Planen einer Softwareupdatebereitstellung

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung – November 2007

Vor der Erstellung einer Softwareupdatebereitstellung in Configuration Manager 2007 müssen je nach Configuration Manager 2007-Hierarchie mehrere Einstellungen berücksichtigt werden. Sie sollten auch die Erstellung von Bereitstellungsvorlagen für häufige Bereitstellungsszenarien in Betracht ziehen, wissen, wie Wartungsfenster und Clientcomputer-Neustartverhalten auf Clientcomputern funktionieren, bestimmen, ob die Bereitstellungsaufgaben delegiert werden sollen, und Bereitstellungen an Systems Management Server (SMS) 2003-Clients planen.

Auf dieser Seite

Softwareupdatepunkt-Einstellungen

Einstellungen für die Softwareupdatebereitstellung

Verwenden von Bereitstellungsvorlagen bei der Erstellung von Bereitstellungen

Wartungsfenster

Bereitstellungsaktionen, die zu einer Paketaktualisierung führen

Neustartverhalten auf Clientcomputern

Ausblenden von Bereitstellungen für Endbenutzer

Softwareupdates mit Lizenzbedingungen

Delegierte Verwaltung

Planen von SMS 2003-Bereitstellungen

Softwareupdatepunkt-Einstellungen

Wenn Sie den aktiven Softwareupdatepunkt erstellen, konfigurieren Sie die Updateklassifizierungen, Produkte und Sprachen, für die die Softwareupdate-Metadaten synchronisiert werden. Die synchronisierten Softwareupdates werden in der Configuration Manager-Konsole angezeigt und können dann Clientcomputern bereitgestellt werden. Diese Einstellungen können jederzeit geändert werden. Achten Sie jedoch besonders auf die Spracheinstellung für Übersichtsdetails, bevor Sie Softwareupdates synchronisieren und bereitstellen.

Achten Sie darauf, alle Sprachen für Übersichtsdetails auszuwählen, die in Ihrer Configuration Manager-Hierarchie erforderlich sind. Bei der Synchronisierung des aktiven Softwareupdatepunkts am zentralen Standort wird anhand der Sprachen für Übersichtsdetails bestimmt, welche Softwareupdate-Metadaten abgerufen werden. Wenn die Sprachen für Übersichtsdetails geändert werden, nachdem die Synchronisierung mindestens einmal ausgeführt wurde, werden die Metadaten für die geänderten Übersichtsdetailsprachen nur für neue und aktualisierte Softwareupdates abgerufen. Die bereits synchronisierten Softwareupdates rufen Metadaten für andere Sprachen nur ab, wenn auf der Microsoft Update-Website eine Änderung des Updates vorgenommen wurde.

Weitere Informationen zu den Einstellungen des Softwareupdatepunkts finden Sie unter Planen der Softwareupdatepunkt-Einstellungen.

Einstellungen für die Softwareupdatebereitstellung

Wenn Sie eine Softwareupdatebereitstellung im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates planen, müssen viele Bereitstellungseinstellungen berücksichtigt werden. Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu den Einstellungen auf jeder Seite des Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates.

Seite „Allgemein“

Auf der Seite Allgemein können Sie den Namen und die Beschreibung der Bereitstellung angeben. Der Name muss für den Standort eindeutig sein.

Empfehlung

Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung an, mit denen diese Bereitstellung von anderen unterschieden werden kann. Bereitstellungen werden in der Configuration Manager-Konsole nach dem Namen sortiert. Bereitstellungen sind leicht zu finden, wenn es nur wenige gibt. Wenn viele Bereitstellungen vorliegen, ist es schwieriger, eine bestimmte zu finden. Bevor Sie Bereitstellungen erstellen, legen Sie die an Ihrem Standort zu verwendende Namenskonvention fest.

Seite „Sammlung“

Auf der Seite Sammlung wird die Zielsammlung der Softwareupdatebereitstellung angegeben. Mitglieder der Sammlung und der untergeordneten Sammlungen, sofern konfiguriert, empfangen verfügbare Bereitstellungen während ihres nächsten Computerrichtlinienabruf- und Evaluierungszyklus. Auf der Seite Sammlung sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Sammlung: Gibt die Zielsammlung für die Bereitstellung an. Mitglieder dieser Sammlung empfangen die in der Bereitstellung definierten Softwareupdates.

  • Mitglieder von untergeordneten Sammlungen einschließen: Gibt an, ob Mitglieder von untergeordneten Sammlungen der Hauptsammlung die in der Bereitstellung definierten Softwareupdates empfangen. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Mitglieder sowohl der Sammlung als auch der untergeordneten Sammlung sind als Empfänger der Bereitstellung vorgesehen.

Empfehlung

Wenn Sie Bereitstellungsvorlagen erstellen, müssen Sie die Sammlung nicht als Teil der Vorlage angeben. Dadurch können Sie die Vorlage verwenden, wenn Sie mehrere Bereitstellungen erstellen, die auf verschiedene Sammlungen abzielen.

Seite „Anzeige-/Uhrzeiteinstellungen“

Auf der Seite Anzeige-/Uhrzeiteinstellungen wird angegeben, ob der Benutzer über ausstehende Softwareupdates und den Installationsstatus von Softwareupdates benachrichtigt wird und ob ein Client den Bereitstellungszeitplan auf der Grundlage der Ortszeit oder UTC (Coordinated Universal Time) auswertet. Außerdem wird die Standarddauer zwischen der Verfügbarkeit von Softwareupdates und dem Bereitstellungsstichtag angegeben. Auf der Seite Anzeige-/Uhrzeiteinstellungen sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Anzeigeeinstellungen

  • Wählen Sie eine der folgenden Einstellungen aus:

  • Anzeigebenachrichtigungen auf Clients zulassen: Gibt an, dass auf Clients Anzeigebenachrichtigungen verwendet werden, mit denen Endbenutzer über verfügbare Softwareupdates informiert werden. Außerdem wird während der Installation von Softwareupdates der Installationsstatus angezeigt. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. Anzeigebenachrichtigungen werden auf Clients zugelassen.

