Freigegebene Frei/Gebucht-Informationen in Exchange-Hybridbereitstellungen

Die Freigabe von Frei/Gebucht-Informationen (auch als Kalenderverfügbarkeit bezeichnet) zwischen Benutzern in lokalen Exchange und Exchange Online ist einer der Hauptvorteile einer Hybridbereitstellung. Benutzer in beiden Organisationen können gegenseitig die Kalender anzeigen, als befänden sie sich in derselben physikalischen Organisation. Mit dieser Konfiguration können Besprechungen und Ressourcen einfach und effizient geplant werden.

In einer Hybridbereitstellung sind mehrere Komponenten erforderlich, um die Funktion für gemeinsam genutzte von Frei-/Gebucht-Informationen zwischen Ihren lokalen Exchange- und Exchange Online-Organisation zu aktivieren.

  • Verbundvertrauensstellung (nur für Hybridbereitstellungen mit gemischten Exchange 2013/2010 und Exchange 2013/2007): Sowohl die lokale als auch die Cloud-Organisation benötigen eine eingerichtete Verbundvertrauensstellung mit der Azure AD. Eine Verbundvertrauensstellung ist eine 1:1-Beziehung mit dem Azure AD-Authentifizierungssystem, anhand derer die Parameter für die Exchange-Organisation definiert werden. Das System verwendet diese Parameter und fungiert als Vertrauensbroker, um Frei/Gebucht-Informationen zwischen lokalen und Exchange Online Organisationsbenutzern auszutauschen.

    Eine Verbundvertrauensstellung, die beim Erstellen des Kontos automatisch für Ihren Microsoft 365 Dienst konfiguriert wird. Der Assistent für die Hybridkonfiguration überprüft automatisch auf eine vorhandene Verbundvertrauensstellung zwischen Azure AD und der lokalen Organisation. Wenn ja, wird die vorhandene Verbundvertrauensstellung zur Unterstützung der Hybridbereitstellung verwendet. Wenn nicht, erstellt der Assistent eine Verbundvertrauensstellung für die lokale Organisation mit Azure AD. Der Assistent fügt außerdem alle Domänen innerhalb des Assistenten für die Hybridkonfiguration der lokalen Organisationsverbundvertrauensstellung hinzu.

    Weitere Informationen finden Sie unter "Freigabe".

  • Organisationsbeziehungen: Organisationsbeziehungen sind sowohl für die lokale Exchange als auch für Exchange Online Organisation erforderlich. Diese Beziehungen werden automatisch vom Assistenten für die Hybridkonfiguration konfiguriert. Eine Organisationsbeziehung definiert die Ebene der Frei/Gebucht-Informationen, die von der Organisation freigegeben werden.

    Die Frei/Gebucht-Datenzugriffsebene lautet sowohl für lokale als auch für Exchange Online-Organisationsbeziehungen standardmäßig Frei/Gebucht-Zugriff mit Zeit plus Betreff und Ort. Sie können die Zugriffsebene der Organisationsbeziehung manuell konfigurieren, nachdem der Assistent für die Hybridkonfiguration abgeschlossen wurde.

    Weitere Informationen finden Sie unter "Freigabe".

Der freigegebene Frei/Gebucht-Kalenderzugriff wird vom Assistenten für die Hybridkonfiguration in allen Szenarien automatisch konfiguriert. Eine Verbundvertrauensstellung mit Azure AD- und Organisationsbeziehungen für lokale Exchange und Exchange Online sind Hybridbereitstellungsanforderungen. Wenn Sie die Frei/Gebucht-Freigabe zwischen Ihren lokalen und Exchange Online Benutzern nicht zulassen möchten, können Sie sie mithilfe des Cmdlets "Set-HybridConfiguration" manuell deaktivieren, nachdem der Assistent für die Hybridkonfiguration abgeschlossen wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter Hybridkomponenten.

Die in der folgenden Tabelle gezeigten Funktionen einer Hybridbereitstellung weisen eine Abhängigkeit von Verbundvertrauensstellungen und Organisationsbeziehungen auf.

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