Informationen zu Einschränkungen bei der Asset Intelligence-Berichterstattung

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Letzte Aktualisierung des Themas – März 2008

In Asset Intelligence-Berichten können große Mengen an Informationen zu installierten Softwaretiteln und erworbenen, verwendeten Softwarelizenzen zusammengestellt werden. Diese Berichte sollten jedoch bei der Prüfung der erworbenen Softwarelizenzen nicht als alleinige Quelle herangezogen werden.

Beispielabhängigkeiten

Die Genauigkeit der in Asset Intelligence-Berichten angezeigten Anzahl installierter Softwaretitel und Lizenzinformationen kann aufgrund komplizierter Abhängigkeiten bei der Inventur von Softwarelizenzinformationen für in Unternehmen verwendete Softwaretitel von der tatsächlich aktuell verwendeten Anzahl abweichen.

Im Folgenden finden Sie Beispielabhängigkeiten, die bei der Inventur der Verwendung installierter Software und Lizenzen in Unternehmen unter Verwendung von Asset Intelligence auftreten und die Genauigkeit von Asset Intelligence-Berichten beeinflussen könnten.

  • Abhängigkeiten bezüglich der Clienthardwareinventur
    Asset Intelligence-Berichte zu installierter Software basieren auf Daten, die von SMS- oder Configuration Manager-Clients durch die Erweiterung der Hardwareinventur zum Aktivieren der Asset Intelligence-Berichterstattung gesammelt wurden. Aufgrund dieser Abhängigkeit von der Hardwareinventurberichterstattung werden in Asset Intelligence-Berichten nur Daten von SMS- oder Configuration Manager-Clients wiedergegeben, die Hardwareinventurprozesse erfolgreich mit den erforderlichen aktivierten Asset Intelligence-WMI-Berichterstattungsklassen abschließen. Darüber hinaus kann es bei der Datenberichterstattung zu einer Verzögerung mit Einfluss auf die Genauigkeit von Asset Intelligence-Berichten kommen, da SMS- oder Configuration Manager-Clients Hardwareinventurprozesse gemäß einem vom Administrator definierten Zeitplan ausführen. Ein inventarisierter Softwaretitel kann beispielsweise nach einem vom Client erfolgreich abgeschlossenen Hardwareinventurzyklus deinstalliert werden, jedoch wird der Softwaretitel in Asset Intelligence-Berichten bis zum nächsten geplanten Hardwareinventurzyklus weiterhin als installiert angezeigt.
  • Abhängigkeiten bezüglich der Softwarepakete
    Da Asset Intelligence-Berichte auf Daten zu installierten Softwaretiteln basieren, die mit standardmäßigen Hardwareinventurprozessen des SMS- oder Configuration Manager-Clients gesammelt werden, kann es vorkommen, dass einige Daten zu Softwaretiteln nicht ordnungsgemäß zusammengetragen werden. Beispielsweise werden aufgrund von Softwareinstallationen, die nicht den standardmäßigen Installationsvorgängen entsprechen oder vor der Installation geändert wurden, möglicherweise ungenaue Asset Intelligence-Berichtsergebnisse ausgegeben.
  • Abhängigkeiten bezüglich der Serverrolle
    Bei der Verwendung von Clientzugriffslizenz-Berichten muss beachtet werden, dass diese Berichte die Verwendung bestimmter Produkte in bestimmten Szenarien offen legen sollen, z. B. ein Server, der unter Windows Server ausgeführt wird und eine einzige Serverrolle unterstützt. Die Verwendung von lizenzierten Softwaretiteln in anderen Szenarien kann zu ungenauen Ergebnissen führen, z. B. bei einem Server, der unter Windows Server ausgeführt wird und mehrere Rollen unterstützt (beispielsweise als Exchange-E-Mail-Server oder als SQL Server-Datenbankserver). Beachten Sie bei der Erwägung, Asset Intelligence zur Berichterstattung für die Lizenzverwendung und zum Aufzeichnen von Informationen zu verwenden, dass die Anwendung nur darauf abzielt, einen Einblick in die Lizenzverwendung zu gewähren. Wenn Sie gemäß Ihrem Lizenzvertrag beispielsweise bestimmte Software in Labor- oder Schulumgebungen kostenfrei verwenden können, erkennt Asset Intelligence lediglich installierte Software, die verwendet wird, und erstellt einen dementsprechenden Bericht. In einem solchen Fall müssen Sie möglicherweise Überzahlungen leisten, wenn Sie sich ausschließlich auf Asset Intelligence verlassen.
  • Standort und Verwendung
    Beachten Sie bei der Erwägung, Asset Intelligence zur Berichterstattung für die Lizenzverwendung und zum Aufzeichnen von Informationen zu verwenden, dass die Anwendung nur darauf abzielt, einen Einblick in die Lizenzverwendung zu gewähren. Wenn Sie gemäß Ihrem Lizenzvertrag beispielsweise bestimmte Software in Labor- oder Schulumgebungen kostenfrei verwenden können, erkennt Asset Intelligence lediglich installierte Software, die verwendet wird, und erstellt einen dementsprechenden Bericht. In einem solchen Fall müssen Sie möglicherweise Überzahlungen leisten, wenn Sie sich ausschließlich auf Asset Intelligence verlassen.

