Problembehandlung allgemeiner Probleme bei der Betriebssystembereitstellung

Letzte Aktualisierung: April 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Dieser Abschnitt stellt Informationen zur Behandlung allgemeiner Probleme bei Betriebssystembereitstellungen in Configuration Manager 2007 bereit. Der Inhalt wurde seit der Veröffentlichung dieser Version möglicherweise aktualisiert. Die aktuelle Version finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=93781.

Sie können Windows XP oder Windows Server 2003 nicht erfolgreich installieren, wenn Sie Windows Vista oder Windows PE 2.0 zum Erstellen von Partitionen auf einer Festplatte verwenden.

Verwenden Sie Windows Vista oder die Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows Preinstallation Environment, Windows PE) 2.0 zum Erstellen von Partitionen auf einer Festplatte. Wenn Sie anschließend versuchen, Microsoft Windows Server 2003 oder Windows XP zu installieren, tritt ein Fehler auf.

Lösung

Der Fehler tritt auf, weil Festplattenpartitionen in Windows Vista und Windows PE 2.0 anders als in Windows XP und Windows Server 2003 erstellt werden. Dieses Problem gilt nur für Computer, auf denen eine bestimmte BIOS-Firmware ausgeführt wird. Weitere Informationen zur erforderlichen Problemumgehung finden Sie unter den folgenden Links:

Windows XP – http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=94633

Windows Server 2003 – http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=94635

Softwareverteilungsankündigungen werden nicht auf Computern ausgeführt

Beim Ausführen von Softwareverteilungsankündigungen auf Configuration Manager 2007-Clients, auf denen die folgenden Betriebssysteme ausgeführt werden, tritt ein Fehler auf:

  • Windows 2000

  • Windows XP

  • Windows 2000 Server

  • Windows 2003 Server

Wenn ein Abbild eines dieser Betriebssysteme bereitgestellt wird, erfolgen Configuration Manager 2007-Softwareverteilungsankündigungen möglicherweise aufgrund von Änderungen an der Sommerzeit in vielen Ländern mit einer Stunde Verspätung.

Lösung

Sie können ein Update auf Ihrem Computer installieren, durch das die Computeruhr aufgrund von Änderungen an der Sommerzeit automatisch auf das richtige Datum in 2007 eingestellt wird. Weitere Informationen zum Installieren des erforderlichen Updates finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=94809.

Beim Bereitstellen von Betriebssystemen an Computer, die nicht über eine NTFS-Startpartition verfügen, tritt ein Fehler auf

Wenn Sie ein Betriebssystemabbild ohne NTFS-Startpartition bereitstellen, tritt bei der Bereitstellung ein Fehler auf.

Lösung

Sie müssen die Festplatte auf das NTFS-Format konvertieren, um ein Startabbild bereitzustellen. Sie können den Tasksequenzschritt Befehlszeile ausführen verwenden, um die Festplattenkonvertierung vorzunehmen. Geben Sie den folgenden Befehl in der Befehlszeile des Tasksequenzschritts Befehlszeile ausführen ein:

%windir%\system32\convert.exe c: /fs:ntfs /x

Bei diesem Befehl wird davon ausgegangen, dass sich die Startpartition auf der Festplatte C befindet.

Diese Aktion führt zu den folgenden potenziellen Ergebnissen:

  • 0: Zeigt an, dass die Festplatte erfolgreich nach NTFS konvertiert wurde.

  • 4: Zeigt an, dass die Festplatte bereits als NTFS konvertiert war und keine Aktion vorgenommen wurde.

Clients verlieren Verlaufsdaten, oder in der Sammlung „Alle Systeme“ gibt es nicht verwaltete oder fehlende Daten

Configuration Manager 2007 gewährleistet, dass alle Configuration Manager 2007-Clients eindeutig identifiziert werden können. Bei Identifizierung einer doppelten Hardware-ID wird von Configuration Manager 2007 automatisch ein neuer Clientdatensatz für den doppelten Datensatz erstellt. Mithilfe dieser Einstellung können Sie Clients, die möglicherweise doppelte Hardware-IDs aufweisen, einfach aktualisieren oder bereitstellen, ohne dass ein manuelles Eingreifen erforderlich ist. Mit dieser Einstellung wird jedoch ein neuer Datensatz für einen Computer generiert, für den ein neues Abbild erstellt oder der mithilfe der Sicherungsdatei wiederhergestellt wurde. Infolgedessen sind frühere Informationen zu diesem Client für Berichterstellungszwecke nicht mehr verfügbar.