  • Anzeigebenachrichtigungen auf Clients unterdrücken: Gibt an, dass auf Clients Anzeigebenachrichtigungen nicht verwendet werden und der Installationsstatus während der Installation von Updates nicht angezeigt wird. Es werden jedoch weiterhin Softwareupdate-Benachrichtigungssymbole auf Clients angezeigt, und Benutzer können auf diese Symbole klicken, um verfügbare Updates anzuzeigen.

  • Zeiteinstellungen

  • Wählen Sie eine der folgenden Einstellungen aus:

  • Ortszeit des Clients: Gibt an, dass Clients bei der Auswertung der Zeitpläne für die Verfügbarkeit von Softwareupdates auf Clients sowie ggf. für die Auswertung der Stichtage zum Erzwingen der Installation von Softwareupdates ihre Ortszeit verwenden.

  • UTC: Gibt an, dass Clients bei der Auswertung der Zeitpläne für die Verfügbarkeit von Softwareupdates auf Clients sowie ggf. für die Auswertung der Stichtage zum Erzwingen der Installation von Softwareupdates UTC verwenden. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert. UTC wird zur Auswertung von Bereitstellungszeitplänen verwendet.

  • Einstellung der Dauer

  • Dauer: Gibt die Dauer an. Diese Einstellung wird nur verwendet, wenn eine Bereitstellung mithilfe einer Vorlage erstellt wird. Die Einstellung für den Stichtag in der Bereitstellung wird standardmäßig auf die Zeit festgelegt, zu der ein Update verfügbar ist, zuzüglich der konfigurierten Einstellung für die Dauer. Standardmäßig ist die Dauer auf 2 Wochen festgelegt.

Seite „Neustarteinstellungen“

Auf der Seite Neustarteinstellungen wird das Systemneustartverhalten festgelegt, wenn ein Softwareupdate auf einem Clientcomputer installiert wird und ein Neustart erforderlich ist. Auf der Seite Neustarteinstellungen sind folgende Einstellungen verfügbar:

Systemneustart unterdrücken auf:

  • Server: Gibt an, ob ein Systemneustart auf Servern unterdrückt wird. Diese Aktion wird von einer Softwareupdateinstallation angefordert, wenn zum Abschluss der Installation ein Neustart erforderlich ist. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert, und Server werden nach der Installation von Softwareupdates auf Anforderung neu gestartet.

  • Arbeitsstationen: Gibt an, ob ein Systemneustart auf Arbeitsstationen unterdrückt wird. Diese Aktion wird von einer Softwareupdateinstallation angefordert, wenn zum Abschluss der Installation ein Neustart erforderlich ist. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert, und Server werden nach der Installation von Softwareupdates auf Anforderung neu gestartet.

Geben Sie an, ob ein Systemneustart außerhalb des Wartungsfensters für Server und Arbeitsstationen zugelassen werden soll:

  • Systemneustart außerhalb des Wartungsfensters zulassen: Gibt an, ob Systemneustarts für Arbeitsstationen und Server außerhalb der konfigurierten Wartungsfenster zulässig sind. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert. Wenn für das Abschließen einer Softwareinstallation ein Systemneustart erforderlich ist, wird dieser nur initiiert, wenn im konfigurierten Wartungsfenster noch mehr als 10 Minuten verbleiben.

Empfehlung

Das Unterdrücken von Systemneustarts kann in Serverumgebungen oder in Fällen hilfreich sein, in denen Computer nach der Installation von Softwareupdates nicht standardmäßig neu gestartet werden sollen. Das Erzwingen eines Systemneustarts nach der Installation eines Softwareupdates gewährleistet jedoch, dass Updates vollständig abgeschlossen werden, wohingegen das Unterdrücken von Neustartanforderungen nach einer Installation zu einem unsicheren oder instabilen Systemzustand führen kann.

Seite „Ereignisgenerierung“

Auf der Seite Ereignisgenerierung wird angegeben, ob Microsoft Operations Manager-Warnmeldungen deaktiviert sind, während die Softwareupdates installiert werden, und ob eine Operations Manager-Warnung erstellt wird, wenn ein Softwareupdate nicht installiert werden kann. Auf der Seite Ereignisgenerierung sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Operations Manager-Warnungen deaktivieren, während Softwareupdates ausgeführt werden: Gibt an, dass Operations Manager-Warnungen während der Installation von Softwareupdates deaktiviert sind. Dies ist bei der Bereitstellung von Softwareupdates hilfreich, die sich auf von Operations Manager überwachte Anwendungen auswirken. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

  • Operations Manager-Warnung generieren, wenn bei der Installation eines Softwareupdates ein Fehler auftritt: Gibt an, dass bei jeder fehlerhaften Installation von Softwareupdates eine Operations Manager-Warnung erstellt wird. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Empfehlung

Diese Einstellungen sind bei der Bereitstellung von Softwareupdates hilfreich, die sich auf von Operations Manager überwachte Anwendungen auswirken. Das Deaktivieren von Warnungen während der Installation eines Updates verhindert, dass beispielsweise Benachrichtigungen bezüglich eines Diensts ausgelöst werden, der infolge der Updateinstallation beendet wurde. Standardmäßig sind diese Einstellungen nicht aktiviert.

Seite „Downloadeinstellungen“

Über die Seite „Downloadeinstellungen“ können Sie angeben, wie Configuration Manager 2007-Clientcomputer mit Verteilungspunkten interagieren sollen, wenn sie eine Softwareupdatebereitstellung erhalten. Auf der Seite Downloadeinstellungen sind folgende Einstellungen verfügbar:

Wenn ein Client innerhalb einer langsamen bzw. unzuverlässigen Netzwerkgrenze verbunden ist:

  • Softwareupdates nicht installieren: Gibt an, dass Clients keine Softwareupdates installieren, wenn sie sich innerhalb von Netzwerkgrenzen befinden, die als langsam oder unzuverlässig gekennzeichnet sind. Dies ist die Standardeinstellung.

  • Softwareupdates von Verteilungspunkt herunterladen und installieren: Gibt an, dass Clients die Softwareupdates vom Verteilungspunkt herunterladen und installieren, wenn sie sich innerhalb von Netzwerkgrenzen befinden, die als langsam oder unzuverlässig gekennzeichnet sind. Dies ist das gleiche Verhalten wie bei einem Client, der sich innerhalb einer LAN-Grenze befindet.

