Microsoft Security Bulletin MS14-082 - Wichtig

Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Office kann Remotecodeausführung ermöglichen (3017349)

Veröffentlicht: 9. Dezember 2014 | Aktualisiert: 19. Dezember 2014

Version: 1.0

Kurzzusammenfassung

Dieses Sicherheitsupdate behebt eine vertraulich gemeldete Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Office. Die Sicherheitsanfälligkeit kann die Codeausführung von Remotestandorten aus ermöglichen, wenn eine speziell gestaltete Datei in einer betroffenen Version von Microsoft Office geöffnet wird. Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer erlangen. Benutzer mit Konten, die über weniger Systemrechte verfügen, sind davon möglicherweise weniger betroffen als Benutzer mit Administratorrechten.

Dieses Sicherheitsupdate wird für alle unterstützten Editionen von Microsoft Office 2007, Microsoft Office 2010, Microsoft Office 2013 und Microsoft Office 2013 RT als Wichtig eingestuft. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Betroffene Software.

Dieses Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeit durch die Korrektur der Art und Weise, wie Microsoft Office speziell gestaltete Dateien analysiert. Weitere Informationen zu dieser Sicherheitsanfälligkeit finden Sie im Abschnitt Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten der betreffenden Sicherheitsanfälligkeit.

Weitere Informationen zu diesem Update finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 3017349.

 

Betroffene Software

Die folgenden Softwareversionen oder -Editionen sind betroffen. Versionen oder Editionen, die nicht aufgeführt sind, haben entweder das Ende ihres Supportlebenszyklus überschritten oder sind nicht betroffen. Besuchen Sie die Website Microsoft Support Lifecycle, um den Supportlebenszyklus für Ihre Softwareversion oder Edition zu ermitteln. 

 

**Microsoft Office Suite und andere Software** **Komponente** **Maximale Sicherheitsauswirkung** **Bewertung des Gesamtschweregrads** **Ersetzte Updates**
**Microsoft Office Suites und Komponenten**
**Microsoft Office 2007**
[Microsoft Office 2007 Service Pack 3](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45206) (2596927) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch 974234 in [MS09-060](https://technet.microsoft.com/de-de/library/security/ms09-060)
**Microsoft Office 2010**
[Microsoft Office 2010 Service Pack 2 (32-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45224) (2553154) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
[Microsoft Office 2010 Service Pack 2 (64-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45210) (2553154) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
**Microsoft Office 2013 und Microsoft Office 2013 RT**
[Microsoft Office 2013 (32-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45202) (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
[Microsoft Office 2013 Service Pack 1 (32-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45202) (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
[Microsoft Office 2013 (64-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45208) (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
[Microsoft Office 2013 Service Pack 1 (64-Bit-Editionen)](https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=45208) (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
Microsoft Office 2013 RT[1] (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
Microsoft Office 2013 RT Service Pack 1 [1] (2726958) Nicht anwendbar Remotecodeausführung Hoch Keine
[1]Dieses Update ist über [Windows Update](https://update.microsoft.com/microsoftupdate/v6/vistadefault.aspx?ln=de-de) erhältlich.

 

Bewertungen des Schweregrads und Kennungen der Sicherheitsanfälligkeit

Bei der folgenden Bewertung des Schweregrads wird die potenzielle maximale Auswirkung der Sicherheitsanfälligkeit angenommen. Informationen zur Wahrscheinlichkeit der Ausnutzung der Sicherheitsanfälligkeit in Bezug auf die Bewertung des Schweregrads und die Sicherheitsauswirkung innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung dieses Security Bulletins finden Sie im Ausnutzbarkeitsindex im Bulletin Summary für Dezember.  

**Bewertung des Schweregrads und maximale Sicherheitsauswirkung nach betroffener Software**
**Betroffene Software** [**Use-after-free-Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Office-Komponente - CVE-2014-6364**](https://www.cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=cve-2014-6364) **Bewertung des Gesamtschweregrads**
**Microsoft Office 2007**
Microsoft Office 2007 Service Pack 3 **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
**Microsoft Office 2010**
Microsoft Office 2010 Service Pack 2 (32-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2010 Service Pack 2 (64-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
**Microsoft Office 2013 und Microsoft Office 2013 RT**
Microsoft Office 2013 (32-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2013 Service Pack 1 (32-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2013 Service Pack 1 (64-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2013 Service Pack 2 (64-Bit-Editionen) **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2013 RT **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
Microsoft Office 2013 RT Service Pack 1 **Hoch** Remotecodeausführung **Hoch**
 

Informationen zu Sicherheitsanfälligkeiten

Use-after-free-Sicherheitsanfälligkeit in Microsoft Office-Komponente - CVE-2014-6364

Das Sicherheitsrisiko bezüglich Remotecodeausführung besteht im Kontext des aktuellen Benutzers und wird dadurch verursacht, dass Microsoft Office Objekte im Speicher nicht richtig verarbeitet, während speziell gestaltete Office-Dateien analysiert werden. Ein Angreifer, der dieses Sicherheitsrisiko erfolgreich ausnutzt, kann beliebigen Code im Kontext des aktuellen Benutzers ausführen. Wenn der aktuelle Benutzer mit Administratorbenutzerrechten angemeldet ist, kann ein Angreifer Programme installieren, Daten anzeigen, ändern oder löschen oder neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen. Benutzer mit Konten, die über weniger Systemrechte verfügen, sind davon möglicherweise weniger betroffen als Benutzer mit Administratorrechten.

