Häufig gestellte Fragen zur Softwareverteilung

Letzte Aktualisierung: September 2009

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Im Rahmen dieses Themas werden FAQs (häufig gestellte Fragen) zur Softwareverteilung behandelt, die in folgende Kategorien unterteilt sind:

  • Clientzwischenspeicherung

  • Paketreplikation

  • Verwenden von BITS bei der Softwareverteilung

  • Verteilungspunkte

  • Allgemeine Fragen zur Softwareverteilung

FAQs zur Clientzwischenspeicherung

Der folgende Abschnitt enthält häufige Fragen zur Verwaltung des Caches auf Microsoft System Center Configuration Manager 2007-Clients beim Ausführen von Ankündigungen in Configuration Manager 2007.

Wenn die Paketgröße die Cachegröße übersteigt, können weder die obligatorischen noch die optionalen Downloads ausgeführt werden. Wenn der Paketdownload aufgrund einer geringen Cachegröße nicht ausgeführt werden kann, generiert Configuration Manager 2007 die Statusmeldung 10050. Wenn die Cachegröße später erweitert wird, muss der Download neu initiiert werden, da automatisch kein neuer Versuch erfolgt.

Wenn das Paket kleiner als der Cache ist, dieser jedoch aktuell belegt ist, werden für obligatorische Downloads solange Versuche gestartet, bis der Cache verfügbar oder das Zeitlimit bzw. die maximale Anzahl von Wiederholungen erreicht ist. Wird die Cachegröße später erweitert, startet Configuration Manager 2007 einen erneuten Downloadversuch im folgenden Wiederholungsintervall. Der Client startet alle vier Stunden einen neuen Versuch, um die Inhalte herunterzuladen. Maximal werden 18 Wiederholungen ausgeführt.

Zugehörige Pakete werden nicht automatisch aus dem Cache gelöscht. Nach dem Herunterladen werden alle Pakete mindestens einen Tag lang nach dem letzten Aufruf der Cacheinhalte im Cache gespeichert. Wenn Sie in den Paketeinstellungen die Option Inhalt in Client-Cache belassen konfigurieren,wird das Paket nicht gelöscht. Wenn der gesamte Speicherplatz mit Paketen belegt ist, die in den letzten 24 Stunden heruntergeladen wurden, und Sie weitere Pakete herunterladen möchten, können Sie entweder die Cachegröße erweitern oder das Löschen von vorhandenen Paketen erzwingen.

Ich möchte eine Ankündigung erstellen, die nach einem Zeitplan heruntergeladen, ausgeführt und wiederholt wird. Wird sie einmal heruntergeladen und dann jedes Mal vom Cache ausgeführt? Muss bei jeder erneuten Ausführung der Ankündigung ein Download ausgeführt werden?

Vor dem Ausführen von Programmen überprüft der Configuration Manager 2007-Client, ob im Cache Inhalte verfügbar sind. Wenn sich Inhalte im Cache befinden und es sich dabei um die richtige Version handelt, wird das Programm immer aus dem Cache ausgeführt, unabhängig davon, ob für die Ankündigung eine Wiederholung festgelegt ist. Bei einer geänderten Version, oder wenn die Inhalte zugunsten eines anderen Pakets gelöscht wurden, wird ein erneuter Download ausgeführt.

Der Client führt den Download der erforderlichen Inhalte sofort durch, wenn er die Ankündigung erhält. Das Programm wird dann zum zugewiesenen Zeitpunkt ausgeführt.

FAQs zur Paketreplikation

Im folgenden Abschnitt werden häufige Fragen zur Deltareplikation und binären differenziellen Replikation aufgelistet.

Worin besteht der Unterschied zwischen einer Deltareplikation und einer binären differenziellen Replikation?

In SMS 2003 wurden nur Änderungen auf der Dateiebene repliziert (Deltareplikation). Mit Configuration Manager 2007 können auch Änderungen auf der Byteebene ermittelt und repliziert werden, sofern Sie in den Paketeigenschaften die binäre Deltareplikation aktivieren. Eine Datei wird als geändert angesehen, wenn sie umbenannt oder verschoben wurde bzw. ihr Inhalt geändert wurde. Wenn Sie die binäre Deltareplikation nicht aktivieren, ermittelt und repliziert Configuration Manager 2007 weiterhin Änderungen auf Dateiebene.

Sind Clients an der Deltareplikation oder binären differenziellen Replikation beteiligt?

