Installieren des VMM-Servers

Letzte Aktualisierung: September 2009

Betrifft: Virtual Machine Manager 2008, Virtual Machine Manager 2008 R2, Virtual Machine Manager 2008 R2 SP1

Stellen Sie für System Center Virtual Machine Manager (VMM) 2008 bzw. VMM 2008 R2 vor dem Installieren des VMM-Servers sicher, dass der Computer die empfohlenen Hardwareanforderungen erfüllt und dass die erforderliche Software installiert ist. Weitere Informationen zu den Hardware- und Softwareanforderungen finden Sie unter Systemanforderungen: VMM-Server.

Bei der Installation des VMM-Servers werden die VMM-Datenbank und der Standardbibliothekserver ebenfalls eingerichtet.

VMM-Datenbank

VMM verwendet eine Microsoft SQL Server-Datenbank, um die Informationen zu speichern, die in der VMM-Administratorkonsole angezeigt werden. Dazu gehören virtuelle Maschinen, Hosts und Bibliothekserver für virtuelle Maschinen sowie deren Eigenschaften.

Bei der Installation des VMM-Servers müssen Sie eine der folgenden VMM-Datenbankoptionen auswählen:

  • Installation einer neuen Instanz von SQL Server 2005 Express Edition und lokale Erstellung einer neuen Datenbank durch das Installationsprogramm Sie können den VMM 2008-Setup-Assistenten dazu verwenden, SQL Server 2005 Express Edition SP2 zu installieren. Mit dem VMM 2008 R2-Setup-Assistenten installieren Sie SQL Server 2005 Express Edition SP3.

  • Verwendung einer vorhandenen Instanz einer unterstützten Version von SQL Server (lokal oder remote) in Verbindung mit einer vorhandenen Datenbank oder Erstellung einer neuen Datenbank; Weitere Informationen zu unterstützten Versionen von SQL Server finden Sie unter Systemanforderungen: VMM-Datenbank.

Wichtig

Wenn Sie eine Remoteinstanz von SQL Server verwenden, ist eine Reihe zusätzlicher Konfigurationsschritte erforderlich. Weitere Informationen zum Konfigurieren und Verwenden einer Remoteinstanz von SQL Server für die VMM-Datenbank finden Sie unter Konfigurieren einer Remoteinstanz von SQL Server für VMM 2008 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=134060).

Hinweis

Damit eine vorhandene lokale Instanz von SQL Server Express verwendet werden kann, muss der zugehörige SQL Server-Dienst unter dem Netzwerkdienstkonto ausgeführt werden. Die Ausführung unter dem lokalen Systemkonto ist nicht möglich.

Indem Sie eine SQL Server-Instanz verwenden, die in einem Failovercluster bereitgestellt wurde, können Sie die VMM-Datenbank hoch verfügbar machen. Weitere Informationen zum Konfigurieren einer SQL Server-Instanz mit hoher Verfügbarkeit für die VMM-Datenbank finden Sie unter Planung für hohe Verfügbarkeit (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=145068).

Standard-VMM-Bibliothekserver

VMM speichert die dateibasierten Ressourcen (u. a. ISO-Abbilder und virtuelle Festplatten), die zur Erstellung virtueller Maschinen verwendet werden, auf Bibliothekservern bzw. -freigaben. Über die VMM-Bibliothek sind zudem Vorlagen für virtuelle Maschinen, Gastbetriebssystem-Profile sowie Hardwareprofile (befinden sich in der VMM-Datenbank) verfügbar. Nicht verwendete virtuelle Maschinen können in der Bibliothek gespeichert werden.

Wenn Sie den VMM-Server installieren, wird dieser Computer vom Installationsprogramm als Standardbibliothekserver hinzugefügt, und Sie können festlegen, ob eine neue Standardbibliotheksfreigabe auf dem VMM-Server erstellt oder eine vorhandene Freigabe auf dem VMM-Server als Bibliotheksfreigabe verwendet werden soll. Nach Abschluss der Installation haben Sie die Möglichkeit, weitere Bibliotheksfreigaben zum Standardbibliothekserver bzw. weitere Bibliothekserver auf anderen Computern hinzuzufügen.

Wichtig

Der Standardbibliothekserver und die zugehörige Bibliotheksfreigabe können nicht entfernt oder verschoben werden. Wählen Sie den Standort der Standardbibliotheksfreigabe deshalb sorgfältig aus, bevor Sie den VMM-Server installieren.

