Sichern von Exchange mithilfe der Windows Server-Sicherung

Gilt für: Exchange Server 2013

Mithilfe der Windows Server-Sicherung können Sie Exchange-Datenbanken sichern und wiederherstellen. Exchange enthält ein Plug-In für die Windows Server-Sicherung, mit der Sie VSS-basierte Sicherungen (Volume Shadow Copy Service, Volumenschattenkopie-Dienst) von Exchange-Daten erstellen können.

Was sollten Sie wissen, bevor Sie beginnen?

  • Geschätzte Zeit bis zum Abschließen des Vorgangs: 1 Minute, zuzüglich der erforderlichen Zeit für das Sichern der Daten

  • Bevor Sie diese Verfahren ausführen können, müssen Ihnen die entsprechenden Berechtigungen zugewiesen werden. Informationen zu den von Ihnen benötigten Berechtigungen finden Sie unter "Postfachwiederherstellung" im Thema Empfängerberechtigungen.

  • Die Windows Server-Sicherungsfunktion muss auf dem lokalen Computer installiert sein.

  • Während der Sicherung wird eine Konsistenzprüfung der Exchange-Datendateien ausgeführt, um sicherzustellen, dass sich die Dateien in einem funktionierenden Zustand befinden und für die Wiederherstellung verwendet werden können. Wenn die Konsistenzprüfung erfolgreich ausgeführt werden kann, sind die Exchange-Daten für die Wiederherstellung aus dieser Sicherung verfügbar. Wenn bei der Konsistenzprüfung ein Fehler auftritt, stehen die Exchange-Daten für die Wiederherstellung nicht zur Verfügung. Die Windows Server-Sicherung führt die Konsistenzprüfung für die Momentaufnahme aus, die für die Sicherung erstellt wurde. Das bedeutet, dass die Konsistenz der Sicherung bekannt ist, bevor Dateien aus der Momentaufnahme auf den Sicherungsdatenträger kopiert werden, und dass der Benutzer über die Ergebnisse der Konsistenzprüfung informiert wird.

Tipp

Sie haben Probleme? Bitten Sie in den Exchange-Foren um Hilfe. Sie finden die Foren unter folgenden Links: Exchange Server.

Sichern von Exchange mithilfe der Windows Server-Sicherung

  1. Starten Sie die Windows Server-Sicherung.

  2. Wählen Sie Lokale Sicherung aus.

  3. Klicken Sie im Bereich "Aktionen" auf "Einmalige Sicherung", um den Assistenten zum Einmaligen Sichern zu starten.

  4. Wählen Sie auf der Seite Sicherungsoptionen die Option Unterschiedliche Optionen aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Wählen Sie auf der Seite Sicherungskonfiguration auswählen die Option Benutzerdefiniert aus, und klicken Sie auf Weiter.

  6. Klicken Sie auf der Seite Sicherungselemente auswählen auf Elemente hinzufügen, um das/die zu sicherende(n) Volume(s) auszuwählen, und klicken Sie dann auf OK.

    Hinweis

    Wählen Sie Volumes und nicht einzelne Ordner aus. Die einzige Möglichkeit zur Durchführung einer Sicherung oder Wiederherstellung auf Anwendungsebene ist, ein gesamtes Volume auszuwählen.

  7. Klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen. Klicken Sie auf der Registerkarte Ausschlüsse auf Ausschluss hinzufügen, um Dateien oder Dateitypen hinzuzufügen, die Sie von der Sicherung ausschließen möchten.

    Hinweis

    Standardmäßig sind in der Sicherung die Volumes enthalten, auf denen sich Betriebssystemkomponenten oder Anwendungen befinden. Sie können von der Sicherung nicht ausgeschlossen werden.

  8. Wählen Sie auf der Registerkarte VSS-Einstellungen Vollständige VSS-Sicherung aus, und klicken Sie dann auf OK und Weiter.

  9. Wählen Sie auf der Seite Zieltyp angeben den Ort aus, an dem die Sicherung gespeichert werden soll, und klicken Sie dann auf Weiter.

    • Wenn Sie Lokale Laufwerke auswählen, wird die Seite Sicherungsziel auswählen angezeigt. Wählen Sie in der Dropdownliste Sicherungsziel eine Option aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

    • Wenn Sie Freigegebener Remoteordner auswählen, wird die Seite Remoteordner angeben angezeigt. Geben Sie einen UNC-Pfad für die Sicherungsdateien an, und konfigurieren Sie Einstellungen für die Zugriffssteuerung. Wählen Sie Nicht vererben, wenn der Zugriff auf die Sicherung auf ein bestimmtes Konto beschränkt werden soll. Geben Sie einen Benutzernamen und ein Kennwort für ein Konto mit Schreibberechtigungen auf dem Computer an, auf dem der Remoteordner gehostet wird, und klicken Sie dann auf "OK". Wählen Sie alternativ Vererben aus, wenn alle Benutzer mit Zugriff auf den Remoteordner auf die Sicherung zugreifen können sollen. Klicken Sie auf Weiter.

  10. Überprüfen Sie die Sicherungseinstellungen auf der Seite Bestätigung, und klicken Sie dann auf Sichern.

  11. Auf der Seite Sicherungsprozess werden der Status und der Fortschritt der Sicherung angezeigt.

  12. Klicken Sie auf Schließen, um die Seite Sicherungsfortschritt jederzeit zu beenden. Laufende Sicherungen werden im Hintergrund fortgesetzt.

Woher wissen Sie, dass dieses Verfahren erfolgreich war?

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die erfolgreiche Sicherung der Daten zu überprüfen:

  • Auf dem Server, auf dem die Windows Server-Sicherung ausgeführt wurde, wird der letzte Sicherungsstatus, der "Erfolgreich" lauten sollte, angezeigt. Sie können auch durch Anzeigen der Windows Server-Sicherungsprotokolle überprüfen, ob die Sicherung erfolgreich abgeschlossen wurde.

  • Öffnen Sie die Ereignisanzeige, und überprüfen Sie, ob im Anwendungsereignisprotokoll ein Sicherungsabschlussereignis protokolliert wurde.

  • Führen Sie den folgenden Befehl in der Exchange-Verwaltungsshell aus, um zu überprüfen, ob alle Datenbanken auf dem/n ausgewählten Volume(s) erfolgreich gesichert wurden:

    Get-MailboxDatabase -Server <ServerName> -Status | fl Name,*FullBackup
    

    Die Eigenschaften SnapshotLastFullBackup und LastFullBackup der Datenbank geben an, wann die letzte erfolgreiche Sicherung durchgeführt wurde und ob es sich um eine vollständige VSS-Sicherung handelte.