Geben Sie an, ob Clients, die sich innerhalb der Grenzen eines oder mehrerer geschützter Verteilungspunkte befinden, Softwareupdates von ungeschützten Verteilungspunkten herunterladen und installieren dürfen, wenn die betreffenden Updates an keinem der geschützten Verteilungspunkte verfügbar sind:

  • Softwareupdates nicht installieren: Gibt an, dass Softwareupdates nicht installiert werden, wenn geschützte Verteilungspunkte die Softwareupdates nicht für Clients innerhalb der Grenzen des geschützten Verteilungspunkts zur Verfügung haben.

  • Softwareupdates von ungeschütztem Verteilungspunkt herunterladen und installieren: Gibt an, dass der Client die Softwareupdates von einem ungeschützten Verteilungspunkt herunterlädt und installiert, wenn geschützte Verteilungspunkte die Softwareupdates nicht für Clients innerhalb der Grenzen des geschützten Verteilungspunkts zur Verfügung haben. Dies ist die Standardeinstellung.

Seite „SMS 2003-Einstellungen“

Über die Seite „SMS 2003-Einstellungen“ können Sie angeben, ob Softwareupdates für SMS 2003-Clients bereitgestellt werden sollen, die sich in der Zielsammlung befinden. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn alle Softwareupdates in der Bereitstellung mithilfe des Inventurprogramms für Microsoft Updates synchronisiert wurden und für die Einstellung Bereitstellbar für SMS 2003 der Wert Ja festgelegt ist. Auf der Seite SMS 2003-Einstellungen sind folgende Einstellungen verfügbar:

Softwareupdates für SMS 2003-Clients bereitstellen

Gibt an, ob die Softwareupdates in der Bereitstellung auf SMS 2003-Clients in der Zielsammlung angewendet werden sollen. Zur Unterstützung der Updateinstallation auf SMS 2003-Clients werden ein Paket, Paketanweisungsdateien und eine Ankündigung erstellt und an untergeordnete SMS 2003-Standorte gesendet. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert.

Wichtig

Wenn diese Einstellung in einer aktiven Bereitstellung deaktiviert ist, die SMS 2003-Clients umfasst, kann diese Einstellung nicht erneut aktiviert werden. Das entsprechende Programm und die Ankündigung, die für SMS 2003-Clients erstellt wurden, sind deaktiviert. Bevor Sie diese Bereitstellung auf SMS 2003-Clients dauerhaft deaktivieren, sollten Sie sicherstellen, dass diese Aktion auch wirklich beabsichtigt ist.

Wenn diese Option ausgewählt ist, sind die folgenden Einstellungen verfügbar:

  • Hardware-Inventar sofort sammeln: Gibt an, ob die Hardwareinventur auf SMS 2003-Clients unmittelbar nach der Installation von Softwareupdates gesammelt werden soll. Dies erhöht die Genauigkeit der Berichterstattung, kann jedoch auch zu vermehrter Systemaktivität auf den SMS 2003-Clients führen. Standardmäßig ist diese Einstellung deaktiviert, und die Hardwareinventur wird während des geplanten Hardwareinventurzyklus gesammelt.

  • Wenn ein Verteilungspunkt lokal verfügbar ist: Gibt an, dass SMS 2003-Clients Softwareupdates entsprechend den folgenden Optionen installieren, wenn die Updates auf einem lokalen Verteilungspunkt verfügbar sind:

    • Updateinstallation über Verteilungspunkt ausführen: Gibt an, dass die Softwareupdates vom Verteilungspunkt aus installiert werden. Dies ist die Standardeinstellung.

    • Updates vom Verteilungspunkt herunterladen und die Installation dann ausführen: Gibt an, dass die Softwareupdates vom Verteilungspunkt heruntergeladen und anschließend auf dem Client installiert werden.

  • Wenn ein Client innerhalb einer langsamen bzw. unzuverlässigen Netzwerkgrenze verbunden ist: Gibt an, dass SMS 2003-Clients Softwareupdates entsprechend den folgenden Optionen installieren, wenn die Updates nur auf Remoteverteilungspunkten verfügbar sind:

    • Updateinstallation nicht ausführen: Gibt an, dass die Softwareupdates nicht installiert werden. Dies ist die Standardeinstellung.

    • Updates vor der Installation von einem Remoteverteilungspunkt herunterladen: Gibt an, dass die Softwareupdates vom Verteilungspunkt heruntergeladen und anschließend auf dem Client installiert werden.

    • Updateinstallation von einem Remoteverteilungspunkt ausführen: Gibt an, dass die Softwareupdates vom Remoteverteilungspunkt aus installiert werden.

Weitere Informationen zum Bereitstellen von Softwareupdates für SMS 2003-Clients finden Sie unter Planen von SMS 2003-Bereitstellungen weiter unten in diesem Abschnitt.

Empfehlung

Wenn Softwareupdates heruntergeladen und dann auf SMS 2003-Clients installiert werden, werden ungeachtet der Anwendbarkeit auf den Client alle im Paket enthaltenen Updates heruntergeladen. Wenn Bereitstellungspakete viele Updates enthalten, die nicht auf den SMS 2003-Client anwendbar sind, kann es von Vorteil sein, Updates direkt vom Verteilungspunkt aus zu installieren.

Seite „Bereitstellungspaket“

Auf der Seite Bereitstellungspaket wird das Bereitstellungspaket angegeben, das die Softwareupdates in der Bereitstellung hosten soll. Die Softwareupdates in der Bereitstellung werden heruntergeladen und in den Bereitstellungspaketordner auf den für das Paket konfigurierten Verteilungspunkten kopiert. Wenn alle Softwareupdates in der Bereitstellung heruntergeladen und in einen freigegebenen Paketordner auf dem Verteilungspunkt kopiert wurden, wird die Seite Bereitstellungspaket des Assistenten nicht angezeigt, und die Bereitstellung wird automatisch so konfiguriert, dass das Paket verwendet wird, das das Update heruntergeladen hat. Sind SMS 2003-Clients Ziel der Bereitstellung, fragt der Assistent immer nach einem Bereitstellungspaket, unabhängig davon, ob die Updates zuvor heruntergeladen wurden oder nicht. Auf der Seite Bereitstellungspaket sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Bereitstellungspaket auswählen: Gibt an, dass ein vorhandenes Paket für die Softwareupdates in der Bereitstellung verwendet wird. Am Standort erstellte Bereitstellungspakete können ausgewählt werden. An einem übergeordneten Standort erstellte Pakete sind nicht verfügbar.

