Unterstützte Konfigurationen für VMM

Letzte Aktualisierung: April 2012

Betrifft: Virtual Machine Manager 2008, Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008 R2 SP1

System Center Virtual Machine Manager (VMM) 2008 und VMM 2008 R2 sind über eine breite Palette virtueller Umgebungen hinweg skalierbar – von eigenständigen VMM-Implementierungen, in denen alle VMM-Komponenten auf einem einzelnen Computer installiert sind und eine virtuelle Umgebung mit bis zu 20 Hosts verwaltet wird, bis hin zu vollständig verteilten Unternehmensumgebungen mit hunderten von Hosts und tausenden geografisch weit verteilter virtueller Maschinen.

Aufgrund der Modularität der VMM-Komponenten können Sie die Konfiguration Ihrer VMM-Implementierung optimal auf die Verwaltungsaufgaben und Ziele Ihrer virtuellen Umgebung abstimmen. Je nach Größe und Komplexität Ihrer Umgebung können Sie alle oder nur einige VMM-Komponenten auf einem einzigen Computer oder jede VMM-Komponente auf einem eigenen Computer installieren.

Wenn Ihre Umgebung mehrere Rechenzentren umfasst, können Sie eine zentrale VMM-Implementierung für die Verwaltung aller Rechenzentren bereitstellen oder die virtuelle Umgebung in jedem Rechenzentrum jeweils über eine eigene VMM-Implementierung verwalten. Wenn Ihre Umgebung eine große Entwicklungs- und Testumgebung umfasst, können Sie eine dedizierte VMM-Implementierung für die Verwaltung dieser virtuellen Umgebung bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Planen des VMM-Servers (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=163030).

Unterstützte Methoden für Upgrade und Migration

VMM 2008

Die Aktualisierung auf VMM 2008 ist von folgenden früheren Versionen von VMM möglich:

VMM 2008 ist auch als Evaluierungsversion verfügbar, die 180 Tage nach der Installation abläuft, sowie als Arbeitsgruppenversion, die auf das Verwalten von bis zu fünf Hosts beschränkt ist. Die Aktualisierung auf VMM 2008 ist von jeder dieser Versionen möglich. Dazu müssen Sie die vorhandene Version von VMM deinstallieren, ohne dabei jedoch die VMM-Datenbank zu löschen, und anschließend VMM 2008 unter Verwendung der beibehaltenen Datenbank installieren. Weitere Informationen zum Deinstallieren von VMM finden Sie unter Deinstallieren von VMM 2008-Komponenten. Weitere Informationen zur Neuinstallation von VMM mit einer beibehaltenen Datenbank finden Sie unter Erneutes Installieren von VMM mit einer beibehaltenen Datenbank.

VMM 2008 R2

Sie können ein Upgrade von VMM 2008 auf VMM 2008 R2 durchführen.

Weitere Informationen finden Sie unter Upgrade von VMM 2008 auf VMM 2008 R2.

Sie können VMM 2008 R2 RC zu VMM 2008 R2 migrieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Migrating to VMM 2008 R2 from VMM 2008 R2 RC.

VMM 2008 R2 SP1

Sie können ein Upgrade auf VMM 2008 R2 mit Service Pack 1 (SP1) von VMM 2008 R2 durchführen.

Weitere Informationen finden Sie unter Durchführen eines Upgrades von VMM 2008 R2 auf VMM 2008 R2 Service Pack 1.

Sie können VMM 2008 R2 SP1 RC zu VMM 2008 R2 mit SP1 migrieren.

Weitere Informationen finden Sie unter Migrieren von VMM 2008 R2 SP1 RC zu VMM 2008 R2 SP1.

Systemanforderungen

Dieser Abschnitt gibt einen kurzen Überblick über die Systemanforderungen für VMM und enthält Links zu anderen Abschnitten der Dokumentation mit ausführlicheren Informationen.

