Erstellen und Testen eines Gerätekontos (Surface Hub)

Das Erstellen eines Surface Hub Gerätekontos (auch als Ressourcenkonto/Raumpostfach bezeichnet) ermöglicht es dem Surface Hub, Besprechungsanfragen zu empfangen, zu genehmigen oder abzulehnen und an Besprechungen teilzunehmen.

Sobald das Gerätekonto auf einem Surface Hub bereitgestellt wurde, können Benutzer dieses Konto einer Besprechungseinladung auf die gleiche Weise hinzufügen, wie sie einen Konferenzraum einladen würden.

Sie können das Gerätekonto während der Windows-Willkommensseitekonfigurieren. Bei Bedarf können Sie sie auch später in Einstellungen > Surface Hub > Kontenändern.

Konfigurationsübersicht

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Schritteund Konfigurationsentscheidungen beim Erstellen eines Gerätekontos beschrieben.

Schritt Beschreibung Zweck
1 Erstellen eines anmeldefähigen Raumpostfachs (Exchange Online oder Exchange Server 2016 und höher) Mit diesem Postfachtyp kann das Gerät einen Besprechungskalender verwalten, Besprechungsanfragen empfangen und E-Mails senden. Sie muss angemeldet sein, damit sie mit einem Surface Hub verwendet werden kann.
2 Konfigurieren der Postfacheigenschaften Das Postfach muss mit den richtigen Eigenschaften konfiguriert sein, um eine optimale Besprechungserfahrung auf Surface Hub zu ermöglichen. Weitere Informationen zu Postfacheigenschaften finden Sie unter Postfacheigenschaften.
3 Stellen Sie sicher, dass Exchange Webdienste (EWS) aktiviert und die mehrstufige Authentifizierung (Multi-Factor Authentication, MFA) deaktiviert ist. Die Surface Hub verwendet EWS zum Synchronisieren des Kalenders. Wenn Sie EWS in Ihrer Umgebung standardmäßig nicht zulassen, muss es für das Hubpostfach explizit aktiviert sein. Da sich der Surface Hub ohne Benutzerinteraktion bei Exchange im Hintergrund anmeldet, kann er nicht auf interaktive Eingabeaufforderungen reagieren, z. B. MFA. Das von Ihnen erstellte Gerätekonto muss von diesen Authentifizierungsanforderungen ausgeschlossen werden. Andernfalls kann Surface Hub E-Mail- und Kalenderinformationen nicht synchronisieren.
4 Aktivieren des Kontos für Teams oder Skype for Business (Skype for Business Server 2015 und höher) Skype for Business oder Teams müssen für die Verwendung von Konferenzfunktionen wie Videoanrufen und Bildschirmfreigabe aktiviert sein. Weitere Informationen zu den Lizenzen, die Teams ermöglichen, finden Sie unter Teams Besprechungsraum Lizenzierung und Teams Dienstbeschreibung. Die Teams- und SfB-Anwendungen auf dem Surface Hub sind nicht mit Azure AD-Richtlinien für bedingten Zugriff kompatibel, die Geräteinformationen erfordern (z. B. Compliance). Das von Ihnen erstellte Gerätekonto muss von diesen Zertifizierungsstellenrichtlinien ausgeschlossen werden. Andernfalls können Surface Hub keine Konferenzfunktionen verwenden.
5 (Optional) Deaktivieren des Kennwortablaufs Um die Verwaltung zu vereinfachen, können Sie den Kennwortablauf für das Gerätekonto deaktivieren und Surface Hub für das automatische Rotieren des Kennworts für das Gerätekonto aktivieren. Weitere Informationen zur Kennwortverwaltung finden Sie unter Kennwortverwaltung.
6 (Optional) Konfigurieren Exchange Richtlinien, um ActiveSync zuzulassen Bei bestimmten lokalen Exchange Server & Active Directory-Bereitstellungen wird ActiveSync zum Synchronisieren der E-Mail- und Kalenderinformationen des Gerätekontos verwendet. Weitere Informationen zu den zu konfigurierenden Richtlinien finden Sie unter ActiveSync-Richtlinien für Surface Hub Konten.

Hinweis

Das Surface Hub Gerätekonto unterstützt keine Identitätsanbieter (IdPs) von Drittanbietern und muss sich über Active Directory oder Azure Active Directory authentifizieren.

Details zu den Konfigurationsschritten

Es wird empfohlen, Ihre Surface Hub Gerätekonten mithilfe von Remote-Windows PowerShell einzurichten. Microsoft bietet SkypeRoomProvisioningScript.ps1, ein Skript, das ihnen hilft, neue Ressourcenkonten zu erstellen oder vorhandene Ressourcenkonten zu überprüfen, um sie in kompatible Surface Hub Gerätekonten umzuwandeln. Wenn Sie möchten, können Sie eine Option aus der folgenden Tabelle auswählen und die detaillierten PowerShell-Schritte basierend auf der Bereitstellung Ihrer Organisation ausführen.

Art der Bereitstellung in der Organisation Beschreibung Format, das während Surface Hub Setup verwendet werden soll
Onlinebereitstellung (Microsoft 365 oder Office 365) Die Umgebung Ihrer Organisation wird vollständig auf Microsoft 365 oder Office 365 bereitgestellt. Benutzername@domain.com
Hybridbereitstellung (Exchange lokal) Ihre Organisation verfügt über eine Mischung aus Diensten, wobei Exchange Server lokal und Microsoft Teams online gehostet werden. username@domain.com, wenn die moderne Hybridauthentifizierung in Exchange aktiviert ist, andernfalls DOMÄNE\Benutzername
Hybridbereitstellung (Exchange Online) Ihre Organisation verfügt über eine Mischung aus Diensten, wobei Skype for Business Server lokal und Exchange Online gehostet werden. username@domain.com, wenn die moderne Hybridauthentifizierung in SfB aktiviert ist, andernfalls DOMÄNE\Benutzername
Lokale Bereitstellung (einzelne Gesamtstruktur) Ihre Organisation verfügt über Server, die sie steuert, auf denen Active Directory, Exchange und Skype for Business Server in einer Umgebung mit einer Gesamtstruktur gehostet werden. DOMÄNE\Benutzername
Lokale Bereitstellung (mehrere Gesamtstrukturen) Ihre Organisation verfügt über Server, die sie steuert, auf denen Active Directory, Exchange und Skype for Business Server in einer Umgebung mit mehreren Gesamtstrukturen gehostet werden. ACCOUNTFOREST\username

Kontoüberprüfung und Test

Es stehen zwei Methoden zur Verfügung, mit denen Sie ein Surface Hub Gerätekonto überprüfen und testen können: SkypeRoomProvisioningScript.ps1 und die Surface Hub Hardwarediagnose-App. Das Kontobereitstellungsskript kann ein zuvor erstelltes Gerätekonto mithilfe von PowerShell von Ihrem PC aus überprüfen. Die Hardwarediagnose-App für Surface Hub ist auf dem Surface Hub installiert und übermittelt detailliertes Feedback in puncto Fehler bei der Anmeldung und Kommunikation. Beide Tools sind wertvoll, um neu erstellte Gerätekonten zu testen und sollten verwendet werden, um eine optimale Konto-Verfügbarkeit sicherzustellen.