Sichern von virtuellen Hyper-V-Computern

Wichtig

Diese Version von Data Protection Manager (DPM) hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf DPM 2019 durchführen.

System Center Data Protection Manager (DPM) schützt virtuelle Hyper-V-Computer durch das Sichern der Daten von virtuellen Computern. Sie können Daten auf Hyper-V-Hostebene sichern, um die Datenwiederherstellung auf VM- und Dateiebene zu aktivieren. Sie können auch auf Gastebene sichern, um die Wiederherstellung auf Anwendungsebene zu aktivieren.

Unterstützte Szenarios

Mit DPM können virtuelle Computer gesichert werden, die auf Hyper-V-Hostservern in folgenden Szenarien ausgeführt werden:

  • Virtuelle Computer mit lokalem oder direktem Speicher: Sichern Sie virtuelle Computer, die auf eigenständigen Hyper-V-Hostservern gehostet werden und über lokale oder direkt angefügte Speicher verfügen. Beispiele: ein Festplattenlaufwerk, SAN-Gerät (Storage Area Network) oder NAS-Gerät (Network Attached Storage). Der DPM-Schutz-Agent muss auf allen Hosts installiert werden.

  • Virtuelle Computer in einem Cluster mit CSV-Speicher: Sichern Sie virtuelle Computer, die auf einem Hyper-V-Cluster mit freigegebenem Clustervolumespeicher (CSV) gehostet werden. In DPM 2012 SP1 wurden die schnelle vollständige Sicherung, parallele Sicherungen und Verbesserungen der Clusterabfrage für die CSV-Sicherung eingeführt. Der DPM-Schutz-Agent wird auf allen Clusterknoten installiert.

  • Virtuelle Computer mit SMB-Speicher – Sichern Sie virtuelle Computer, die auf einem eigenständiger Hyper-V-Server oder in einem Cluster gehostet werden, mithilfe von SMB 3.0-Dateiserverspeicher. SMB-Freigaben werden auf einen eigenständigen Dateiserver oder in einem Dateiservercluster unterstützt. Wenn Sie einen externen SMB 3.0-Dateiserver nutzen, muss der DPM-Schutz-Agent auf diesem installiert werden. Wenn der Speicherserver zu einem Cluster gehört, muss der Agent auf jedem Clusterknoten installiert sein. Für das Konto „machine$“ des Anwendungsservers in der SMB-Freigabe sind uneingeschränkte Berechtigungen auf Freigabe- und Ordnerebene erforderlich.

  • Sichern virtueller Computer, die für die Livemigration konfiguriert sind : Die Livemigration ermöglicht, virtuelle Computer von einem Speicherort zu verschieben, ohne den Zugriff zu unterbrechen. Sie können virtuelle Computer zwischen zwei eigenständigen Servern, innerhalb eines einzelnen Clusters oder zwischen einem eigenständigen Server und einem Clusterknoten migrieren. Es können mehrere Livemigrationen gleichzeitig ausgeführt werden. Sie können auch eine Livemigration des Speichers virtueller Computer ausführen, sodass virtuelle Computer ohne Betriebsunterbrechung an einen neuen Speicherort verschoben werden können. DPM kann virtuelle Computer sichern, die für die Livemigration konfiguriert sind. Weitere Informationen

  • Sichern virtueller Replikatcomputer – Sichern Sie virtuelle Replikatcomputer, die auf einem sekundären Server (nur DPM 2012 R2) ausgeführt werden.

Informationen zu unterstützten DPM- und Hyper-V-Versionen finden Sie unter Was kann mit DPM gesichert werden?

Host- im Vergleich zur Gastsicherung

Mit DPM können Sicherungen von Hyper-V-Computern auf Host- oder Gastebene ausgeführt werden. Auf Hostebene wird der DPM-Schutz-Agent auf dem Hyper-V-Hostserver oder im Hyper-V-Cluster installiert und schützt sämtliche virtuellen Computer und Datendateien, die auf diesem Host ausgeführt werden. Auf Gastebene wird der Agent auf jedem virtuellen Computer installiert und schützt die auf diesem Computer vorhandene Arbeitsauslastung.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile:

  • Sicherungen auf Hostebene sind flexibel, da sie unabhängig vom Typ des Betriebssystems auf den Gastcomputern funktionieren. Zudem ist keine Installation des DPM-Schutz-Agents auf den einzelnen virtuellen Computern erforderlich. Wenn Sie die Sicherung auf Hostebene bereitstellen, müssen Sie einen vollständigen virtuellen Computer oder Dateien und Ordner (Wiederherstellung auf Elementebene) wiederherstellen können.

  • Die Sicherung auf Gastebene ist hilfreich, wenn Sie bestimmte Arbeitsauslastungen schützen möchten, die auf einem virtuellen Computer ausgeführt werden. Auf Hostebene können Sie einen vollständigen virtuellen Computer wiederherstellen oder Dateien angeben, aber es wird keine Wiederherstellung im Rahmen einer bestimmten Anwendung bereitgestellt. Damit bestimmte SharePoint-Elemente aus einem gesicherten virtuellen Computer wiederhergestellt werden können, sollten Sie eine Sicherung dieses virtuellen Computers auf Gastebene durchführen. Beachten Sie, dass Sie die Sicherung auf Gastebene verwenden müssen, wenn Sie auf Passthrough-Datenträgern gespeicherte Daten schützen möchten. Passthrough ermöglicht dem virtuellen Computer einen direkten Zugriff auf das Speichergerät, ohne dass virtuelle Volumedaten in einer VHD-Datei gespeichert werden.