  • Neues Bereitstellungspaket erstellen: Gibt an, dass ein neues Paket für die Softwareupdates in der Bereitstellung erstellt wird. Die folgenden Eigenschaften werden als Teil des Bereitstellungspakets konfiguriert:

    • Name des Bereitstellungspakets: Gibt den Namen des Bereitstellungspakets an. Das Paket sollte einen eindeutigen Namen haben, der den Paketinhalt beschreibt. Seine Länge ist auf 50 Zeichen begrenzt.

    • Beschreibung des Bereitstellungspakets: Gibt die Beschreibung des Bereitstellungspakets an. Die Paketbeschreibung sollte den Paketinhalt detailliert beschreiben. Ihre Länge ist auf 127 Zeichen begrenzt.

    • Quelle des Bereitstellungspakets: Gibt den Speicherort der Softwareupdate-Quelldateien an. Wenn die Bereitstellung generiert wird, werden die Quelldateien komprimiert und an die Verteilungspunkte kopiert, die dem Bereitstellungspaket zugeordnet sind. Der Quellspeicherort muss als Netzwerkpfad eingegeben werden (z B. „\\Server\Freigabename\Pfad“). Sie können den Netzwerkpfad auch mithilfe der Schaltfläche „Durchsuchen“ auswählen. Der freigegebene Ordner für die Bereitstellungspaketdateien muss manuell erstellt werden, bevor auf der nächsten Seite fortgefahren werden kann.

      Wichtig

      Der Quellpfad des Bereitstellungspakets darf nicht von anderen Bereitstellungs- oder Verteilungspaketen verwendet werden.

      Wichtig

      Das SMS-Anbietercomputerkonto und der Benutzer, der die Softwareupdates über den Downloadpfad herunterlädt, benötigen Schreibzugriff auf den Downloadpfad. Beschränken Sie den Zugriff auf den Downloadpfad, um das Risiko zu verringern, dass Angreifer die Quelldatei der Softwareupdates am Downloadspeicherort manipulieren.

    • Sendepriorität: Gibt die Sendepriorität für das Bereitstellungspaket an. Die Sendepriorität wird für das Bereitstellungspaket verwendet, wenn es an die Verteilungspunkte an untergeordneten Standorten gesendet wird. Pakete werden in der Reihenfolge ihrer Priorität gesendet: Hoch, Mittel oder Niedrig. Pakete mit identischer Priorität werden in der Reihenfolge ihrer Erstellung gesendet. Wenn es keinen Rückstand gibt, wird das Paket unabhängig von seiner Priorität sofort verarbeitet.

    • Binäre differenzielle Replikation aktivieren: Gibt an, ob der binäre Deltavergleich auf geänderte Paketquelldateien angewendet werden soll. Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, so ist dieses Verhalten aktiviert, und der Verteilungs-Manager hat die Möglichkeit, anstelle der gesamten Datei nur die Teile der Datei zu übertragen, die geändert wurden. Durch dieses Verhalten kann im Vergleich zur herkömmlichen Methode, bei der die gesamte Datei übertragen wird, beim Übertragen von Änderungen bei großen Dateien ein Großteil der Bandbreite eingespart werden. Weitere Informationen finden Sie unter „Informationen zur binären differenziellen Replikation“. Diese Einstellung kann für vorhandene Pakete in den Eigenschaften des jeweiligen Pakets geändert werden.

Seite „Downloadpfad“

Über die Seite Downloadpfad können Sie angeben, ob die Softwareupdates in der Bereitstellung aus dem Internet oder dem lokalen Netzwerk auf den Computer, auf dem die Konfigurationsmanager-Konsole ausgeführt wird, heruntergeladen werden sollen. Auf der Seite Downloadpfad sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Softwareupdates aus dem Internet herunterladen: Gibt an, dass die Softwareupdates von dem Speicherort im Internet heruntergeladen werden, der in der Softwareupdatedefinition definiert wurde. Diese Einstellung ist standardmäßig aktiviert.

    Hinweis

    Der Computer, auf dem der Assistent in der Konfigurationsmanager-Konsole ausgeführt wird, muss über eine Internetverbindung verfügen.

  • Softwareupdates von einem Pfad im lokalen Netzwerk herunterladen: Gibt an, dass die Softwareupdates von einem lokalen Verzeichnis oder einem freigegebenen Ordner heruntergeladen werden. Verwenden Sie diese Einstellung, wenn der Computer, auf dem der Assistent ausgeführt wird, keinen Internetzugang hat oder die Softwareupdates im lokalen Netzwerk verfügbar sind. Die Softwareupdates können von jedem beliebigen Computer mit Internetverbindung heruntergeladen und an einem Ort im lokalen Netzwerk gespeichert werden, der von dem Computer aus zugänglich ist, auf dem Assistent ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Manuelles Herunterladen von Softwareupdates.

Empfehlung

Wurden die Softwareupdates bereits auf den Microsoft WSUS-Server (Windows Server Update Services) auf dem aktiven Softwareupdatepunkt heruntergeladen, können Sie Softwareupdates vom Pfad im lokalen Netzwerk herunterladen angeben und \\<WSUS-Servername>\<WSUS-Inhaltspfad> konfigurieren, um die Softwareupdates statt aus dem Internet vom WSUS-Server herunterzuladen.

Wenn der Computer, auf dem die Konfigurationsmanager-Konsole ausgeführt wird, über keine Internetverbindung verfügt, können Sie auf einem Computer mit Zugang zum Internet eine Remotekonsole installieren und die Softwareupdatedateien in ein Bereitstellungspaket herunterladen.

