Konfigurieren der Clientüberwachung in Operations Manager 2007

Letzte Aktualisierung: Mai 2009

Betrifft: Operations Manager 2007 R2, Operations Manager 2007 SP1

Mit den folgenden Verfahren konfigurieren Sie einen Verwaltungsserver für die Serverkomponente des Clientüberwachungsfeatures von Microsoft System Center Operations Manager 2007.

Wichtig

Sollten Sie planen, den Verwaltungsserver so zu konfigurieren, dass Fehlerberichte an Microsoft weitergeleitet werden und Sie Links zu verfügbaren Lösungen für diese Fehler erhalten oder an dem Programm zur Verbesserung der Bedienfreundlichkeit (CEIP) teilnehmen möchten, müssen Sie bei Zugriff auf das Internet über einen Proxyserver zunächst die Proxyeinstellungen des Verwaltungsservers konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Konfigurieren von Internetproxyeinstellungen für einen Verwaltungsserver.

Der Assistent für die Konfiguration der Clientüberwachung in Operations Manager 2007 wird zum Konfigurieren der Serverkomponente der Clientüberwachung auf einem Operations Manager 2007-Verwaltungsserver verwendet. Zum Konfigurieren der Serverkomponente der Clientüberwachung auf mehreren Verwaltungsservern müssen Sie den Assistenten für jeden Verwaltungsserver einmal ausführen. Die Konfiguration mehrerer Verwaltungsserver für die Clientüberwachung empfiehlt sich, wenn die Verbindung zwischen spezifischen Clients und den Verwaltungsservern kostengünstiger ist.

Wichtig

Der Verwaltungsserver und die Clients für die Fehlerberichterstattung müssen sich in derselben Domäne oder aber in voll vertrauenswürdigen Domänen befinden.

So öffnen Sie den Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung

  1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations Manager-Administratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.

  2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche Verwaltung.

  3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.

  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Verwaltungsserverbereich auf den Verwaltungsserver, für den die Clientüberwachung aktiviert werden soll, und klicken Sie danach auf Clientüberwachung konfigurieren. Dadurch wird der Assistent für die Konfiguration der Clientüberwachung gestartet. Mit demselben Verfahren können Sie auf dem Verwaltungsserver die Clientüberwachung deaktivieren. Sie müssen außerdem die Clientüberwachung auf den Clients deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie weiter unten unter "Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung".

    Hinweis

    Die Option Clientüberwachung konfigurieren ist nicht verfügbar, wenn es sich bei dem ausgewählten Computer um einen Gatewayserver handelt.

So konfigurieren Sie die Clientüberwachung mit dem Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung

  1. Klicken Sie auf der Seite Einführung des Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung auf Weiter. Die Seite Einführung wird übersprungen, wenn der Assistent zuvor bereits ausgeführt wurde und Diese Seite nicht mehr anzeigen ausgewählt wurde.

  2. Führen Sie auf der Seite Programm zur Verbesserung der Bedienfreundlichkeit eine der folgenden Aktionen aus:

    • Behalten Sie die Standardoption Nein bei, wenn Sie nicht wünschen, dass Ihr Unternehmen an dem Programm teilnimmt, und klicken Sie auf Weiter.

    Oder folgen Sie diesen Schritten:

    1. Wählen Sie Ja aus, wenn Ihr Unternehmen an dem Programm teilnehmen soll.

    2. Lassen Sie die Option Das Protokoll Secure Sockets Layer (SSL) verwenden aktiviert, wenn auf Ihrem Verwaltungsserver ein Zertifikat installiert wurde, und lassen Sie die Option Windows-Authentifizierung verwenden ausgewählt, wenn die Clientcomputer beim Verwaltungsserver eine Authentifizierung durchführen sollen. Andernfalls deaktivieren Sie beide Optionen.

    3. Geben Sie den entsprechenden Port ein, oder behalten Sie den standardmäßig ausgewählten Port 51907 bei, und klicken Sie danach auf Weiter.

      Wichtig

      Informationen zum Installieren von Zertifikaten auf einem Verwaltungsserver finden Sie im Operations Manager 2007 Security Guide (Operations Manager 2007-Sicherheitshandbuch) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=64017).