Nein. Die Deltareplikation und binäre Deltareplikation erfolgt beim Verschieben von Paketen zwischen zwei Standorten oder von einem Standortserver zu einem Verteilungspunkt.

In welcher Hinsicht wird bei der Programmreplikation die Quellversion beachtet?

In Configuration Manager 2007 wird die Quellversion eines Pakets auf jedem zugewiesenen Verteilungspunkt gespeichert. Beispiel: Bei der ursprünglichen Verteilung des Pakets ist die Quellversion 1. Wenn die Paketquelldateien aktualisiert werden und Configuration Manager 2007 die Verteilungspunkte mit einer neuen Paketquellversion aktualisiert, wird die lokale Version zu 2 geändert. Configuration Manager 2007 ermittelt die Version auf jedem Verteilungspunkt, d. h. jeder Verteilungspunkt wird mit der Version 2 aktualisiert.

Was bedeutet, dass bei der Replikation auf Verteilungspunkten nur fünf Deltas unterstützt werden?

Wenn bei einem Standort oder Verteilungspunkt die letzten fünf Aktualisierungen der Quelldateien nicht ausgeführt wurden, wird das vollständige Paket gesendet.

FAQs zur Verwendung von BITS bei der Softwareverteilung

Im folgenden Abschnitt werden häufige Fragen zu BITS und zur Softwareverteilung in Configuration Manager 2007 aufgelistet.

Was geschieht, wenn die Verbindung mit dem Verteilungspunkt unerwartet unterbrochen wird? Kann der Client den Download mitten in einer Datei fortsetzen?

Ja. Unterbrochene Downloads eines Clients von BITS-fähigen Verteilungspunkten werden dort fortgesetzt, wo die Übertragung gestoppt wurde. Dies gilt auch, wenn der Client eine Verbindung mit einem anderen Verteilungspunkt herstellt.

Verwendet der Client standardmäßig BITS oder SMB?

Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wenn für die Ankündigung eine Ausführung des Programms vom Netzwerk festgelegt wurde, verwendet der Client immer SMB (Server Message Block). Wenn für die Ankündigung jedoch ein lokaler Download und eine lokale Ausführung und für den Verteilungspunkt die Verwendung von BITS konfiguriert wurden, verwendet der Client zuerst BITS. Wenn der Zugriff auf die Inhalte mit BITS jedoch nicht möglich ist, erfolgt möglicherweise ein Failover zu SMB.

Woran kann ich erkennen, ob mein erweiterter Client BITS oder SMB verwendet?

Zeigen Sie auf dem Client „DataTransferService.log“ an. BITS-Downloads weisen eine URL auf, die wie folgt beginnt: http://<Verteilungspunkt>. Die URL von SMB-Downloads beginnt mit \\<Verteilungspunkt>. Details zum BITS-Download erhalten Sie, wenn Sie von der Befehlszeile bitsadmin /list /allusers /verbose | more ausführen. Wenn der Client SMB verwendet hat, können Sie weitere Details auch auf dem Client in der Datei „FileBits.log“ anzeigen.

FAQs zu Verteilungspunkten

Im folgenden Abschnitt werden häufige Fragen zu Verteilungspunkten aufgelistet.

Nach welchen Kriterien wird ein Verteilungspunkt von Clients ausgewählt?

Informationen finden Sie unter Configuration Manager und Inhaltssuche (Paketquelldateien).

Ist für meinen Verteilungspunkt IIS erforderlich?

Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wenn Sie für den Verteilungspunkt eine BITS-fähige Konfiguration festgelegt haben, müssen Sie IIS installieren und WebDAV aktivieren. Wenn der Verteilungspunkt nicht BITS-fähig sein soll, ist IIS nicht erforderlich. Ein Verteilungspunkt muss BITS-fähig sein, wenn internetbasierte Clients und Clients für mobile Geräte unterstützt werden sollen. Wenn ein Verteilungspunkt nicht BITS-fähig ist, verwenden die Clients immer SMB zum Abrufen der Inhalte aus dem Verteilungspunkt. Dies gilt auch für den einheitlichen Modus. Ist der Verteilungspunkt BITS-fähig, verwenden die Clients zuerst BITS. Möglicherweise erfolgt jedoch ein Failover zu SMB.

Kann ich für meinen Verteilungspunkt ein SAN verwenden?

Ja. Die Verwendung eines SANs (Storage Area Network) wird unterstützt, sofern ein unterstützter Windows-Server direkt mit dem vom Storage Area Network gehosteten Volume verbunden ist.

Kann ich für meinen Verteilungspunkt ein SIS-Volume verwenden?