Seite „Sprachauswahl“

Über die Seite Sprachauswahl können Sie die Sprachen angeben, die für die ausgewählten Softwareupdates heruntergeladen werden sollen. Die Softwareupdates werden nur dann heruntergeladen, wenn sie in den ausgewählten Sprachen verfügbar sind. Softwareupdates, die nicht sprachspezifisch sind, werden immer heruntergeladen.

Wenn alle Softwareupdates in der Bereitstellung bereits heruntergeladen und in den freigegebenen Ordner für das Paket auf dem Verteilungspunkt kopiert wurden, wird die Seite Sprachauswahl des Assistenten nicht angezeigt. Die Bereitstellung wird automatisch so konfiguriert, dass die Updates in der Sprache heruntergeladen werden, in der sie bereits heruntergeladen wurden. Auf der Seite Sprachauswahl sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • Datei aktualisieren: Gibt die Sprachen an, für die Softwareupdatedateien heruntergeladen werden. Standardmäßig sind die Sprachen ausgewählt, die in den Eigenschaften des Softwareupdatepunkts konfiguriert sind. Durch die Auswahl zusätzlicher Sprachen werden diese nicht zu den konfigurierten Softwareupdatepunkt-Spracheinstellungen hinzugefügt. Es muss mindestens eine Sprache ausgewählt werden, bevor die nächste Seite angezeigt werden kann. Wird auf dieser Seite eine Sprache ausgewählt, die vom Softwareupdate nicht unterstützt wird, kommt es bei dem Softwareupdate zu einem Fehler beim Herunterladen.

Bereitstellungszeitplan

Über die Seite Bereitstellungszeitplan können Sie angeben, wann eine Softwareupdatebereitstellung aktiv wird und ob die Softwareupdateinstallation auf Clients erzwungen werden soll. Auf der Seite Bereitstellungszeitplan sind folgende Einstellungen verfügbar:

Wählen Sie Datum und Uhrzeit aus, zu denen Softwareupdates für Clients zur Verfügung stehen sollen:

  • So bald wie möglich: Gibt an, dass die Softwareupdates in der Bereitstellung den Clients so bald wie möglich verfügbar gemacht werden. Beim Erstellen der Bereitstellung wird auch die Computerrichtlinie aktualisiert. Clients werden beim nächsten Computerrichtlinien-Bewertungszyklus von der Bereitstellung benachrichtigt. Die Updates stehen anschließend für die Installation zur Verfügung.

  • Datum und Uhrzeit: Gibt an, dass die Softwareupdates in der Bereitstellung den Clients erst an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit verfügbar gemacht werden. Beim Erstellen der Bereitstellung wird auch die Computerrichtlinie aktualisiert. Clients werden beim nächsten Computerrichtlinien-Bewertungszyklus von der Bereitstellung benachrichtigt. Die Softwareupdates in der Bereitstellung stehen aber erst zum konfigurierten Termin (Datum und Uhrzeit) für die Installation zur Verfügung.

Geben Sie an, ob die Softwareupdates automatisch zum vorgegebenen Bereitstellungsstichtag auf den Clients installiert werden sollen:

  • Keinen Stichtag für Softwareupdateinstallation festlegen: Gibt an, dass die Softwareupdates in der Bereitstellung optional sind und nicht automatisch zu einem bestimmten Datum und einer bestimmten Uhrzeit installiert werden müssen.

  • Stichtag für Softwareupdateinstallation festlegen: Gibt an, dass die Softwareupdates in der Bereitstellung obligatorisch sind und automatisch zu einem bestimmten Datum und einer bestimmten Uhrzeit installiert werden müssen. Wenn die Frist abgelaufen ist und die Softwareupdates in der Bereitstellung auf dem Client noch erforderlich sind, wird die Installation der Updates automatisch initiiert. Wenn ein Stichtag konfiguriert wird, sind die folgenden zusätzlichen Einstellungen verfügbar:

    • Wake-On-LAN aktivieren: Gibt an, ob Wake-On-LAN bei Ablauf der Frist aktiviert werden soll, damit Reaktivierungspakete an Computer gesendet werden, die ein oder mehrere in der Bereitstellung enthaltene Updates erfordern. Die Computer, die gerade nicht ausgeführt werden, werden bei Ablauf der Frist gestartet, damit die Installation der Updates initiiert werden kann. Clients, die keine in der Bereitstellung enthaltenen Updates erfordern, werden nicht gestartet. Diese Einstellung ist standardmäßig nicht aktiviert. Sie ist nur verfügbar, wenn eine Frist für die Bereitstellung konfiguriert ist.

    • Wartungszeitfenster ignorieren und sofort nach Fristablauf installieren: Gibt an, ob die Softwareupdates in der Bereitstellung ungeachtet eines konfigurierten Wartungsfensters nach Fristablauf installiert werden. Diese Einstellung ist standardmäßig nicht aktiviert. Sie ist nur verfügbar, wenn eine Frist für die Bereitstellung konfiguriert ist.

Weitere Informationen

Durch das Festlegen einer Frist wird die Bereitstellung obligatorisch. Außerdem wird dadurch die Softwareupdateinstallation bis zum konfigurierten Datum und der konfigurierten Uhrzeit auf Clientcomputern erzwungen. Läuft die First ab und die Softwareupdatebereitstellung wurde auf dem Clientcomputer noch nicht ausgeführt, wird die Installation unabhängig davon automatisch gestartet, ob ein Benutzer auf dem Computer angemeldet ist oder nicht. Ein Systemneustart kann erzwungen werden, sofern er für den Abschluss der Softwareupdateinstallation erforderlich ist.

Auf den Clientcomputern werden Anzeigebenachrichtigungen angezeigt. Darin wird der Benutzer informiert, dass ein oder mehr Softwareupdates für die Installation bereit sind. Außerdem wird das Datum für den frühesten Stichtag angezeigt. Wenn z. B. zwei Bereitstellungen mit zwei Tage auseinander liegenden Stichtagen anstehen, wird der Bereitstellungsstichtag, der zuerst eintritt, in Benutzerbenachrichtigungen angezeigt. Nach der Installation der Softwareupdates für die Bereitstellung mit dem frühesten Stichtag empfängt der Clientcomputer weiterhin Benachrichtigungen, doch wird jetzt der Stichtag für die zweite Bereitstellung angezeigt. SMS 2003-Clients in der Configuration Manager-Hierarchie verwenden ebenfalls den konfigurierten Stichtag und die Uhrzeit für auf sie abzielende Bereitstellungen.