  3. Führen Sie auf der Seite Fehlersammlung konfigurieren eine der folgenden Aktionen aus:

    1. Geben Sie den lokalen oder angefügten Dateifreigabepfad, zum Beispiel C:\ErrorData, für den Verwaltungsserver ein, der zur Sammlung der Fehlerberichte verwendet wird. Die Datenfreigabe wird auf dem lokalen Pfad des Verwaltungsservers erstellt und mit den erforderlichen Berechtigungen freigegeben.

      Wichtig

      Der Dateifreigabepfad muss sich auf einer NTFS-Partition befinden und über mindestens 2 GB freien Speicher verfügen. Es wird empfohlen, dass die Pfadlänge nicht mehr als 120 Zeichen beträgt. Bei dem Datenfreigabepfad kann es sich um einen UNC-Pfad oder einen zugeordneten Laufwerksbuchstaben handeln.

    2. Wählen Sie die Option Anwendungsfehler von Windows Vista oder höheren Computern sammeln, wenn mit Operations Manager 2007 Windows Vista oder höhere Betriebssysteme verwaltet werden sollen. Geben Sie die Nummer des Ports ein, oder behalten Sie die standardmäßige Portnummer 51906 bei. Lassen Sie Das Protokoll Secure Sockets Layer (SSL) verwenden ausgewählt, wenn Sie ein Zertifikat auf dem Verwaltungsserver installiert haben, und lassen Sie Windows-Authentifizierung verwenden ausgewählt, wenn die Clientcomputer beim Verwaltungsserver eine Authentifizierung durchführen sollen. Andernfalls deaktivieren Sie beide Optionen.

    3. Geben Sie den Organisationsnamen ein, und verwenden Sie dabei höchstens 22 Zeichen. Klicken Sie danach auf Weiter. Der Organisationsname kann auf Computern angezeigt werden, bei denen Fehler auftreten und auf denen Windows Server 2008 oder frühere Betriebssysteme ausgeführt werden.

  4. Führen Sie auf der Seite Fehlerweiterleitung konfigurieren eine der folgenden Aktionen aus:

    • Lassen Sie das Kontrollkästchen Alle gesammelten Fehler automatisch an Microsoft weiterleiten deaktiviert, und klicken Sie danach auf Weiter.

    Oder folgen Sie diesen Schritten:

    1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Alle gesammelten Fehler an Microsoft weiterleiten (empfohlen), wenn der Verwaltungsserver mit dem Internet verbunden ist und Sie Fehlerberichte an Microsoft weiterleiten sowie Links mit verfügbaren Lösungen für diese Fehler erhalten möchten.

    2. Wählen Sie Detailliert aus, um sicherzustellen, dass Microsoft eine Lösung für das Problem bereitstellen kann, oder behalten Sie die Standardeinstellung Einfach bei.

    3. Klicken Sie dann auf Weiter.

  5. Führen Sie auf der Seite Dateifreigabe erstellen eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wählen Sie ein Vorhandenes Benutzerkonto aus der Liste aus, und klicken Sie danach auf Weiter.

    • Wählen Sie die Option Anderes Benutzerkonto, geben Sie unter Benutzername den Benutzernamen und unter Kennwort das Kennwort ein, wählen Sie die Domäne aus der Liste aus, und klicken Sie danach auf Weiter.

      Wichtig

      Das Konto muss über die erforderlichen Berechtigungen zum Erstellen einer Dateifreigabe auf dem in Schritt 3a angegebenen Pfad verfügen.

  6. Klicken Sie nach erfolgreicher Erstellung der Dateifreigabe auf der Seite Dateifreigabe wird erstellt: Taskstatus auf Weiter.

    Hinweis

    Zum Ändern der Einstellungen für die Clientüberwachung auf dem Verwaltungsserver, z. B. der Dateifreigabe, müssen Sie die Clientüberwachung auf dem Verwaltungsserver zunächst deaktivieren und danach erneut aktivieren. Außerdem müssen Sie danach die Gruppenrichtlinieneinstellungen zur Clientüberwachung ändern.

  7. Geben Sie auf der Seite Konfigurationseinstellungen bereitstellen den Speicherort ein, oder steuern Sie den Speicherort an, an dem die <ServerName>-ADM-Datei gespeichert werden soll, in der die Gruppenrichtlinieneinstellungen für die Clientüberwachung enthalten sind, die Sie soeben mit dem Assistenten erstellt haben. Klicken Sie danach auf Fertig stellen.