Systeme, auf denen betroffene Microsoft Office-Software verwendet wird, einschließlich Arbeitsstationen und Terminalserver, sind hauptsächlich gefährdet. Bei Servern ist das Risiko größer, wenn Administratoren Benutzern ermöglichen, sich bei Servern anzumelden und Programme auszuführen. Es wird jedoch dringend davon abgeraten, diese Erlaubnis zu erteilen. Die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit erfordert, dass ein Benutzer eine speziell gestaltete Datei mit einer betroffenen Version von Microsoft Office-Software öffnet. Bei einem E-Mail-Angriff kann ein Angreifer diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen, indem er eine speziell gestaltete Datei an den Benutzer sendet und ihn dazu verleitet, die Datei in einer betroffenen Version der Microsoft Office-Software zu öffnen. In einem webbasierten Angriffsszenario kann ein Angreifer eine Website mit einer Datei einrichten, mit der versucht wird, die Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen. Außerdem können manipulierte Websites und Websites, die von Benutzern bereitgestellte Inhalte akzeptieren oder hosten, speziell gestaltete Inhalte enthalten, über die diese Sicherheitsanfälligkeit ausgenutzt werden kann. Ein Angreifer kann Benutzer nicht zum Besuch einer speziell gestalteten Website zwingen. Stattdessen muss ein Angreifer Benutzer dazu verleiten, die Website zu besuchen. Zu diesem Zweck werden die Benutzer normalerweise dazu gebracht, auf einen Link in einer E-Mail-Nachricht oder Instant Messenger-Nachricht zu klicken, die die Benutzer zur Website des Angreifers führt. Dort werden die Benutzer dazu verleitet, die speziell gestaltete Datei in einer betroffenen Version der Microsoft Office-Software zu öffnen.

Microsoft hat durch eine koordinierte Offenlegung der Sicherheitsanfälligkeit Informationen zu dieser Sicherheitsanfälligkeit erhalten. Microsoft lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Security Bulletins keine Informationen vor, dass diese Sicherheitsanfälligkeit öffentlich für Angriffe auf Benutzer ausgenutzt wurde. Dieses Sicherheitsupdate behebt die Sicherheitsanfälligkeit durch die Korrektur der Art und Weise, wie Microsoft Office speziell gestaltete Dateien analysiert.

Schadensbegrenzende Faktoren

Die folgenden schadensbegrenzenden Faktoren könnten hilfreich für Sie sein:

  • Die Sicherheitsanfälligkeit kann nicht automatisch über E-Mail ausgenutzt werden. Damit ein Angriff erfolgreich ist, muss ein Benutzer eine Dateianlage öffnen, die in einer E-Mail-Nachricht gesendet wurde, oder eine Vorschau davon anzeigen, oder auf eine Verknüpfung in einer E-Mail-Nachricht klicken.
  • In einem webbasierten Angriffsszenario kann ein Angreifer eine Website mit einer Datei einrichten, mit der versucht wird, diese Sicherheitsanfälligkeiten auszunutzen. Außerdem können manipulierte Websites und Websites, die von Endbenutzern bereitgestellte Inhalte oder Werbemitteilungen akzeptieren oder hosten, speziell gestaltete Inhalte enthalten, über die diese Sicherheitsanfälligkeit ausgenutzt werden kann. Ein Angreifer kann Benutzer jedoch nicht zwingen, die vom Angreifer kontrollierten Inhalte anzuzeigen. Er muss den Benutzer dazu verleiten, aktiv zu werden. Zu diesem Zweck wird der Benutzer meist dazu gebracht, in einer E-Mail oder einer Instant Messenger-Nachricht auf einen Link zur Website des Angreifers zu klicken.
  • Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit erfolgreich ausnutzt, kann die gleichen Benutzerrechte wie der aktuelle Benutzer erlangen. Benutzer mit Konten, die über weniger Systemrechte verfügen, sind davon möglicherweise weniger betroffen als Benutzer mit Administratorrechten.

Problemumgehungen

Für diese Sicherheitsanfälligkeit gibt es noch keine Problemumgehungen

Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Informationen zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel, auf den hier in der Kurzfassung verwiesen wird.

 

Danksagungen

Microsoft würdigt die Bemühungen derjenigen Benutzer der Sicherheitscommunity, die uns dabei helfen, Kunden durch eine verantwortliche Offenlegung von Sicherheitsanfälligkeiten zu schützen. Weitere Informationen finden Sie unter Danksagung

Haftungsausschluss

Die Informationen in der Microsoft Knowledge Base werden wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt. Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar gemacht werden für Schäden irgendeiner Art, einschließlich direkter, indirekter, zufällig entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden hingewiesen wurde. Weil in einigen Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die obige Einschränkung eventuell nicht für Sie.

Revisionen

  • V1.0 (9. Dezember 2014): Bulletin veröffentlicht.

Seite generiert am 19.12.2014 11:38Z-08:00.