Seite „NAP-Evaluierung“

Über die Seite NAP-Evaluierung können Sie angeben, ob die Softwareupdates in dieser Bereitstellung für die Kompatibilität mit dem Netzwerkzugriffsschutz (NAP) erforderlich sind. Aktivieren Sie die NAP-Evaluierung, damit die Softwareupdates in eine auf dem konfigurierten Zeitplan basierende NAP-Richtlinie aufgenommen werden, die für NAP-fähige Clients gelten soll. Wenn die Richtlinie wirksam wird, haben NAP-fähige Clients möglicherweise eingeschränkten Zugriff, bis das erforderliche Softwareupdate installiert wurde. Die Netzwerkeinschränkung und Wiederherstellung des Zugriffs hängen von der Konfiguration der Richtlinien auf dem Windows-Netzwerkrichtlinienserver ab. Auf der Seite Bereitstellungszeitplan sind folgende Einstellungen verfügbar:

  • NAP-Evaluierung aktivieren: Gibt an, ob das Softwareupdate in der NAP-Richtlinie enthalten ist und auf NAP-fähigen Clients bewertet wird. Wenn diese Option ausgewählt ist, sind die folgenden Einstellungen verfügbar:

  • Geben Sie an, wann diese Einstellungen in Kraft treten sollen:

  • So bald wie möglich: Gibt an, dass das Softwareupdate in der NAP-Richtlinie enthalten ist, die so bald wie möglich auf NAP-fähigen Clients wirksam wird.

  • Datum und Uhrzeit: Gibt an, dass das Softwareupdate in der NAP-Richtlinie enthalten ist, die zum angegebenen Termin (Datum und Uhrzeit) auf NAP-fähigen Clients wirksam wird. Der Standardwert für Datum und Uhrzeit wird durch Addieren von 14 Tagen zum Datum und zur Uhrzeit des Bereitstellungsstichtags bestimmt, die auf der Seite Bereitstellungszeitplan konfiguriert wurden.

Die Seite NAP-Evaluierung im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates wird nur angezeigt, wenn für den Standort NAP konfiguriert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zum Netzwerkzugriffsschutz in Configuration Manager-Hierarchien.

Verwenden von Bereitstellungsvorlagen bei der Erstellung von Bereitstellungen

In Bereitstellungsvorlagen werden viele der Bereitstellungseigenschaften gespeichert, die sich zwischen einzelnen Bereitstellungen möglicherweise nicht ändern. Mit Bereitstellungsvorlagen sparen Administratoren bei der Erstellung von Softwareupdatebereitstellungen viel Zeit. Vorlagen können für verschiedene Szenarien in Ihrer Umgebung erstellt werden. Sie können z. B. eine Vorlage für beschleunigte Softwareupdatebereitstellungen und geplante Bereitstellungen erstellen. Die Vorlage für die beschleunigte Bereitstellung kann Anzeigebenachrichtigungen auf Clientcomputern unterdrücken, den Stichtag auf 0 Tage vom Bereitstellungszeitplan festlegen und Systemneustarts außerhalb der Wartungsfenster ermöglichen. Die Vorlage für eine geplante Bereitstellung kann Anzeigebenachrichtigungen auf Clientcomputern zulassen und den Stichtag auf 14 Tage vom Bereitstellungszeitplan festlegen.

Mithilfe der Erstellung von Bereitstellungsvorlagen für typische Bereitstellungsszenarien in Ihrer Umgebung im Voraus können Sie mit Vorlagen Bereitstellungen erstellen. Mit den Vorlagen werden viele der Bereitstellungseigenschaften aufgefüllt, die für das jeweilige Bereitstellungsszenario am häufigsten statisch sind. Die Verwendung der Bereitstellungsvorlage reduziert auch die Anzahl der Assistentenseiten im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates um bis zu sieben Seiten. Das spart Zeit und hilft bei der Vermeidung von Fehlern bei der Bereitstellungskonfiguration. In einer Bereitstellungsvorlage können die Bereitstellungseinstellungen der folgenden Assistentenseiten konfiguriert werden:

  • Sammlung

  • Anzeige-/Uhrzeiteinstellungen

  • Neustarteinstellungen

  • Ereignisgenerierung

  • Downloadeinstellungen

  • SMS 2003-Einstellungen

Wenn bei der Erstellung einer Bereitstellung keine Bereitstellungsvorlage verwendet wird, werden die Eigenschaften manuell eingegeben und können optional im Assistenten als Bereitstellungsvorlage gespeichert werden, die dann für zukünftige Bereitstellungen genutzt werden kann. Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zu Bereitstellungsvorlagen in Softwareupdates.

Wartungsfenster

Wenn Wartungsfenster in Zielsammlungen von Softwareupdatebereitstellungen konfiguriert werden, ist Folgendes zu berücksichtigen:

  • Jedes Softwareupdate erhält eine Standardeinstellung von 35 Minuten für Installation und Neustart, sofern notwendig (75 Minuten für Service Packs). Wenn die verfügbare restliche Zeit in einem Wartungsfenster unter diesem Wert liegt, beginnt die Softwareupdateinstallation erst im nächsten Wartungsfenster. Bei der Planung einer Bereitstellung für eine Sammlung mit Wartungsfenstern sind diese Standardwerte zu berücksichtigen. Beispiel: Wird ein 2-Stunden-Wartungsfenster für die Sammlung konfiguriert und enthält eine Bereitstellung vier Softwareupdates, werden im ersten Wartungsfenster nur drei Softwareupdates installiert. Das letzte Update wird im zweiten Wartungsfenster installiert.