Da die Hardwareanforderungen für die Installation der einzelnen VMM-Komponenten unterschiedlich sind, werden jeweils sowohl die Mindestanforderungen als auch die empfohlenen Anforderungen genannt. Für den reibungslosen Betrieb einer VMM-Implementierung ist die ordnungsgemäße Konfiguration der Hardware für alle VMM-Komponenten äußerst wichtig. Dies gilt insbesondere für die Hosts für virtuelle Maschinen. Ebenso wie bei physischen Computern ist die Gesamtleistung einer virtuellen Maschine im Wesentlichen von den verfügbaren Ressourcen auf dem Host für virtuelle Maschinen abhängig.

Die genannten Hardware- und Softwareanforderungen beziehen sich auf die Installation aller VMM-Komponenten auf einem einzigen Computer sowie auf die Installation der einzelnen VMM-Komponenten auf einem separaten Computer. Wenn Sie planen, auf einem einzigen Computer mehr als eine VMM-Komponente zu installieren, gelten für jede zu installierende Komponente die jeweils höchsten Hardwareanforderungen.

Anforderungen an die Active Directory-Domäne

Für VMM 2008 R2 können Sie den VMM-Server in einer Active Directory-Domäne unter Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2003 installieren. Für VMM 2008 können Sie den VMM-Server in einer Active Directory-Domäne unter Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2003 installieren. Der VMM-Server kann nicht in einer Active Directory-Domäne unter Windows 2000 Server installiert werden.

In einer Windows Server 2003-Domäne muss eine Windows Server 2003-Domänenfunktionsebene vorhanden sein. Weitere Informationen zu den Features, die auf der Windows Server 2003-Funktionsebene unterstützt werden, und Richtlinien zur Heraufstufung der Funktionsebene finden Sie unter Functional Levels Background Information (Hintergrundinformationen zu den Funktionsebenen) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=184527).

Informationen zu den Domänenkonfigurationen, die für verwaltete Hosts für virtuelle Maschinen unterstützt werden, finden Sie unter Hinzufügen von Hosts (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=121818).

Wichtig

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Active Directory-Infrastruktur möglichst bald zu Windows Server 2008 R2 oder (für VMM 2008) zu Windows Server 2008 zu migrieren. Der erweiterte Support von Microsoft für Windows 2000 Server wurde am 13. Juli 2010 eingestellt. Wenn Sie Hilfe bei der Planung Ihrer Strategie für die Migration von Windows 2000 Server zu Windows 7, Windows Server 2003, Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 benötigen, lesen Sie die Hinweise unter Ablauf des Supports für Windows 2000 – Lösungscenter (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=184536).

Unterstützte Anzahl von Hosts und virtuellen Maschinen

Die maximale Anzahl von Hosts und virtuellen Maschinen, die mit VMM getestet und von VMM mit der höchsten empfohlenen Hardwarekonfiguration unterstützt wird, beträgt 400 Hosts und 8.000 virtuelle Maschinen.

Wenn Ihre VMM-Implementierung mehr als 150 Hosts umfasst, wird dringend empfohlen, den serveroptimierten Garbage Collector (GC) auf dem VMM-Server und nicht den standardmäßigen Garbage Collector der Arbeitsstation zu aktivieren. Auf diese Weise kann die CPU-Auslastung auf dem VMM-Server erheblich reduziert und die Leistung bei parallelen VMM-Vorgängen verbessert werden.

Zur Aktivierung des serveroptimierten Garbage Collectors auf dem VMM-Server erstellen Sie mithilfe des nachstehend aufgeführten Codes eine Datei mit dem Namen vmmservice.exe.config. Speichern Sie diese Datei dann unter VMM 2008 im Verzeichnis "%SYSTEMDRIVE%\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008\Bin" auf dem VMM-Server bzw. unter VMM 2008 R2 im Verzeichnis "%SYSTEMDRIVE%\Programme\Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008 R2\Bin" auf dem VMM-Server.

