Informationen zur Verwendung des Configuration Manager 2007-Clients mit Schreibfiltern

Letzte Aktualisierung: März 2010

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Wenn die Schreibfilter in Windows Embedded nicht aktiviert sind, wird der Configuration Manager 2007-Client ordnungsgemäß ausgeführt. Sind die Schreibfilter jedoch aktiviert, weicht die Funktionsweise des Clients abhängig von den verwendeten Schreibfiltern von der Norm ab.

Vom Configuration Manager 2007-Client werden viele Windows-Komponenten auf dem Computer oder dem Gerät verwendet, auf dem er installiert ist. Dazu zählen z. B. Windows-Verwaltungsinstrumentation (Windows Management Instrumentation, WMI), der intelligente Hintergrundübertragungsdienst (Background Intelligent Transfer Service, BITS) und Windows Server Update Services (WSUS). Sowohl vom Configuration Manager 2007-Client als auch von diesen Windows-Komponenten werden Installations- und Statusinformationen in der Registrierung und auf dem primären Speichergerät des Computers oder des Geräts gespeichert.

Darüber hinaus können andere Ordner, Dateien und Registrierungsschlüssel bei der Installation von Software oder Softwareupdates auf einem Configuration Manager 2007-Client geändert werden.

Schreibfilter in Windows Embedded sind so aufgebaut, dass sie diese Registrierungs- und Dateiänderungen in einer Überlagerung speichern und diese Überlagerung beim Neustart des Geräts verwerfen. Abhängig vom verwendeten Schreibfilter ändern sich die Auswirkungen von Schreibfiltern gemäß dem vom Client verwendeten Configuration Manager 2007-Client und den vom Client verwendeten Windows-Komponenten.

Verwenden des Configuration Manager-Clients mit Enhanced Write Filter (EWF)

Vom Configuration Manager 2007-Client werden im Rahmen der normalen Arbeitsweise regelmäßig Einträge in die Registrierung und auf das Speicherlaufwerk geschrieben. Dazu zählen Informationen zur Hardware- und Softwareinventur, zum Download und zur Bewertung von Richtlinien, zur Softwareverteilung und zur Softwareupdateverwaltung. Da der erweiterte Schreibfilter (Enhanced Write Filter, EWF) auf geschützten Datenträgern auf Sektorenebene verwendet wird, kann vom Configuration Manager 2007-Client nicht sichergestellt werden, dass nur genehmigte Änderungen an das Windows Embedded-System übertragen werden. Aus diesem Grund wird die Konfiguration des Schreifilters von Configuration Manager 2007 nicht automatisch geändert, um die eigenen Schreiboperationen beizubehalten. Als Teil des Verwaltungsprozesses für Ihre Windows Embedded-Clients in Configuration Manager 2007 können Sie eines der unter Informationen zu Schreibfiltern unter Microsoft Windows Embedded aufgeführten Verfahren einsetzen.

In den folgenden Abschnitten werden für Configuration Manager 2007 spezifische Informationen beschrieben, wenn der erweiterte Schreibfilter auf einem Windows Embedded-Gerät verwendet wird.

Softwareverteilung und Softwareupdateverwaltung

Bevor Sie Configuration Manager 2007 zur Verteilung von Software oder Softwareupdates auf Geräten mit Windows Embedded verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass der Schreibfilter deaktiviert ist.

Sie können hierzu ein Skript einsetzen, das durch eine Configuration Manager 2007-Tasksequenz initiiert wird, um den Schreibfilter zu deaktivieren, die erforderlichen Updates zu installieren und den Schreibfilter dann wieder zu aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Schreibfiltern in Windows Embedded unter Verwendung von Configuration Manager 2007.