    Wichtig

    Sie müssen die <ServerName>-ADM-Datei verwenden, um Clients so zu konfigurieren, dass deren Clientüberwachungsdaten an den Verwaltungsserver umgeleitet werden. Weitere Informationen finden Sie weiter unten unter "Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung".

Konfigurieren von Internetproxyeinstellungen für einen Verwaltungsserver

Mit dem folgenden Verfahren können Sie die Internetproxyeinstellungen für einen Operations Manager 2007-Verwaltungsserver konfigurieren. Sie müssen diese Einstellungen konfigurieren, wenn Operations Manager 2007-Features aktiviert sind, die erfordern, dass der Verwaltungsserver über das Internet kommuniziert. Beispiel: Sie müssen diese Einstellungen konfigurieren, wenn das Operations Manager 2007-Clientüberwachungsfeature für die Übertragung oder den Empfang von Microsoft-Daten konfiguriert wurde.

So konfigurieren Sie die Internetproxyeinstellungen für einen Operations Manager 2007-Verwaltungsserver

  1. Melden Sie sich beim Computer mit einem Konto an, das der Operations Manager-Administratorrolle der Operations Manager 2007-Verwaltungsgruppe angehört.

  2. Klicken Sie in der Betriebskonsole auf die Schaltfläche "Verwaltung".

  3. Erweitern Sie im Verwaltungsbereich den Knoten Verwaltung, erweitern Sie den Knoten Geräteverwaltung, und klicken Sie auf Verwaltungsserver.

  4. Klicken Sie im Ergebnisbereich mit der rechten Maustaste auf den Verwaltungsserver, dessen Eigenschaften Sie anzeigen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  5. Klicken Sie im Dialogfeld Verwaltungsservereigenschaften auf die Registerkarte Proxyeinstellungen.

  6. Wählen Sie auf der Registerkarte Proxyeinstellungen die Option Einen Proxyserver für die Kommunikation mit Microsoft verwenden aus, und gehen Sie dann folgendermaßen vor:

    • Wählen Sie http:// oder https:// aus der Dropdownliste aus, und geben Sie den Namen des Internetproxyservers in das Textfeld Adresse ein.

    • Geben Sie unter Port die Portnummer ein, und klicken Sie dann auf OK.

Konfigurieren von Clients für die Clientüberwachung

Dieses Thema enthält das Verfahren zum Konfigurieren von Clients für das Clientüberwachungsfeature in Operations Manager 2007.

Wichtig

Sie müssen zuerst einen Verwaltungsserver für die Serverkomponente der Clientüberwachung konfigurieren. Führen Sie dazu den Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung aus, wie oben beschrieben.

So konfigurieren Sie Clients für die Clientüberwachung

  1. Führen Sie den Gruppenrichtlinienobjekt-Editor (gpedit.msc) für die Domäne oder den lokalen Computer aus.

    Hinweis

    Informationen zu Gruppenrichtlinien finden Sie auf der Website Group Policy (Gruppenrichtlinie) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=152221).

  2. Deaktivieren Sie die Richtlinie Fehlerberichterstattung deaktivieren. Diese Richtlinie finden Sie unter Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/System/Internetkommunikationsverwaltung/Internetkommunikationseinstellungen.

  3. Fügen Sie die administrative Vorlage der Gruppenrichtlinie für Ausnahmenüberwachung ohne Agents (<Servername>.ADM) zur Domänenrichtlinie oder zur Richtlinie für den lokalen Computer hinzu. Die ADM-Datei wird bei Ausführen des Assistenten für die Konfiguration der Clientüberwachung erstellt.

  4. Aktivieren Sie die AEM-Richtlinien, die der Konfiguration der Clientüberwachung auf dem Operations Manager 2007-Verwaltungsserver entsprechen. Sie finden die AEM-Richtlinien in Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/Microsoft-Anwendungen/Microsoft Operations Manager.

    Hinweis

    Verwenden Sie dasselbe Verfahren zum Deaktivieren der Gruppenrichtlinieneinstellungen, womit Sie die Clientüberwachung auf den Clients deaktivieren.