<configuration> <runtime> <gcServer enabled="true"/> </runtime> </configuration>

Die Anzahl virtueller Maschinen, die auf einem Host ausgeführt werden können, wird in erster Linie durch die Konfiguration des Hosts und der virtuellen Maschinen auf dem Host begrenzt.

Unterstützung für Virtualisierungssoftware

VMM 2008 und VMM 2008 R2 unterstützen die folgenden Virtualisierungslösungen:

  • Microsoft Virtual Server 2005 R2 mit SP1 oder höher

  • Microsoft Virtual Server 2005 R2 x64 mit SP1 oder höher

  • Windows Server 2008 Hyper-V™

  • Windows Server 2008 R2 Hyper-V™ (nur VMM 2008 R2)

  • Microsoft Hyper-V™ Server 2008

  • Microsoft Hyper-V™ Server 2008 R2 (nur VMM 2008 R2)

  • VMware VirtualCenter 2.5 (VMware Infrastructure 3 [VI3]) mit folgenden VMware ESX Server-Versionen:

    • VMware ESX Server 3.5

    • VMware ESX Server 3.0 oder höher

  • VMware vSphere 4 (nur VI3-Features) mit folgenden ESX Server-Versionen (nur VMM 2008 R2):

    • VMware ESX Server 4,0

    • ESX Server 3.5

    • ESX Server 3.0 oder höher

Verwaltung von Hyper-V-Hosts unter Windows Server 2008 R2

Mit VMM 2008 R2 können Sie virtuelle Maschinen erstellen und verwalten, die auf Windows Server 2008 R2 Hyper-V-Hosts ausgeführt werden. Wenn Sie einen Host hinzufügen, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird und auf dem Hyper-V deaktiviert ist, wird von VMM 2008 R2 automatisch die Hyper-V-Rolle auf dem Host aktiviert.

VMM 2008 R2 unterstützt die folgenden neuen Features von Windows Server 2008 R2:

  • Livemigration zwischen Windows Server 2008 R2-Clusterhosts. Im Rahmen der Livemigration können Sie eine virtuelle Maschine von einem Knoten in einem Windows Server 2008 R2-Failovercluster ohne Downtime zu einem anderen Knoten im selben Cluster migrieren. Da es auf der virtuellen Maschine keine Downtime gibt, ist der Migrationsvorgang für die Benutzer, die mit der virtuellen Maschine verbunden sind, vollständig transparent.

  • Netzwerkoptimierungserkennung beim Platzieren virtueller Maschinen. VMM 2008 R2 unterstützt sowohl die Features "Virtual Machine Queue" (VMQ) als auch "TCP-Chimneyabladung". Beides sind Windows Server 2008 R2-Features, mit denen sich die Netzwerkleistung von virtuellen Maschinen verbessern lässt.

    Auf Netzwerkadaptern, die VMQ unterstützen, können Sie für jeden virtuellen Netzwerkadapter eine eigene Netzwerkwarteschlange erstellen und diese direkt mit dem Arbeitsspeicher der virtuellen Maschine verbinden. Bei dieser Art der Verbindung werden Pakete direkt vom Hypervisor zur virtuellen Maschine geroutet und ein Großteil der Verarbeitung im Virtualisierungsstapel umgangen.

    Auf Netzwerkadaptern, die die TCP-Chimneyabladung unterstützen, kann die Verarbeitung des Netzwerkverkehrs vom Netzwerkstapel abgeladen werden. Mit beiden Features wird die Netzwerkleistung verbessert und die CPU-Auslastung reduziert.

  • Hinzufügen und Entfernen von virtuellen Festplatten (Virtual Hard Disks, VHDs) bei laufendem Betrieb. In Windows Server 2008 R2 mit Hyper-V können virtuelle Festplatten bei laufendem Betrieb einer virtuellen Maschine hinzugefügt oder von ihr entfernt werden.