  • Die folgenden Bereitstellungseinstellungen wirken sich auf die Installation von Softwareupdates auf Clientcomputern mit Wartungsfenstern aus:

    • Systemneustart außerhalb der Wartungsfenster zulassen: Gibt an, ob Systemneustarts für Arbeitsstationen und Server außerhalb der konfigurierten Wartungsfenster zulässig sind. Diese Einstellung ist standardmäßig deaktiviert. Diese Einstellung ist nützlich, wenn Ihre Softwareupdateinstallation auf Clientcomputern so schnell wie möglich abgeschlossen werden soll. Ist diese Einstellung nicht aktiviert, wird kein Systemneustart eingeleitet, wenn das Wartungsfenster in 10 Minuten oder früher endet. Dies könnte verhindern, dass die Installation abgeschlossen wird, und der Clientcomputer könnte bis zum nächsten Wartungsfenster anfällig sein. Diese Einstellung befindet sich auf der Seite Neustarteinstellungen im Bereitstellungsvorlagen-Assistenten oder im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates.

    • Wartungszeitfenster ignorieren und sofort nach Fristablauf installieren: Gibt an, ob die Softwareupdates in der Bereitstellung ungeachtet eines konfigurierten Wartungsfensters nach Fristablauf installiert werden. Diese Einstellung ist standardmäßig nicht aktiviert. Sie ist nur verfügbar, wenn eine Frist für die Bereitstellung konfiguriert ist. Diese Einstellung ist nützlich, wenn Softwareupdates so bald wie möglich auf Clientcomputern installiert werden müssen, z. B. Updates bei einer beschleunigten Bereitstellung. Diese Einstellung befindet sich auf der Seite Zeitplan im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates.

Weitere Informationen zu Wartungsfenstern und zur entsprechenden Planung bei der Verwendung von Softwareupdates finden Sie im Abschnitt „Planen der Wartungsfenster“ unter Planen der Softwareupdate-Servereinstellungen.

Bereitstellungsaktionen, die zu einer Paketaktualisierung führen

Jedes Mal, wenn einer Bereitstellung ein Softwareupdate hinzugefügt wird, das sowohl Configuration Manager- als auch SMS 2003-Clientcomputer zum Ziel hat, oder wenn die Startzeiteinstellung in der Bereitstellung geändert wird, werden die Paketquelle aktualisiert, die Bereitstellungspaketversion erhöht und die für das Paket konfigurierten Verteilungspunkte aktualisiert. Wenn Softwareupdates einer Bereitstellung hinzugefügt werden, bei der keine Softwareupdates für SMS 2003-Clients bereitgestellt werden, werden die Updatequelldateien von einem Bereitstellungspaket verwendet, das die Softwareupdates enthält, und das Paket wird nicht aktualisiert.

Neustartverhalten auf Clientcomputern

Wenn die Softwareupdateinstallationen ausgeführt wurden und ein Neustart erforderlich ist, um sie abzuschließen, werden neu verfügbare Softwareupdates nicht angezeigt, und das Infobereichssymbol ist auf Clientcomputern nicht sichtbar. Wenn die Frist für obligatorische Bereitstellungen abgelaufen ist, wird auf Clientcomputern automatisch ein Systemneustart initiiert. Wenn mehrere Bereitstellungen denselben Stichtag aufweisen, werden alle Softwareupdates am Stichtag installiert. Danach wird ein Systemneustart initiiert.

Hinweis

Einige Softwareupdates müssen exklusiv installiert werden. Für diese Softwareupdates kann ein Systemneustart initiiert werden, bevor andere Updates in derselben Bereitstellung oder in Bereitstellungen mit demselben Stichtag installiert werden.

Ausblenden von Bereitstellungen für Endbenutzer

In den Eigenschaften der Softwareupdateclient-Agents können Sie auf der Registerkarte Updateinstallation mit der Einstellung Alle Bereitstellungen für Endbenutzer ausblenden die Softwareupdatebereitstellung und -installation auf Clientcomputern ausblenden. Diese Einstellung gibt an, dass Anzeigebenachrichtigungen oder Infobereichsymbole für Softwareupdates in allen Bereitstellungen nicht auf den Clientcomputern angezeigt werden. Diese Einstellung ist standardmäßig nicht aktiviert. Ist diese Einstellung aktiviert, sind nur die Softwareupdates in obligatorischen Bereitstellungen zur Installation verfügbar. Bis zum konfigurierten Stichtag wird die Installation im Hintergrund initiiert. Ausgeblendete Bereitstellungen werden auf Clientcomputern sichtbar, wenn diese Einstellung nicht aktiviert ist. Weitere Informationen finden Sie unter Ausblenden von Bereitstellungen auf Clientcomputern.

Softwareupdates mit Lizenzbedingungen

Sind einem Softwareupdate Microsoft-Software-Lizenzbedingungen zugeordnet und wurden die Bedingungen noch nicht akzeptiert, wird das Dialogfeld Lizenzbedingungen lesen/annehmen angezeigt, bevor der Assistent zum Bereitstellen von Softwareupdates geöffnet wird. Nachdem die Lizenzbedingungen für ein Softwareupdate angenommen wurden, wird der Assistent geöffnet, und die Softwareupdates können bereitgestellt werden. Zukünftige Bereitstellungen des Softwareupdates erfordern nicht, dass die Lizenzbedingungen angenommen werden. Werden die Lizenzbedingungen abgelehnt, wird der Vorgang abgebrochen. Die Lizenzbedingungen können auch in der Configuration Manager-Konsole angenommen werden. Hierfür markieren Sie ein oder mehr Softwareupdates, und initiieren Sie die Aktion Lizenzbedingungen lesen/annehmen.

Delegierte Verwaltung

Mithilfe einer Updateliste kann die Verwaltung beim Bereitstellen von Softwareupdates delegiert werden. Ein Administrator am zentralen Standort kann beispielsweise die Softwareupdates, die bereitgestellt werden müssen, auswählen und einer Updateliste hinzufügen. Administratoren am Standort oder an untergeordneten Standorten mit eingeschränkten Objektrechten können die Updates in dieser Updateliste in einer entsprechenden Sammlung bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Delegierte Verwaltung“ unter Informationen zu Updatelisten bei Softwareupdates.