Als alternative Konfiguration könnte der Administrator alle in Konflikt stehenden Datensätze bei ihrer Erkennung manuell abstimmen. Durch diese Einstellung werden betroffene Clients nicht länger verwaltet und in Sammlungen angezeigt. Sie werden aber weiterhin im Knoten In Konflikt stehende Datensätze angezeigt. Diese Clients bleiben so lange nicht verwaltet, bis der Administrator den Konflikt löst.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Verwalten der Clientidentität“ unter Neuigkeiten bei der Clientbereitstellung in Configuration Manager.

Lösung

Wenn ein neuer Datensatz erstellt wird, können vorherige Daten für den Client nicht mehr abgerufen werden, aber Configuration Manager kann so konfiguriert werden, dass in Zukunft nicht automatisch neue Datensätze erstellt werden.

Wenn Clients nicht verwaltet werden und in Sammlungen fehlen, überprüfen Sie den Knoten In Konflikt stehende Datensätze, damit Sie die Datensätze durch Zusammenführen manuell abstimmen können, entweder durch Erstellen eines neuen Datensatzes oder durch Blockieren des neuen Datensatzes.

Weitere Informationen zum Konfigurieren der standortweiten Einstellung und zum manuellen Beheben von Datensatzkonflikten finden Sie unter Verwalten von in Konflikt stehenden Datensätzen für Configuration Manager-Clients.

Beim Bereitstellen oder Aktualisieren eines Pakets unter Verwendung der binären Deltareplikation wird „SMSPXE.log“ voll

Wenn Sie ein Paket unter Verwendung der binären Deltareplikation bereitstellen, füllt sich „SMSPXE.log“ möglicherweise in weniger als einer Minute.

Lösung

Wenn „SMSPXE.log“ voll ist, wird eine neue Protokolldatei erstellt, an deren Titel das Datum und die Uhrzeit angefügt werden. Die neue Protokolldatei wird im folgenden Verzeichnis erstellt:

Configuration Manager 2007 Standortserver: %windir%\sms\logs

Anderer Computer: %windir%\system32\ccm\logs

Beim Bereitstellen des Windows Vista-Betriebssystems wird eine allgemeine Fehlermeldung angezeigt

Wenn Sie eine Betriebssysteminstallation für Windows Vista per Skript durchführen, erhalten Sie eine allgemeine Fehlermeldung.

Lösung

Der Fehler tritt möglicherweise auf, wenn Sie bei der Betriebssystembereitstellung eine ungültige PID angeben. Alle Setupprotokolle werden auch in das Tasksequenz-Protokollverzeichnis kopiert, sodass Sie zusätzliche Informationen erhalten können.

Weitere Informationen zu den Protokollen für die Betriebssystembereitstellung finden Sie unter Protokolldateien für die Betriebssystembereitstellung.

Die Tasksequenz für die Betriebssystembereitstellung konnte keine Zertifikate aus dem Zertifikatspeicher exportieren

Sie importieren manuell eine oder mehrere nicht exportierbare Zertifikate in den Configuration Manager 2007-Zertifikatspeicher, und beim Ausführen der Tasksequenz tritt ein Fehler auf, da die Zertifikate nicht aus dem Configuration Manager 2007-Zertifikatspeicher exportiert werden konnten.

Lösung

Nehmen Sie keinen manuellen Import von Zertifikaten in den Configuration Manager 2007-Zertifikatspeicher vor.

Bei vor der Änderung der Sommerzeit erfassten Betriebssystemabbildern tritt möglicherweise ein Fehler auf

Ab 2007 wurde die Sommerzeit in den USA verlängert. Die Sommerzeit fing am 11. März 2007 an, drei Wochen eher als vorher, und endete am 4. November 2007, eine Woche später als vorher. Die neue Sommerzeitperiode ist also insgesamt vier Wochen länger als in den Jahren davor. Bei vor der Änderung der Sommerzeit erfassten Betriebssystemabbildern tritt möglicherweise ein Fehler auf, wenn nach Installation des neuen Betriebssystems Software installiert wird.

Lösung

Um zu gewährleisten, dass die Tasksequenz fehlerfrei ausgeführt wird, muss auf dem Betriebssystem das Sommerzeitupdate installiert werden bzw. das Aktivierungs- und Ablaufdatum der Tasksequenz sollte außerhalb der neuen Sommerzeitdaten liegen. Weitere Informationen zur geänderten Sommerzeit finden Sie unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=108434.