Unterstützung für die Installation von VMM-Komponenten auf virtuellen Maschinen

VMM unterstützt die Installation von VMM-Komponenten auf virtuellen Maschinen. Allerdings kann eine virtuelle Maschine nicht als Host eingesetzt werden.

Wichtig

  • Wenn Sie den VMM-Server auf einer virtuellen Maschine installieren, migrieren Sie diese nicht mithilfe der VMM-Administratorkonsole zu einem anderen Host. Wenn die virtuelle Maschine hoch verfügbar ist, migrieren Sie diese nicht mithilfe der VMM-Administratorkonsole zu einem anderen Knoten im Cluster. Wenn der VMM-Server auf einer virtuellen Maschine ausgeführt wird, verwaltet er sich buchstäblich selbst, sodass jede Migration, selbst eine schnelle Migration, zu einer Dienstunterbrechung führt.

  • Zusätzlich gilt: Wenn Sie die Leistungs- und Ressourcenoptimierung (Performance and Resource Optimization, PRO) für die Hostgruppe oder den Hostcluster aktivieren, in dem sich die virtuelle Maschine befindet, auf der der VMM-Server ausgeführt wird, müssen Sie diese virtuelle Maschine aus PRO ausschließen. Damit wird eine von PRO initiierte Migration dieser virtuellen Maschinen verhindert, wenn die CPU- oder Arbeitsspeicherauslastung auf dem Host hoch ist oder eine andere von PRO überwachte Bedingung bewirkt, dass PRO die Migration einer virtuellen Maschine empfiehlt. Informationen zum Ausschließen einer virtuellen Maschine aus PRO-initiierten Migrationen finden Sie unter Erstellen neuer virtueller Maschinen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=162793).

Zur Sicherstellung der Hochverfügbarkeit von Bibliothekservern unterstützt VMM die Einrichtung hoch verfügbarer Bibliotheksfreigaben in einem unter Windows Server 2008 Enterprise Edition oder Windows Server 2008 Datacenter Edition erstellten Failovercluster.

Unterstützung für Storage Area Networks (SAN)

VMM unterstützt die folgenden SANs für die Übertragung von Dateien virtueller Maschinen:

  • Fibre Channel

  • N_Port ID Virtualization (NPIV) Fibre Channel

  • iSCSI-SANs mit Microsoft Initiator

Für VMM muss auf jedem Datenträger ein einziges Volume erstellt werden. Eine virtuelle Maschine auf einer LUN mit mehreren Volumes kann in einem SAN nicht übertragen werden. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren einer SAN-Umgebung für VMM .

VMM 2008 R2 bietet die folgenden Verbesserungen:

SAN-Migration zu und von Hosts in einem Cluster

VMM 2008 R2 unterstützt den Einsatz von SAN-Übertragungen für die Migration von (ggf. hoch verfügbaren) virtuellen Maschinen zum und vom Cluster. Wenn Sie eine virtuelle Maschine per SAN-Übertragung zu einem Cluster migrieren, überprüft VMM alle Knoten im Cluster, um sicherzustellen, dass die LUN von sämtlichen Knoten erkannt wird. Außerdem wird automatisch eine Clusterdatenträgerressource für die LUN erstellt. Die Clusterdatenträgerressource wird von VMM automatisch konfiguriert, aber nicht überprüft. Verwenden Sie den Konfigurationsüberprüfungs-Assistenten der Failover-Clusterverwaltung zum Überprüfen der neu erstellten Clusterdatenträgerressource. Damit eine virtuelle Maschine per Migration aus einem Cluster verschoben werden kann, muss sie sich auf einer dedizierten LUN ohne freigegebene Clustervolumes befinden.

Umfassendere Unterstützung von iSCSI-SANs

VMM 2008 unterstützt SAN-Übertragungen virtueller Maschinen unter Einsatz initiatorbasierter iSCSI-Zielverbindungen. Dies erfordert ein iSCSI-Ziel pro LUN. VMM 2008 R2 ermöglicht überdies die LUN-Maskierung, wodurch mehrere LUNs pro iSCSI-Ziel möglich sind, und bietet erweiterte VMM-Unterstützung für iSCSI SAN-Hersteller.