Laufende Clientoperationen

Im Rahmen der normalen Arbeitsweise wird vom Configuration Manager 2007-Client zum Herunterladen von Richtlinieninformationen eine Verbindung mit dem Configuration Manager 2007-Server hergestellt, werden Dateien für die Softwareinstallation heruntergeladen und im Cache abgelegt, Informationen zur Inventur gesammelt und gesendet und Status- und Zustandsmeldungen gesendet. Darüber hinaus sind für Configuration Manager 2007 externe Prozesse wie WMI und BITS erforderlich, von denen ebenfalls Zustandsinformationen auf dem Speicherlaufwerk gespeichert werden. Da der Schreibfilter als transparenter Schild auf dem System dient, werden diese Systemvorgänge weiterhin normal ausgeführt. Beim nächsten Neustart gehen diese Änderungen jedoch verloren, sofern die Daten nicht an das Laufwerk übertragen werden. Wenn vom Client also ein Neustart ausgeführt und Windows Embedded geladen wird, wird der Configuration Manager 2007-Client so gestartet, als ob keiner der Vorgänge seit der letzten Übertragung der Statusdaten für diese Vorgänge an das Speicherlaufwerk durchgeführt worden wäre.

Dadurch können folgende Probleme auftreten:

  • Vom Windows Embedded-Client werden erneut alle Configuration Manager 2007-Richtlinien heruntergeladen, für die aufgrund des Geräteneustarts ein Rollback durchgeführt wurde.

  • Vom Windows Embedded-Client werden vom Configuration Manager 2007-Verteilungspunkt erneut alle Softwareverteilungs- und Softwareupdateinhalte heruntergeladen, die aufgrund des Geräteneustarts entfernt wurden.

  • Neue Deltasoftware- und Hardwareinventurberichte werden vom Windows Embedded-Client erstellt. Abhängig von der Aktualität der bei dieser Überprüfung gefundenen Daten fordert der Server zusätzlich möglicherweise eine vollständige Überprüfung an, um Client und Server wieder zu synchronisieren.

  • Statusmeldungen zu Aktivitäten, die vor dem Geräteneustart ausgeführt werden, werden vom Windows Embedded-Client erneut an den Configuration Manager 2007-Standortserver gesendet.

Die Leistung des Clients beim anfänglichen Start auf Windows Embedded-Geräten wird abhängig von Ihrer spezifischen Konfiguration möglicherweise vorübergehend negativ beeinflusst. Zudem kann es zu einem Anstieg des Netzwerkverkehrs sowohl zum als auch vom Windows Embedded-Client kommen, bis der Client erneut synchronisiert ist und sich im Betriebsstatus befindet.

Hinweis

Vermeiden Sie unnötigen Netzwerkverkehr, indem Sie Thin Clients nur bei Bedarf neu starten und ansonsten im eingeschalteten Zustand lassen.

Verwenden des Configuration Manager-Clients mit File Based Write Filter (FBWF)

Mit einem dateibasierten Schreibfilter (File Based Write Filter, FBWF) kann das Speicherlaufwerk ebenso wie mit einem erweiterten Schreibfilter (Enhanced Write Filter, EWF) vor Änderungen geschützt werden. Dateibasierte Schreibfilter arbeiten auf Dateiebene für geschützte Datenträger anstatt auf Sektorebene. Standardmäßig wird das gesamte Laufwerk geschützt. Für einige Ordner können jedoch Ausnahmen eingerichtet werden, wodurch Schreibvorgänge auch nach einem Geräteneustart beibehalten werden. Dies wird als direkter Schreibzugriff bezeichnet.

Softwareverteilung und Softwareupdateverwaltung

Obwohl der direkte Schreibzugriff verwendet werden kann, um Schreibvorgänge an bestimmten Speicherorten zuzulassen und somit den Schreibschutz zu umgehen, wird dies für einige Ordner nicht empfohlen. Dazu zählen die Windows-Systemordner und große, übergeordnete Ordner wie der Ordner Programme. Zudem müssen die Ordner, für die Ausnahmen eingerichtet werden sollen, im Voraus festgelegt werden. Zum Aktivieren dieser Ausnahmen ist ein Neustart erforderlich. Daher eignet sich der direkte Schreibzugriff in bestimmten Fällen, bietet sich jedoch als Standardoption zum Installieren von Software und Softwareupdates möglicherweise nicht an. Wie beim erweiterten Schreibfilter wird zum Durchführen von Änderungen mit Configuration Manager 2007 empfohlen, den Schreibfilter zu deaktivieren, die gewünschten Änderungen vorzunehmen und den Schreibfilter anschließend wieder zu aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Schreibfiltern in Windows Embedded unter Verwendung von Configuration Manager 2007.