Rechtliche Einschränkungen

Die in Asset Intelligence-Berichten angezeigten Informationen unterliegen vielen Einschränkungen und dürfen nicht als rechtlicher, buchhaltungstechnischer oder professioneller Rat angesehen werden. Die mithilfe von Asset Intelligence-Berichten bereitgestellten Informationen dienen lediglich Informationszwecken und sollten bei der Prüfung der Softwarelizenzverwendung nicht als alleinige Quelle herangezogen werden.

Im Folgenden finden Sie Beispieleinschränkungen, die bei der Inventur der Verwendung installierter Software und Lizenzen in Unternehmen unter Verwendung von Asset Intelligence auftreten und die Genauigkeit von Asset Intelligence-Berichten beeinflussen könnten.

  • Einschränkungen bezüglich der Anzahl der verwendeten Microsoft-Lizenzen

    • Die Anzahl der verwendeten Microsoft-Softwarelizenzen basiert auf von Administratoren zur Verfügung gestellten Informationen und sollte aufmerksam geprüft werden, um sicherzustellen, dass die richtige Anzahl an Softwarelizenzen bereitgestellt wird.

    • Die gemeldete Anzahl der Microsoft-Softwarelizenzen umfasst nur Informationen zu Microsoft-Softwarelizenzen, die durch Volumenlizenzierungsprogramme erworben wurden. Informationen zu im Einzelhandel, durch OEMs (Original Equipment Manufacturers) oder über andere Vertriebskanäle für Softwarelizenzen erworbene Lizenzen sind nicht enthalten.

    • In den letzten 45 Tagen erworbene Softwarelizenzen sind in der gemeldeten Anzahl der Microsoft-Softwarelizenzen möglicherweise aufgrund der Anforderungen und Zeitpläne für die Berichterstattung durch Softwarehändler nicht inbegriffen.

    • Übertragungen von Softwarelizenzen nach Unternehmenszusammenschlüssen oder -akquisitionen sind in der Anzahl der Microsoft-Softwarelizenzen ggf. nicht enthalten.

    • Sonderbedingungen in Microsoft-Volumenlizenzierungsvereinbarungen haben eventuell Einfluss auf die Anzahl gemeldeter Softwarelizenzen und können daher einer zusätzlichen Prüfung durch einen Microsoft-Berater unterliegen.

  • Einschränkungen bezüglich der Anzahl der installierten Softwaretitel
    Für eine genaue Angabe der Anzahl installierter Softwaretitel in Asset Intelligence-Berichten wird vorausgesetzt, dass voll funktionsfähige SMS- oder Configuration Manager-Clients die Berichtszyklen für die Hardwareinventur sowie die Installation auf den entsprechenden Computern erfolgreich abschließen. Darüber hinaus kann es zwischen Installation und Deinstallation eines lizenzierten Softwaretitels nach einem erfolgreich durchgeführten Berichtszyklus für die Hardwareinventur zu einer Verzögerung kommen, sodass die Änderungen nicht in Asset Intelligence-Berichten enthalten sind, die ausgeführt werden, bevor der Client seinen nächsten geplanten Hardwareinventurbericht erstellt.
  • Einschränkungen bezüglich der Lizenzabgleiche
    Der Abgleich der Anzahl installierter Softwaretitel mit der Anzahl erworbener Softwaretitel wird erstellt durch einen Vergleich der vom Administrator angegebenen Anzahl an Lizenzen und der Anzahl installierter Softwaretitel, die durch Hardwareinventuren der SMS- oder Configuration Manager-Clients auf Grundlage des vom Administrator festgelegten Zeitplans gesammelt wurde. Dieser Vergleich stellt keine endgültige Entscheidung zur Lizenzposition von Microsoft dar. Die tatsächliche Lizenzposition ist von der bestimmten Softwaretitellizenz sowie den durch die Lizenzbedingungen gewährten Verwendungsrechten abhängig.

Siehe auch

Konzepte

Übersicht über Asset Intelligence

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com