Unterstützung für Cluster

VMM bietet keine Funktionen zum Verwalten von Clustern. Die Konfiguration von Hostclustern und die Verwaltung von Clusterressourcengruppen müssen mithilfe von Clusterverwaltungsprogrammen außerhalb von VMM vorgenommen werden.

VMM 2008 unterstützt unter Windows Server 2008 Enterprise Edition oder Windows Server 2008 Datacenter Edition erstellte Failovercluster. VMM 2008 ignoriert unter Windows Server 2003 erstellte Failovercluster.

VMM 2008 unterstützt die folgenden Anwendungsbereiche von Clusterressourcen:

  • Eine VMM-Datenbank, die als Failoverclusterinstanz von Microsoft SQL Server konfiguriert ist

  • hoch verfügbare Bibliothekserver durch Hinzufügen von Dateiservern in einem unter Windows Server 2008 Enterprise Edition oder Windows Server 2008 Datacenter Edition erstellten Failovercluster

  • Hosts für virtuelle Maschinen mit Windows Server 2008, die als Failovercluster konfiguriert sind und als Hosts für hoch verfügbare virtuelle Maschinen fungieren

    Hinweis

    Das Hinzufügen von Windows-Hostclustern wird nur für Hosts in einer vertrauenswürdigen Domäne unterstützt.

  • VMware-Cluster und die Erstellung und Verwaltung hoch verfügbarer virtueller Maschinen in VMware ESX Server-Hostclustern

Die Installation des VMM-Servers in einem Cluster wurde nicht getestet und wird nicht unterstützt. Um den VMM-Server hoch verfügbar zu machen, wird empfohlen, ihn auf einer hoch verfügbaren virtuellen Maschine zu installieren.

VMM 2008 R2 bietet die folgenden Verbesserungen:

Unterstützung für freigegebene Clustervolumes (Clustered Shared Volume, CSV)

VMM 2008 R2 unterstützt das CSV-Feature von Windows Server 2008 R2. Mithilfe von CSV können alle Hosts in einem Windows Server 2008 R2-Failovercluster gleichzeitig auf die Dateien virtueller Maschinen einer einzelnen freigegebenen logischen Gerätenummer (LUN) zugreifen. Da von allen Knoten im Cluster auf eine einzelne freigegebene LUN zugegriffen werden kann, ist für virtuelle Maschinen sichtbar, welche Knoten Besitzer einer LUN sind. Da von allen Knoten im Cluster Zugriff auf sämtliche LUNs besteht, können virtuelle Maschinen per Livemigration innerhalb des Clusters verschoben werden.

Unterstützung des Sanbolic-Clusterdateisystems

VMM 2008 R2 unterstützt das Clusterdateisystem von Sanbolic. Dabei handelt es sich um eine Drittanbieterlösung mit freigegebenen Volumes für die schnelle Migration auf Hosts, auf denen Windows Server 2008 mit Hyper-V ausgeführt wird, sowie für die Livemigration auf Hosts unter Windows Server 2008 R2 mit Hyper-V.

Unterstützung von Veritas Storage Foundation for Windows

VMM 2008 unterstützt die Erstellung von virtuellen Maschinen mit hoher Verfügbarkeit nur auf physischen Datenträgerressourcen in einem Failovercluster. Unter VMM 2008 R2 wird diese Unterstützung auf alle Speicherklassenressourcen ausgedehnt, beispielsweise Veritas Storage Foundation 5.1 für Windows (SFW). SFW ist eine Online-Speicherverwaltungslösung zur Erstellung von virtuellen Speichergeräten aus physischen Datenträgern und Arrays. Volumes, die als Teil einer Clusterressourcengruppe mit SFW erstellt wurden, werden von VMM 2008 R2 erkannt und können bei der Platzierung oder Migration virtueller Maschinen ausgewählt werden. Ein SFW-Volume ist auf eine virtuelle Maschine begrenzt.