Laufende Clientoperationen

Der direkte Schreibzugriff kann verwendet werden, um Zustandsdaten von laufenden Vorgängen des Configuration Manager 2007-Clients und anderer vom Client verwendeter Komponenten wie WMI und BITS beizubehalten. Dieses Vorgehen wird jedoch nicht empfohlen, da es keine Möglichkeit gibt, die erforderlichen Ausnahmen auf genau jene Daten zu beschränken, die von Configuration Manager 2007 benötigt werden. Daher treffen auf alle Windows Embedded-Systeme, die durch dateibasierte Schreibfilter geschützt werden, die gleichen Bedingungen zu wie auf Systeme, die durch erweiterte Schreibfilter geschützt werden.

Verwenden des Configuration Manager-Clients mit Registry Filter

Neben den beiden Datenträgerschreibfiltern steht für Windows Embedded ein Registrierungsfilter zur Verfügung, mit dem die Registrierung vor Änderungen geschützt wird und nicht übertragene Änderungen bei jedem Neustart verworfen werden. Vom Registrierungsfilter werden die Befehle enable, disable oder commit nicht verwendet, dennoch können Änderungen mithilfe von Monitoren auch nach Neustarts beibehalten werden. Ein Registrierungsmonitor leitet Änderungen im Wesentlichen an die Registrierung weiter und schreibt sie in eine temporäre Datei. Diese Datei wird nach einem Neustart erneut in die Registrierung importiert. Ähnlich wie bei Ausnahmen für den dateibasierten Schreibfilter müssen Registrierungsausnahmen im Voraus festgelegt und konfiguriert werden, während der aktive Schreibfilter (der erweiterte Schreibfilter oder der dateibasierte Schreibfilter) deaktiviert ist.

Wenden Sie sich an Ihren Hardwarehersteller, um herauszufinden, ob Registrierungsfilterausnahmen für Ihr Gerät unterstützt werden.

Weitere Überlegungen zu Windows Embedded

Einige Hardwarehersteller stellen ein RAM-Laufwerk zum Speichern temporärer Dateien zur Verfügung, sodass Daten nicht auf dem Speicherlaufwerk gespeichert werden. Obwohl dies bei datenträgerbasierten Systemen unwichtig ist, ist es bei flashbasierten Systemen um so wichtiger. Permanenter RAM-Speicher (Non-volatile RAM, NVRAM) ist schnell, ermöglicht jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Schreibvorgängen auf das Medium. Übermäßige Schreibvorgänge auf das Medium verkürzen dessen Lebensdauer und können schließlich zum Ausfall führen. Daher wird Standard-RAM eingesetzt, um Daten temporär und ohne Auswirkungen auf den NVRAM zu speichern.

Eine Herausforderung besteht in diesem Fall darin, dass der RAM-Datenträger möglicherweise so unterteilt ist, dass er keinen ausreichenden Speicherplatz für die temporären Installationsdateien bietet. Für Softwareinstallationen sind oft große Mengen an temporärem Speicherplatz erforderlich, um Dateien zu dekomprimieren und an einem dauerhaften Speicherort zu installieren. Wenn der für die temporäre Speicherung zugewiesene Speicherplatz nicht ausreicht, tritt bei der Installation ein Fehler auf.

Beachten Sie bei der Konfiguration der automatischen Installation von Software den verfügbaren temporären Speicherplatz sowie die Anforderungen des Programms an temporären Speicherplatz. Wenn der zugewiesene Speicherplatz den Anforderungen nicht entspricht, könnten Sie den Pfad zu den Systemvariablen TEMP und TMP vorübergehend einem neuen Speicherort, z. B. dem freigegebenen Netzwerkordner, zuweisen.

Bevor Sie die Systemvariablen TEMP und TMP jedoch in einen freigegebenen Netzwerkordner umleiten, vergewissern Sie sich, dass der Installation ausreichende Zugriffsberechtigungen zugewiesen sind. Ziehen Sie auch etwaige Netzwerklatenzprobleme in Erwägung, die bei der Verbindung zum und vom freigegebenen Netzwerkordner auftreten können.

Siehe auch

Tasks

Verwalten von Schreibfiltern in Windows Embedded unter Verwendung von Configuration Manager 2007

Andere Ressourcen

Aufgaben zum Verwalten von Configuration Manager-Clients auf Geräten mit Windows Embedded

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com