Nein. Das Konfigurieren von Verteilungspunktpaketen und Signaturordnern in einem SIS-Volume (Single Instance Store) wird nicht unterstützt.

Kann ich für meinen Verteilungspunkt DFS verwenden?

Microsoft DFS (Distributed File System, Verteiltes Dateisystem) wird in Configuration Manager 2007 nur eingeschränkt unterstützt. Verteilungspunkte können als Ziele eines DFS-Stamms eingesetzt werden, Pakete müssen jedoch für den freigegebenen Ordner auf dem Verteilungspunkt und nicht für den DFS-Linknamen bereitgestellt werden. Clients können Programme verwenden, die auf <DFS-Stamm>\<DFS-Link>\<EXE-Datei> verweisen.

Allgemeine Fragen zur Softwareverteilung

Im folgenden Abschnitt werden häufige Fragen zur Softwareverteilung in Configuration Manager 2007 aufgelistet.

Ist in Configuration Manager eine Anwendung zum Erstellen von Paketen enthalten?

Nein. Sie können mit Configuration Manager 2007 alle erstellten Pakete verteilen, es ist jedoch nicht möglich, Pakete zu erstellen. Die Installationsweise bei Anwendungen ist oft äußerst unterschiedlich.

Besonders einfache Anwendungen werden teilweise mit einer Batchdatei oder einem Skript installiert.

Wenn die Anwendung mit Windows Installer installiert wird, sind im Paket normalerweise alle Setupdateien enthalten und das Programm wird für das Ausführen der MSI-Datei erstellt. In manchen Fällen ist für die Anwendung jedoch zuerst eine Administratorinstallation erforderlich, damit die Quelldateien dekomprimiert werden. Möglicherweise ist es auch ratsam, Windows Installer-Transformationen zu erstellen, um die Installationsweise der Anwendung zu ändern.

Wenn die Anwendung nicht Windows Installer verwendet, können Sie möglicherweise die in der Anwendung enthaltene Setupdatei nutzen. Allgemein gilt, dass die Installation, wenn Sie die Installationsdateien auf eine Netzwerkfreigabe kopieren und die Setupdatei auf einem Clientcomputer ausführen können, meist auch mit Configuration Manager 2007 ausgeführt werden kann. Manche Anwendungen weisen jedoch bestimmte Anforderungen auf. Einige Anwendungen können z. B. nur von Laufwerkbuchstaben, andere hingegen nur von einem UNC-Pfad ausgeführt werden. Daher müssen möglicherweise die Programmeigenschaften von Configuration Manager 2007 geändert werden. In manchen Fällen ist für die Setupdatei auch eine Benutzereingabe erforderlich, selbst wenn Sie die Installation ohne Benutzereingriff ausführen möchten.

Es sind mehrere kommerzielle Anwendungen verfügbar, die Sie beim Erstellen von neuen Anwendungspaketen unterstützen. Diese ermöglichen auch das Umwandeln von verschiedenen Setupformaten in Windows Installer-Pakete. Von Macrovision ist eine AdminStudio Enterprise Edition-Version mit eingeschränkten Funktionen verfügbar, die als AdminStudio Configuration Manager Edition bezeichnet wird. Weitere Informationen finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=103420 (möglicherweise in englischer Sprache).

Wie kann ich mit Configuration Manager Software deinstallieren?

Configuration Manager 2007 enthält keine bestimmte Funktion, um eine Anwendung zu deinstallieren. Sie können mit Configuration Manager 2007 jedoch jedes konfigurierte Programm ausführen, einschließlich Skripts oder EXE-Dateien, und so die Anwendung deinstallieren. Weitere Informationen zu Optionen bei der Deinstallation finden Sie in der Dokumentation der Anwendung. Beispiel: Wenn Sie ein Configuration Manager 2007-Paket mit einem Configuration Manager 2007-Programm erstellen, um eine Windows Installer-Datei für die Anwendungsinstallation auszuführen, können Sie im selben Paket mit der /x-Option möglicherweise ein zusätzliches Configuration Manager 2007-Programm erstellen, mit dem die Anwendung deinstalliert werden kann.

Mit Configuration Manager 2007 ist es theoretisch auch möglich, eine Anwendung zu deinstallieren, die nicht mit Configuration Manager 2007 verteilt wurde. Hierzu müssen Sie ein Skript oder eine EXE-Datei erstellen, um die Anwendung vollständig zu entfernen.

Kann die Softwareverteilung beschleunigt werden?