Unterstützung der Livemigration auf Windows Server 2008 R2-Clusterhosts

VMM 2008 R2 unterstützt die Livemigration zwischen Windows Server 2008 R2-Clusterhosts. Im Rahmen der Livemigration können Sie eine virtuelle Maschine von einem Knoten in einem Windows Server 2008 R2-Failovercluster ohne Downtime zu einem anderen Knoten im selben Cluster migrieren. Da es auf der virtuellen Maschine keine Downtime gibt, ist der Migrationsvorgang für die Benutzer, die mit der virtuellen Maschine verbunden sind, vollständig transparent.

Hinweis

VMM 2008 R2 unterstützt den Einsatz eines hoch verfügbaren Stammverwaltungsservers für Microsoft System Center Operations Manager 2007 mit Service Pack 1 (SP1) oder System Center Operations Manager 2007 R2 für PRO. In VMM 2008 werden hoch verfügbare Operations Manager-Stammverwaltungsserver nicht unterstützt. Weitere Informationen zur Integration von Operations Manager in VMM finden Sie unter Konfigurieren der Operations Manager-Integration in VMM (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=120283).

Unterstützung für separaten Namespace

In VMM wird das Hinzufügen und Verwalten von Hosts, die sich in einem separaten Namespace befinden, unterstützt. Ein separater Namespace tritt auf, wenn das primäre DNS-Suffix (Domain Name System) eines oder mehrerer Computer nicht mit dem DNS-Namen der Domäne der Active Directory-Domänendienste (AD DS), der die Computer angehören, übereinstimmt. So wird auf einem Mitgliedscomputer, der das primäre DNS-Suffix "corp.fabrikam.com" in einer Active Directory-Domäne mit der Bezeichnung "na.corp.fabrikam.com" aufweist, ein separater Namespace verwendet. Weitere Informationen zum separaten Namespace finden Sie unter Namenskonventionen in Active Directory für Computer, Domänen, Standorte und Organisationseinheiten (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=123886).

Um VMM in einem separaten Namespace verwenden zu können, sind folgende Schritte erforderlich:

Unterstützung für Umkreisnetzwerke

Sie können Hosts in einem Umkreisnetzwerk zwar hinzufügen und verwalten, müssen den VMM-Agent allerdings lokal auf den Hosts installieren und diese dann in der VMM-Administratorkonsole hinzufügen. Weitere Informationen zum Hinzufügen eines Hosts in einem Umkreisnetzwerk finden Sie unter Lokales Installieren eines VMM-Agents auf einem Host.

In VMM wird das Hinzufügen von Hostclustern, die sich in einem Umkreisnetzwerk befinden, nicht unterstützt.

Nach dem Bereitstellen virtueller Maschinen auf einem Host, der sich in einem Umkreisnetzwerk befindet, können Sie diese virtuellen Maschinen nicht zu einem Host im internen Netzwerk oder zu einem anderen Host im Umkreisnetzwerk migrieren.

Unterstützung für verteilte Ressourcen

Für Organisationen mit geografisch weit voneinander entfernten Standorten unterstützt VMM die Verwendung von verteilten VMM-Bibliothekservern, die von einem zentralen VMM-Server verwaltet werden. Wenn Sie beispielsweise mit Zweigstellen in verschiedenen Regionen arbeiten, können Benutzer an diesen Standorten virtuelle Maschinen mithilfe der Ressourcen von einem lokalen Bibliothekserver erstellen, anstatt Dateien mit mehreren Gigabyte von einem zentralen Bibliothekserver über ein WAN (Wide Area Network) zu kopieren. Mit verteilten VMM-Bibliotheken ist außerdem die Verfügbarkeit von Dateien im Falle von WAN- oder Serverstörungen gewährleistet.

