MSSQLSERVER_833

Gilt für:yes SQL Server (alle unterstützten Versionen) Yes Azure SQL verwaltete Instanz

Details

attribute Wert
Produktname SQL Server
Ereignis-ID 833
Ereignisquelle MSSQLSERVER
Komponente SQLEngine
Symbolischer Name BUF_LONG_IO
Meldungstext Bei %d E/A-Anforderungen von SQL Server wurden mehr als %d Sekunden zum Abschließen des Vorgangs für die Datei [%ls] in der Datenbank [%ls] (%d) benötigt . Das Dateihandle des Betriebssystems lautet 0x%p. Der Offset des letzten langen E/A-Vorgangs lautet: %#016I64x.

Erklärung

Diese Meldung gibt an, dass SQL Server eine Lese- oder Schreibanforderung vom Datenträger ausgegeben hat und dass die Rückgabe der Anforderung länger als 15 Sekunden gedauert hat. Dieser Fehler wird von SQL Server gemeldet und weist auf ein Problem mit dem E/A-Subsystem hin. Möglicherweise bemerken Sie auch weitere Symptome im Zusammenhang mit dieser Meldung: lange Wartezeiten für PAGEIOLATCH-Wartevorgänge, Warnungen oder Fehler im Systemereignisprotokoll, Hinweise auf Probleme mit der Datenträgerlatenz bei Leistungsindikatoren der Systemüberwachung. Überwachen Sie sys.dm_io_virtual_file_stats, und wählen Sie eine geeignete Speicherebene und einen geeigneten IOPS-Wert für Ihren Speicherdurchsatz aus.

Mögliche Ursachen

Dieses Problem kann durch Leistungsprobleme im Betriebssystem, Hardware- oder Firmwarefehler, Gerätetreiberprobleme oder das Eingreifen von Filtertreibern in den E/A-Vorgang oder Speicherpfad von Datenbankdateien verursacht werden. SQL Server zeichnet die Uhrzeit der Initiierung einer E/A-Anforderung sowie die Uhrzeit des Abschlusses des E/A-Vorgangs auf. Wenn der Unterschied zwischen diesen beiden Zeitpunkten 15 Sekunden oder mehr beträgt, wird diese Bedingung erkannt. Das bedeutet auch, dass SQL Server nicht die Ursache einer verzögerten E/A-Bedingung ist, die in dieser Meldung berichtet und beschrieben wird. Diese Bedingung wird als "angehaltene E/A" bezeichnet. Die meisten Datenträgeranforderungen erfolgen innerhalb der typischen Geschwindigkeit des Datenträgers. Diese typische Datenträgergeschwindigkeit wird häufig als "Datenträgersuchezeit" bezeichnet. Die Datenträgersuchezeit für die meisten Standarddatenträger erfolgt in 10 Millisekunden oder weniger. Daher sind 15 Sekunden eine sehr lange Zeit für die Rückkehr des E/A-Pfads des Systems zu SQL Server.

Benutzeraktion

Sie können diesen Fehler durch Überprüfung des Systemereignisprotokolls auf hardwarebedingte Fehlermeldungen beheben. Sie können zudem hardwarespezifische Protokolle überprüfen, sofern diese verfügbar sind. Sie sollten die erforderlichen Methoden und Techniken verwenden, um die Ursache der Verzögerung im Betriebssystem, bei den Treibern oder bei der E/A-Hardware zu ermitteln. Die Lösung dieses Problems umfasst möglicherweise eine Aktualisierung aller Gerätetreiber und Firmware oder die Ausführung weiterer Diagnosemaßnahmen im Zusammenhang mit Ihrem Datenträgersystem.

Prüfen Sie mit dem Systemmonitor die folgenden Leistungsindikatoren:

  • Average Disk Sec/Transfer

  • Average Disk Queue Length

  • Current Disk Queue Length

Beispielsweise beträgt die durchschnittliche Datenträgersekunde/Übertragungszeit auf einem Computer, auf dem SQL Server ausgeführt wird, in der Regel weniger als 15 Millisekunden. Wenn sich der Wert Average Disk Sec/Transfer erhöht, ist dies ein Hinweis darauf, dass das E/A-Subsystem den E/A-Bedarf nicht optimal erfüllt.

Sie können auch Features wie die Storport-ETW-Protokollierung verwenden, um die Latenz von Anforderungen zu messen, die an eine Datenträgereinheit gesendet werden. Ein weiteres ähnliches Kit für die Problembehandlung bei E/A-Vorgängen ist als integriertes Profil Windows Performance Recorder verfügbar.

Hinweis

Der Datenträgerzugriff wird möglicherweise durch ein Antivirenprogramm verzögert. Um die Zugriffsgeschwindigkeit zu erhöhen, schließen Sie die in der Fehlermeldung angegebenen SQL Server Datendateien von aktiven Virenscans aus. Sie können das Befehlszeilen-Hilfsprogramm „fltmc.exe“ verwenden, um alle im System installierten Filtertreiber abzufragen und sich über die Funktionen zu informieren, die das Programm im Speicherpfad zu den Datenbankdateien ausführt.

Weitere Informationen zu E/A-Fehlern finden Sie in kapitel 2 Microsoft SQL Server E/A-Grundlagen und im artikel Knowledge Base unter .