Mithilfe des nachfolgend beschriebenen Verfahrens können Sie den VMM-Server installieren. Sie müssen über Administratorrechte für den Computer verfügen, um diesen Vorgang auszuführen.

So installieren Sie den Virtual Machine Manager-Server

  1. Klicken Sie auf dem Produktdatenträger oder auf der Netzwerkfreigabe mit der rechten Maustaste auf setup.exe, und klicken Sie dann auf Als Administrator ausführen.

    Wichtig

    Wenn Sie eine Netzwerkfreigabe einrichten, um VMM-Komponenten zu installieren, sollten Sie geeignete Sicherheitsmaßnahmen auf die Freigabe anwenden, um zu verhindern, dass unbefugte oder nicht authentifizierte Benutzer Zugriff haben und den Inhalt der Freigabe ändern können.

  2. Klicken Sie im Menü Setup auf VMM-Server.

  3. Geben Sie auf der Seite Microsoft Update an, ob Sie Microsoft Update verwenden möchten oder nicht.

    Hinweis

    Wenn Sie zuvor ausgewählt haben, dass Microsoft Update auf diesem Computer verwendet werden soll, wird die Seite Microsoft Update nicht angezeigt.

  4. Klicken Sie auf der Seite Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit (CEIP) auf Ja, um am Programm teilzunehmen, oder auf Nein, falls Sie keine Teilnahme wünschen.

  5. Überprüfen Sie auf der Seite Überprüfung der erforderlichen Komponenten alle Warnungen zu Hardwarekomponenten, welche nicht die empfohlenen oder die Mindestanforderungen erfüllen, sowie Warnungen aufgrund fehlender Software. Bei bestimmten Warnungen können Sie die Installation fortsetzen, andere hingegen bedeuten, dass Sie mit der Installation erst fortfahren können, wenn alle entsprechenden Fehler behoben wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen: VMM-Server.

  6. Geben Sie auf der Seite Installationspfad einen Installationspfad für die Programmdateien ein, oder klicken Sie auf Weiter, um den Standardpfad zu verwenden.

  7. Wählen Sie auf der Seite SQL Server-Einstellungen die entsprechenden Microsoft SQL Server-Einstellungen für Ihre VMM-Datenbank aus.

    Wichtig

    Wenn Sie eine Remoteinstanz von SQL Server festlegen, ist eine Reihe zusätzlicher Konfigurationsschritte erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren einer Remoteinstanz von SQL Server für VMM 2008 (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=134060).

    Hinweis

    • Der Name der Datenbank darf nicht mehr als 128 Zeichen enthalten.

    • Die Verwaltungstools von SQL Server müssen auf dem VMM-Server installiert sein, um SQL Server 2008 für die VMM-Datenbank verwenden zu können.

    • Wenn eine 32-Bit-Version von SQL Server auf einem 64-Bit-Computer installiert ist, wird der Name der Datenbankinstanz nicht automatisch in der Instanzliste angezeigt. Den Instanznamen müssen Sie manuell eingeben.

  8. Wählen Sie auf der Seite Einstellungen der Bibliotheksfreigabe entweder die Option zum Erstellen einer neuen Standardbibliotheksfreigabe auf dem VMM-Server aus, oder verwenden Sie eine vorhandene Freigabe auf dem VMM-Server als Bibliotheksfreigabe. Die von VMM erstellte Standardbibliotheksfreigabe mit der Bezeichnung MSSCVMMLibrary und der zugehörige Ordner befinden sich unter %SYSTEMDRIVE%\ProgramData\Virtual Machine Manager Library Files.

    Wichtig

    Nach Abschluss der Installation haben Sie die Möglichkeit, weitere Bibliotheksfreigaben zum Standardbibliothekserver bzw. weitere Bibliothekserver auf anderen Computern hinzuzufügen. Der Standardbibliothekserver und die zugehörige Bibliotheksfreigabe können jedoch nicht entfernt oder verschoben werden. Sie sollten sich deshalb vor der Installation des VMM-Servers Gedanken über den Speicherort der Standardbibliotheksfreigabe machen.