Hinweis

VMM bietet keine Möglichkeit zum Replizieren von physischen Dateien in der VMM-Bibliothek oder von Metadaten von Objekten, die in der VMM-Datenbank gespeichert sind. Physische Dateien müssen außerhalb von VMM repliziert werden, und die Übertragung von Metadaten geschieht mithilfe von Skripts oder anderen Methoden. VMM bietet keine Unterstützung für DFSN (DFS Namespaces), früher auch als DFS (Distributed File System, verteiltes Dateisystem) oder DFSR (DFS-Replikation) bezeichnet.

Unterstützung für Windows PowerShell 2.0

In VMM 2008 R2 wird zusätzlich zu Windows PowerShell 1.0 auch Windows PowerShell 2.0 unterstützt. Windows PowerShell 2.0 enthält neue Cmdlets, Parameter und Variablen und bietet zahlreiche neue Features. Einige Beispiele:

  • Remoteverwaltung: Befehle können einmal eingegeben und auf Wunsch auf Hunderten von Computern ausgeführt werden. Sie können eine interaktive Sitzung mit einem einzelnen Computer einrichten, oder Sie können eine Sitzung initiieren, bei der Befehle von mehreren anderen Computern empfangen werden.

  • Hintergrundaufträge: Mithilfe von Windows PowerShell-Hintergrundaufträgen können Sie Befehle asynchron und im Hintergrund ausführen, damit Sie Ihre Arbeit in der Sitzung fortsetzen können. Hintergrundaufträge können auf dem lokalen oder einem Remotecomputer ausgeführt werden, und die Speicherung der Ergebnisse kann ebenfalls lokal oder remote erfolgen.

  • Debugger: Der Windows PowerShell-Debugger kann zur Fehlerkorrektur für Funktionen und Skripts verwendet werden. Sie können Haltepunkte setzen und entfernen, Code schrittweise überprüfen, die Werte von Variablen überprüfen und eine Aufruflisten-Ablaufverfolgung anzeigen.

Weitere Informationen zu den Features von Windows PowerShell 2.0 finden Sie unter Neues in Windows PowerShell (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=156131).

Weitere Informationen zu den Änderungen bei der Skripterstellung in VMM 2008 R2 finden Sie unter What's New in VMM 2008 R2 Scripting (Neues in der Skripterstellung in VMM 2008 R2) (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=163054).

Schnelle Speichermigration

In VMM 2008 R2 können auf Windows Server 2008 R2- oder Storage VMotion-fähigen Hosts die Dateien einer virtuellen Maschine, die gerade ausgeführt wird, unter minimaler oder ohne jede Dienstunterbrechung zu einem anderen Speicherort auf demselben Host migriert werden. Wenn Sie eine virtuelle Maschine per Netzwerkübertragung auf einen Host migrieren, auf dem Windows Server 2008 R2 ausgeführt wird, können Sie in VMM 2008 R2 nun für jede virtuelle Festplattendatei (VHD-Datei) der virtuellen Maschine einen eigenen Speicherort angeben.

Wartungsmodus für Hosts

In VMM 2008 R2 können Sie den Wartungsmodus für einen Windows-basierten Host jederzeit starten, wenn Sie Wartungsarbeiten am physischen Host durchführen müssen, z. B. beim Anwenden von Updates oder beim Austausch physischer Komponenten.

Wenn der Wartungsmodus für einen Host in einem Windows Server 2008 R2-Cluster mit hoch verfügbaren virtuellen Maschinen aktiviert ist, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

  • Sofern verfügbar, können Sie die Livemigration dazu verwenden, alle virtuellen Maschinen zu anderen Hosts im Cluster zu verschieben. Wenn die Migration einer virtuellen Maschine auf dem Host fehlschlägt, ist dies i. d. R. ein Zeichen dafür, dass der Wartungsmodus nicht aktiviert wurde. Die Migration von bereits verschobenen virtuellen Maschinen wird nicht automatisch rückgängig gemacht.

