\.024 |
| Datenträger pro VM (SCSI) | 256 |
| Speicher pro Cluster | 16 PB |
| Speicher pro Server | 400 TB |
| Volumes pro Cluster | 64 |
| Volumegröße | 64 TB |
| Logische Prozessoren pro Host | 512 |
| RAM pro Host | 24 TB |
| RAM pro VM | 12 TB (VM der 2. Generation) oder 1 TB (1. Generation) |
| Virtuelle Prozessoren pro Host | 2\.048 |
| Virtuelle Prozessoren pro VM | 240 (VM der 2. Generation) oder 64 (1. Generation) |
Nächste Schritte
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