Im Assistenten zum Erstellen einer neuen Computerzuordnung werden keine neuen Benutzer hinzugefügt

In Configuration Manager 2007 SP1 und R2 tritt beim Hinzufügen von neuen Benutzern mit dem Assistenten zum Erstellen einer neuen Computerzuordnung ein Fehler auf. Der Assistent gibt an, dass die Tasks erfolgreich ausgeführt wurden, die neuen Benutzer wurden jedoch nicht hinzugefügt.

Lösung

Wenn Sie Benutzer zu einer neuen Computerzuordnung hinzufügen möchten, beenden Sie den Assistenten zum Erstellen einer neuen Computerzuordnung zuerst, ohne Benutzer hinzuzufügen. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die neue Zuordnung, wählen Sie Benutzerkonten angeben aus, und fügen Sie die neuen Benutzerkonten hinzu. Die Benutzer werden hinzugefügt.

Das Bearbeiten von Tasksequenzen mit einer neueren Version der Administratorkonsole wird nicht unterstützt

Das Bearbeiten von Configuration Manager 2007-Tasksequenzen mit einer Configuration Manager 2007 SP1- oder Configuration Manager 2007 R2-Konsole wird nicht unterstützt. Beim Versuch, Tasksequenzen zu bearbeiten, die mit einer früheren Configuration Manager 2007-Version erstellt wurden, wird ein Fehler angezeigt.

Lösung

Verwenden Sie Configuration Manager 2007 SP1 oder neuere Versionen nicht zum Bearbeiten von Tasksequenzen, die mit früheren Versionen von Configuration Manager 2007 erstellt wurden.

Sicherheitsbezogene Registrierungsschlüssel für den einheitlichen Modus bleiben in erfassten Betriebssystemabbildern erhalten

Die Registrierungsinformationen für Clients im einheitlichen Modus werden bei der Betriebssystembereitstellung zusammen mit dem Betriebssystemabbild erfasst. Dazu gehören neben den Informationen zur Stammzertifizierungsstelle, welche zur Ausstellung des Standortserver-Signaturzertifikats verwendet wurde, weitere Einstellungen für den einheitlichen Modus. Wird das erfasste Betriebssystemabbild in Verbindung mit einer anderen Stammzertifizierungsstelle verwendet, wird die vom Standortserver heruntergeladene Richtlinie von den Clients zurückgewiesen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Erneuern oder Ändern des Standortserver-Signaturzertifikats. Weitere Einstellungen für den einheitlichen Modus können mithilfe der Active Directory-Domänendienste aktualisiert werden, nachdem der Client installiert und dem Standort zugewiesen wurde.

Lösung

Zum Erfassen eines Betriebssystemabbilds im Rahmen der Betriebssystembereitstellung von einem Client im einheitlichen Modus müssen Sie zunächst den sicherheitsbezogenen Registrierungsschlüssel entfernen.

So entfernen Sie den sicherheitsbezogenen Registrierungsschlüssel für Betriebssystemabbilder im einheitlichen Modus

  1. Erstellen Sie ein Paket mit zwei Registrierungsdateien: eine zum Löschen des Registrierungsschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\CCM\Security für 32-Bit-Computer und eine zum Löschen des Registrierungsschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\CCM\Security für 64-Bit-Computer. Als Namen für die Registrierungsdateien können Sie beispielsweise entf_Sicherheitsschlüssel_x86.reg bzw. entf_Sicherheitsschlüssel_x64.reg verwenden.

  2. Fügen Sie in der Tasksequenz zum Erfassen nach dem Task ConfigMgr-Client für Erfassung vorbereiten zweimal den Task Befehlszeile ausführen hinzu. Mit jedem der beiden Tasks Befehlszeile ausführen wird Regedit.exe aufgerufen, um eine der beiden Registrierungsdateien, mit denen der jeweilige sicherheitsbezogene Registrierungsschlüssel gelöscht wird, zusammenzuführen. Fügen Sie für jede Aktion eine Bedingungsoption hinzu, damit diese nur ausgeführt wird, wenn der entsprechende sicherheitsbezogene Registrierungsschlüssel vorhanden ist. Die folgenden Beispiele zeigen die Befehlszeile für x86- und x64-Umgebungen:

    x86: REG DELETE HKLM\SOFTWARE\Microsoft\CCM\Security /f

    64: REG DELETE HKLM\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\CCM\Security /f