  9. Geben Sie auf der Seite Installationseinstellungen im Bereich Ports die Ports ein, die für die Verbindungen mit dem VMM-Server verwendet werden sollen. Führen Sie im Bereich VMM-Dienstkonto einen der folgenden Schritte aus:

    • Damit das lokale Systemkonto als VMM-Dienstkonto verwendet wird, klicken Sie auf Lokales System.

    • Damit ein anderes Domänenkonto verwendet wird, klicken Sie auf Anderes Konto, und geben Sie dann die Anmeldeinformationen für ein Domänenkonto ein. Dabei muss es sich um ein lokales Administratorkonto auf dem Computer handeln, auf dem Sie den VMM-Server installieren.

      Hinweis

      Wenn Sie ein Domänenkonto als VMM-Dienstkonto verwenden, sollte es sich dabei um ein Konto handeln, das ausschließlich für diesen Zweck verwendet wird. Wenn ein Host vom VMM-Server entfernt wird, wird das Konto, unter dem der VMM-Dienst ausgeführt wird, aus der lokalen Administratorengruppe des Hosts entfernt. Wenn dasselbe Konto auf dem Host zu anderen Zwecken eingesetzt wird, kann dies zu unerwarteten Ergebnissen führen. Verwenden Sie als VMM-Dienstkonto auch nicht das Konto, mit dem Sie einen Remote-SQL Server für die VMM-Datenbank konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter Härten des VMM-Servers (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=145055).

      Wichtig

      Wenn Sie freigegebene ISO-Abbilder auf virtuellen Hyper-V-Maschinen verwenden möchten, müssen Sie ein Domänenkonto als VMM-Dienstkonto verwenden.

      Wichtig

      Wenn Sie einen separaten Namespace verwenden, müssen Sie ein anderes Konto als das lokale Systemkonto verwenden. Ein separater Namespace tritt auf, wenn das primäre DNS-Suffix (Domain Name System) eines oder mehrerer Computer nicht mit dem DNS-Namen der Active Directory-Domänendienste (AD DS) übereinstimmt, deren Mitglieder sie sind. So wird auf einem Mitgliedscomputer, der das primäre DNS-Suffix "corp.fabrikam.com" in einer Active Directory-Domäne mit der Bezeichnung "na.corp.fabrikam.com" aufweist, ein separater Namespace verwendet. Weitere Informationen zum separaten Namespace finden Sie unter Namenskonventionen in Active Directory für Computer, Domänen, Standorte und Organisationseinheiten (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=123886).

    Wichtig

    Es wird empfohlen, nicht die Standardporteinstellungen zu verwenden. Die während der Installation des VMM-Servers zugewiesenen Porteinstellungen können nur geändert werden, indem der VMM-Server deinstalliert und dann erneut installiert wird. Die bei der Installation zugewiesenen Ports müssen mit den Porteinstellungen identisch sein, die Sie bei der Installation der verwandten VMM-Komponenten, mit denen der VMM-Server kommuniziert, zuweisen. Weitere Informationen finden Sie unter VMM-Ports und -Protokolle (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=128912).

    Hinweis

    Der Wert des Ports Dateiübertragungen an Agents auf Hosts und Bibliothekservern darf nicht größer als 32768 sein.

  10. Überprüfen Sie die ausgewählten Einstellungen auf der Seite Zusammenfassung der Einstellungen, und führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf Zurück, um alle Einstellungen zu ändern.

    • Klicken Sie auf Installieren, um den VMM-Server zu installieren.

  11. Führen Sie auf der Seite Installation einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf Schließen, damit der Assistent automatisch geschlossen und nach Updates für VMM gesucht wird.

    • Damit der Assistent geschlossen wird, ohne dass nach aktuellen Updates gesucht wird, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Nach neuen Virtual Machine Manager-Updates suchen, und klicken Sie dann auf Schließen.

Hinweis

Beim Installieren des VMM-Servers werden alle Konten in der lokalen Administratorensicherheitsgruppe automatisch der VMM-Administrator-Benutzerrolle zugewiesen. Informationen zum Hinzufügen oder Entfernen von Benutzerkonten für die VMM-Administrator-Benutzerrolle finden Sie unter Verwalten von Benutzerrollen (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=125951).

Siehe auch

Konzepte

Neue Installation von VMM
Erneutes Installieren von VMM mit einer beibehaltenen Datenbank
Systemanforderungen: VMM-Server
Deinstallieren von VMM 2008-Komponenten