  • Versetzen Sie alle virtuellen Maschinen auf dem Host in einen gespeicherten Zustand.

Wenn Sie einen eigenständigen Windows-basierten Host in den Wartungsmodus schalten, werden alle virtuellen Maschinen von VMM automatisch in einen gespeicherten Zustand versetzt (Hosts in Windows Server 2008-Clustern und Windows Server 2008 R2-Hosts mit nicht hoch verfügbaren virtuellen Maschinen).

Wichtig

Die Versetzung einer virtuellen Maschine in den gespeicherten Zustand führt zu einer Dienstunterbrechung für die Benutzer.

Für einen Host im Wartungsmodus gilt Folgendes:

  • Alle Vorgänge zur Erstellung virtueller Maschinen werden blockiert.

  • Der Host wird von den Hostbewertungen während der Platzierung ausgeschlossen.

  • In der Hostansicht der VMM-Administratorkonsole wird der Hoststatus Wartungsmodus angezeigt.

Sobald Sie den Wartungsmodus für einen Host deaktivieren, können Vorgänge zur Erstellung virtueller Maschinen erneut auf dem Host ausgeführt werden, der Host wird in Hostbewertungen bei der Platzierung eingeschlossen und erhält den Status OK in der Hostansicht der VMM-Administratorkonsole. Allerdings erfolgt in VMM keine automatische Livemigration, um hoch verfügbare virtuelle Maschinen zurück auf einen Host in einem Windows Server 2008 R2-Cluster zu verschieben, und die virtuellen Maschinen auf dem Host werden nicht neu gestartet.

Klicken Sie in der Hostansicht der VMM-Administratorkonsole mit der rechten Maustaste auf einen Host, und wählen Sie die entsprechende Option aus, um den Wartungsmodus für einen Host zu aktivieren bzw. zu beenden.

Unterstützung von VMware-Portgruppen für virtuelle Switches

VMM ermittelt anhand der Netzwerkadresse und des Netzwerktags, die bzw. das für den virtuellen Netzwerkadapter in der Hardwarekonfiguration angegeben ist, die Netzwerkverfügbarkeit einer virtuellen Maschine auf einem Host. Wenn Sie in VMM 2008 R2 eine virtuelle Maschine auf einem VMware ESX Server-Host bereitstellen, können Sie die VMware-Portgruppen auswählen, die für virtuelle Switches verfügbar sind.

Unterstützung für VMware vNetwork Distributed Switch

VMware vNetwork Distributed Switches wird in VMM nicht unterstützt. Kunden, die ihre VMware-Umgebungen mit VMM verwalten möchten, sollten nur Standardswitches (bisher als vSwitches bezeichnet) verwenden.

Unterstützung für in Hyper-V zugewiesene Berechtigungen für virtuelle Maschinen

In VMM 2008 R2 werden Änderungen an Rollendefinitionen oder Rollenmitgliedschaften im Stammbereich des Hyper-V-Autorisierungsspeichers gespeichert. Sämtliche Änderungen an jedem anderen Bereich werden jede halbe Stunde von der VMM-Benutzerrollenaktualisierung überschrieben. Die Verarbeitung von Benutzerrollen ist somit anders als bei VMM 2008. In VMM 2008 wird der Zugriff auf virtuelle Maschinen, Hosts und Ressourcen ausschließlich auf der Basis der den VMM-Benutzerrollen zugewiesenen Berechtigungen festgelegt. In VMM 2008 werden keinerlei Änderungen an den Hyper-V-Rollendefinitionen und -Rollenmitgliedschaften vorgenommen. Stattdessen wird der Hyper-V-Autorisierungsspeicher ignoriert, solange Hosts und virtuelle Maschinen in VMM 2008 verwaltet werden.

Weitere Informationen zu Benutzerrollen und Bereichen finden Sie unter Rollenbasierte Sicherheit in VMM (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=145061).

Siehe auch

Andere Ressourcen

Planung und Architektur