Bei der Migration von Windows XP zu Windows 7 mit USMT werden möglicherweise nicht alle Einstellungen migriert

Wenn Sie User State Migration Tool (USMT) 4.0 zum Upgrade von Windows XP auf Windows 7 oder zur Neuinstallation verwenden, werden zwar der Systemzustand und der Benutzerzustand migriert, Einstellungen wie Hintergrundbild und Zuordnungen von Netzwerkdruckern jedoch nicht. Wenn Scanstate.exe von einem anderen Ordner als dem USMT-Ordner für die x86-Architektur (dem Standardordner für die Tasksequenz) ausgeführt wird, wird der Ordner DLManifests nicht gefunden und Systemelemente wie Hintergrundbild und Ordnereinstellungen können nicht übernommen werden. Diese Einstellungen werden somit nicht migriert. USMT 4.0 muss von einem lokalen Ordner aus ausgeführt werden, der den Ordner DLManifests enthält.

User State Migration Tool (USMT) 4.0 ist im Windows Automated Installation Kit (WAIK) 2.0 integriert und wird für die Configuration Manager 2007-Betriebssystembereitstellung benötigt.

Symptome für dieses Problem:

  1. Nach der Migration des Benutzerzustands werden Hintergrundbild und Ordnereinstellungen nicht übernommen.

  2. Wenn die ausführliche Protokollierung aktiviert wurde, wird in der Datei ScanState.log möglicherweise folgende Zeile angezeigt:

    [date time], Info [0x000000] Downlevel Manifests folder is not present. System component settings will not be gathered.

Lösung

Kopieren Sie den Ordner DlManifests in das Arbeitsverzeichnis (in diesem Fall %Windir%\System32). Verwenden Sie hierzu den Task Befehlszeile ausführen in der Tasksequenz.

So migrieren Sie weitere Benutzereinstellungen wie Hintergrundbild und Netzwerkeinstellungen mithilfe von USMT 4.0

  1. Wechseln Sie in der Configuration Manager 2007-Administratorkonsole zu System Center Configuration Manager > Standortdatenbank > Computerverwaltung > Softwareverteilung > Pakete. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das USMT 4-Paket, und wählen Sie Eigenschaften aus.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Datenquelle, und stellen Sie sicher, dass im Feld Quellverzeichnis das Stammverzeichnis des USMT-Ordners angegeben ist. Hier darf nicht nur einer der beiden Ordner x86 oder AMD64 angegeben werden. Für die x86- bzw. AMD64-Bereitstellung ist nur ein Paket erforderlich. Wenn im Feld Quellverzeichnis entweder der Ordner x86 oder der Ordner AMD64 angegeben ist, korrigieren Sie dies, indem Sie für das Quellverzeichnis einen Ordner eine Ebene höher im Stammverzeichnis des USMT-Ordners angeben. Wenn Sie am Paket Änderungen vorgenommen haben, müssen Sie für die Verteilungspunkte, von denen das UMST 4-Paket gemeinsam genutzt wird, ein Update ausführen (nicht aktualisieren).

  3. Wechseln Sie in der Configuration Manager 2007-Administratorkonsole zu System Center Configuration Manager > Standortdatenbank > Computerverwaltung > Betriebssystembereitstellung > Tasksequenzen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die betreffende Tasksequenz, und klicken Sie dann auf Bearbeiten.

  4. Fügen Sie direkt vor der Tasksequenz Benutzerzustand erfassen den Tasksequenzschritt Befehlszeile ausführen hinzu.

  5. Nehmen Sie für den neu hinzugefügten Task Befehlszeile ausführen folgende Einstellungen vor:

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Paket, klicken Sie auf Durchsuchen, und wählen Sie dann das USMT 4-Paket aus.

    2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen 64-Bit-Dateisystemumleitung deaktivieren.

    3. Geben Sie im Feld Name: Folgendes ein:

      Ordner DlManifests in Arbeitsverzeichnis kopieren
      
    4. Geben Sie im Feld Befehlszeile: Folgendes ein:

      xcopy /e .\%PROZESSORARCHITEKTUR%\DlManifests\*.* %windir%\system32\D1Manifests\*.*
      
  6. Klicken Sie auf Übernehmen, um die Tasksequenz zu speichern.

Siehe auch

Konzepte

Problembehandlung bei der Betriebssystembereitstellung

Andere Ressourcen

Probleme bei der Betriebssystembereitstellung

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com