Planen von SMS 2003-Bereitstellungen

Umfasst die Configuration Manager 2007-Hierarchie SMS 2003-Clients, müssen zusätzliche Schritte unternommen und besondere Überlegungen berücksichtigt werden, bevor diesen Clients Softwareupdates bereitgestellt werden. Weitere Informationen zu den Schritten, die für Softwareupdates ausgeführt werden müssen, damit ihre Verfügbarkeit für SMS 2003-Clients nach einer Standortaktualisierung weiterhin gewährleistet ist, finden Sie unter Planen der SMS 2003-Softwareupdateaktualisierung.

Softwareupdates, die SMS 2003-Clients bereitgestellt werden können

Alle Softwareupdates, die mithilfe des Inventurprogramms für Microsoft Updates synchronisiert wurden, können SMS 2003-Clients bereitgestellt werden. Wenn der Microsoft Update-Katalog synchronisiert wurde, wird die Einstellung Bereitstellbar für SMS 2003 auf Ja festgelegt. Die Option zur Bereitstellung an SMS 2003-Clients ist nur verfügbar, wenn jedes Update in der Bereitstellung für SMS 2003 bereitstellbar ist.

Migrierte Softwareupdate-Metadaten nach einer Aktualisierung

Während des Aktualisierungsprozesses wird von Configuration Manager 2007 an die Titel der einzelnen Softwareupdates die Zeichenfolge (LEGACY) angehängt. Auf diese Weise können Sie leicht alle migrierten Softwareupdates unter den neuen Softwareupdate-Metadaten erkennen, die nach der Aktualisierung synchronisiert werden. Softwareupdates, deren Titel die Zeichenfolge (LEGACY) enthält, können nicht für Clients bereitgestellt werden, und sie werden nur für migrierte Softwareupdateverteilungen oder zu Berichterstattungszwecken migriert. Sie können ein Skript ausführen, um diese Softwareupdates in der Configuration Manager-Konsole auszublenden, sodass nur bereitstellbare Softwareupdates angezeigt werden. Ein Beispielskript ist über das Microsoft Script Center Script Repository verfügbar (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=102377).

Hinweis

Migrierte Softwareupdates aus einer Softwareupdatebereitstellung, die ebenfalls migriert wurde, werden erst ausgeblendet, wenn die migrierte Bereitstellung gelöscht wird oder wenn die Updates aus der Bereitstellung entfernt werden.

Softwareupdates werden möglicherweise im Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates heruntergeladen, obwohl sie bereits heruntergeladen sind

Wenn eine Softwareupdatebereitstellung erstellt wird, die SMS 2003-Clients zum Ziel hat, und wenn mindestens ein Softwareupdate noch nicht heruntergeladen wurde, werden alle nicht in dem Bereitstellungspaket enthaltenen Softwareupdates selbst dann heruntergeladen, wenn sie vorher in ein anderes Paket heruntergeladen wurden. Wenn alle Softwareupdates vor dem Erstellen der Bereitstellung heruntergeladen wurden, wenn die heruntergeladenen Updates vorher in das in der Bereitstellung ausgewählte Paket heruntergeladen wurden oder wenn in der Bereitstellung die Einstellung Softwareupdates für SMS 2003-Clients bereitstellen nicht ausgewählt ist, lädt der Assistent nur die Softwareupdates herunter, die noch nicht heruntergeladen wurden. Um diesem Verhalten vorzubeugen, laden Sie die noch nicht heruntergeladenen Softwareupdates herunter, bevor Sie die Bereitstellung mit dem Assistenten zum Herunterladen von Updates oder mit dem Updatelisten-Assistenten erstellen.

Verwenden von Bereitstellungsvorlagen bei der Erstellung von SMS 2003-Bereitstellungen

Wenn alle zur Bereitstellung ausgewählten Softwareupdates für SMS 2003 bereitstellbar sind, können Sie eine Bereitstellungsvorlage auswählen, in der die Einstellung Softwareupdates für SMS 2003-Clients bereitstellen aktiviert ist. Wenn mindestens ein Softwareupdate SMS 2003-Clients nicht bereitgestellt werden kann, können bei der Erstellung der Bereitstellung keine Vorlagen verwendet werden, die SMS 2003-Clients Updates bereitstellen.

Der selektive Download ist für SMS 2003-Clients nicht verfügbar.

Configuration Manager 2007-Clientcomputer laden nur die Softwareupdates aus einem Bereitstellungspaket herunter, die sie benötigen. Dadurch können Administratoren große Bereitstellungspakete erstellen, die mehrere Bereitstellungen unterstützen. Standardmäßig wird die Softwareupdateinstallation bei der Bereitstellung von Softwareupdates für SMS 2003-Clients direkt von einem Verteilungspunkt ausgeführt. Ist die Seite „SMS 2003-Einstellungen“ zum Herunterladen und Installieren von Softwareupdates konfiguriert, lädt der SMS 2003-Client alle im Bereitstellungspaket enthaltenen Updates unabhängig von deren Anwendbarkeit herunter. Wenn ein Bereitstellungspaket viele Updates enthält, die evtl. nicht auf den SMS 2003-Client anwendbar sind, wird empfohlen, Updates direkt vom Verteilungspunkt zu installieren.

Siehe auch

Tasks

Bereitstellen von Softwareupdates
Bereitstellen von Softwareupdates für SMS 2003-Clients
Erstellen einer Bereitstellungsvorlage
Ausblenden von Bereitstellungen auf Clientcomputern
Manuelles Herunterladen von Softwareupdates

Konzepte

Informationen zu Bereitstellungsvorlagen in Softwareupdates
Informationen zum Netzwerkzugriffsschutz in Configuration Manager-Hierarchien
Informationen zu Softwareupdatebereitstellungen
Informationen zum Assistenten zum Bereitstellen von Softwareupdates
Informationen zu Updatelisten bei Softwareupdates
Administratorcheckliste: Bewerten und Bereitstellen von Softwareupdates
Administratorworkflows für Softwareupdates
Planen der SMS 2003-Softwareupdateaktualisierung
Planen der Softwareupdatepunkt-Einstellungen
Planen der Softwareupdate-Servereinstellungen

Andere Ressourcen

Administratorchecklisten für Softwareupdates

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com