Bei der Softwareverteilung muss immer beachtet werden, wie schnell sie ausgeführt werden soll und wie viel Bandbreite dabei belegt wird. Damit z. B. ein Client eine Ankündigung ausführen kann, müssen Sie das Paket, das Programm und die Ankündigung erstellen. Der Client ist so konfiguriert, dass er neue Ankündigungen in bestimmten Abständen abruft. Wenn Sie dieses Intervall verkürzen, führen die Clients den Abruf häufiger aus, es wird dabei jedoch auch mehr Bandbreite benötigt. Enthält das Paket außerdem Quelldateien, kann der Client das Paket erst dann ausführen, wenn sich das Paket auf dem Verteilungspunkt befindet. Wenn sich der Client auf einem untergeordneten Standort befindet, wird die Übertragung des Pakets vom Sender möglicherweise auf den Zeitraum außerhalb der Spitzenzeiten beschränkt. Dies verzögert erneut den Zeitpunkt, an dem der Client das Paket installieren kann.

Wenn Sie über die Zeit verfügen, um eine große Bereitstellung zu planen, können Sie das Paket und die Ankündigung vorher bereitstellen und die Ankündigung für einen späteren Verfügbarkeitszeitpunkt konfigurieren. Die Ankündigung wird somit an die Clients gesendet, aber erst zum angegebenen Zeitpunkt angezeigt. Auf diese Weise wird ausreichend Zeit eingeplant, in der die Pakete auf alle Verteilungspunkte kopiert werden und die Clients die Richtlinie mit der Ankündigung abrufen.

Werden bei einer Paketerneuerung die Änderungen in Quelldateien auf den Verteilungspunkt kopiert, wenn „Dateien immer aus dem Quellverzeichnis abrufen“ ausgewählt ist?

Die Paketerneuerung wird im Allgemeinen für eine einzelne Kombination aus Verteilungspunkt und Paket ausgeführt.

  • Auf dem Quellstandortserver werden Paketquelldateien direkt auf die Verteilungspunkte für diesen Standort kopiert, dies beinhaltet auch die Änderungen der Quelle.

  • Auf einem untergeordneten Standortserver wird das lokal vorhandene komprimierte Paket auf den Verteilungspunkt für diesen Standort kopiert. Daher sind geänderte Quelldateien hier nicht enthalten.

  • Wenn die komprimierte Paketdatei auf einem untergeordneten Standortserver nicht vorhanden ist, sendet der Quellstandortserver die vorhandene komprimierte Datei an den untergeordneten Standort. Es sind keine geänderten Quelldateien enthalten.

    Hinweis

    Wenn Sie alle oder einige Verteilungspunkte in der Standorthierarchie erneuern, werden die geänderten Dateien nur an die Verteilungspunkte von Quellstandorten gesendet. Der Quellstandortserver leitet das neue komprimierte Paket nicht an die untergeordneten Standorte weiter. In diesem Fall erhalten die Verteilungspunkte der untergeordneten Standorte keine geänderten Quelldateien.

Wenn Sie die Änderungen von Quelldateien auf alle Verteilungspunkte kopieren möchten, sollten Sie eine Paketaktualisierung statt der Paketerneuerung ausführen.

Wenn mehrere Ankündigungen vorhanden sind, in welcher Reihenfolge werden diese dann ausgeführt?

Wenn zum selben Zeitpunkt mehrere Ankündigungen verfügbar sind, besteht keine festgelegte Reihenfolge, in der diese ausgeführt werden. Sie können Programmabhängigkeiten erstellen, wenn Sie ein anderes Programm zuerst ausführen müssen. Weitere Informationen finden Sie unter Eigenschaften von <Programmname>: Registerkarte „Erweitert“. Sie können außerdem eine Tasksequenz erstellen, um Tasks in einer bestimmen Reihenfolge auszuführen. Weitere Informationen finden Sie unter Informationen zu Tasksequenzen.

Wichtig

Wenn ein Programm in einer Tasksequenz ausgeführt wird, werden abhängige Programme nicht installiert. Die Aktion Software installieren überprüft, ob das abhängige Programm bereits installiert wurde. Ist dies der Fall, wird die Installation des Hauptprogramms gestartet. Wenn das abhängige Programm jedoch noch nicht installiert ist, kann die Installation des Hauptprogramms nicht ausgeführt werden. Sie müssen abhängige Programme explizit als Teil der Tasksequenz erstellen.

Siehe auch

Andere Ressourcen

Problembehandlung bei der Softwareverteilung

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com