Online- und Offlinesicherungen

Wichtig

Je nach DPM-Konfiguration und der Art der Daten, die Sie schützen, verhält sich DPM bei Online- und Offlinesicherungen unterschiedlich. Wenn Sie DPM 2012 R2 mit UR3 (oder höher) verwenden, um Hyper-V unter Windows Server 2012 R2 (oder höher) zu schützen, werden die virtuellen Computer während des Sicherungsprozesses weiter ausgeführt. In diesem Fall trifft der Rest dieses Abschnitts nicht zu.

Wenn Sie einen Hyper-V-Server unter Windows Server 2012 schützen oder wenn Sie DPM 2012 R2 mit UR1 oder UR2 verwenden, gilt der folgende Abschnitt für Ihre Konfiguration:

DPM arbeitet nahtlos mit dem Hyper-V VSS Writer (Volume Shadow Copy Services, Volumeschattenkopie-Dienste) zusammen, sodass gewährleistet ist, dass konsistente Versionen virtueller Computer ohne Auswirkungen auf deren Verfügbarkeit erfasst und geschützt werden. Die Fähigkeit zum Sichern geöffneter Dateien ist wichtig für die Geschäftskontinuität. Standardmäßig führt DPM Onlinesicherungen aus, die sich nicht auf die Verfügbarkeit virtueller Computer auswirken. Für eine Onlinesicherung ist Folgendes erforderlich:

  • Der Integrationsdienst für Onlinesicherung muss aktiviert sein, damit das Betriebssystem auf dem virtuellen Computer die Hyper-V-Integrationsdienste unterstützen kann.

  • Das Gastbetriebssystem muss VSS unterstützen (Windows Server 2003 oder höher). Die Onlinesicherung wird nicht unterstützt, wenn virtuelle Computer mit Linux ausgeführt werden.

  • Es dürfen keine dynamischen Datenträger auf dem virtuellen Computer vorhanden sein.

  • Alle Volumes können entweder NTFS- oder ReFS-Volumes sein.

  • Die VSS-Speicherzuweisung für die Volumes darf nicht geändert werden.

  • Der virtuelle Computer muss ausgeführt werden. Wenn der virtuelle Computer zu einem Cluster gehört, muss die Clusterressourcengruppe online sein. Eine Schattenspeicherzuweisung eines Volumes innerhalb des virtuellen Computers darf explizit nicht auf dasselbe, sondern muss auf ein anderes Volume festgelegt sein.

Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, führt DPM eine Offlinesicherung aus. Dazu wird der virtuelle Computer angehalten und in einen gespeicherten Zustand versetzt, während die Momentaufnahme erstellt wird. Danach wird der virtuelle Computer fortgesetzt. Dies bedeutet, dass der virtuelle Computer während der Sicherung nicht verfügbar ist, allerdings in vielen Umgebungen nur für weniger als eine Minute.

Schützen von VMs auf SOFS-Clustern

DPM kann zum Sichern von auf NTFS- und ReFS-basierten SOFS-Clustern bereitgestellten VMs genutzt werden. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um VMs in SOFS-Clustern zu schützen:

Fügen Sie den Sicherungsoperatorengruppen und Freigabeberechtigungen die folgenden Computerkonten hinzu:

  • Wenn Sie eine hoch verfügbare VM schützen, geben Sie den Computerkontonamen des Hostclusters, der Clusterknoten und des DPM-Servers an.
  • Wenn Sie eine VM ohne hohe Verfügbarkeit schützen, geben Sie den Computernamen des Hyper-V-Hosts und des DPM-Servers an.

Führen Sie die folgenden Schritte für jeden Knoten innerhalb des SOFS-Clusters aus, um den Sicherungsoperatorgruppen die Computerkonten hinzuzufügen:

  1. Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, und geben Sie lusrmgr.msc ein, um „Lokale Benutzer und Gruppen“ zu öffnen.

  2. Klicken Sie im Dialogfeld „Lokale Benutzer und Gruppen“ auf Gruppen.

  3. Klicken Sie in der Liste der Gruppen mit der rechten Maustaste auf Sicherungsoperatoren, und wählen Sie Eigenschaften.

    Das Dialogfeld Eigenschaften von Sicherungsoperatoren wird geöffnet.

  4. Klicken Sie im Dialogfeld Eigenschaften von Sicherungsoperatoren auf Hinzufügen.

  5. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzer, Computer, Dienstkonten oder Gruppen auswählen auf Objekttypen. Das Dialogfeld Objekttypen wird geöffnet.

  6. Wählen Sie im Dialogfeld Objekttypen die Option Computer, und klicken Sie auf OK. Das Dialogfeld Objekttypen wird geschlossen.

  7. Geben Sie im Dialogfeld Benutzer, Computer, Dienstkonten oder Gruppen auswählen den Namen des Servers oder Clusters ein, und klicken Sie auf Namen überprüfen.

  8. Starten Sie den Knoten neu, nachdem Sie die Computer bestimmt haben.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um der Freigabe Berechtigungen zu geben:

  1. Öffnen Sie auf einem Server, auf dem die SOFS/SMB-Freigabe gehostet wird, Server-ManagerDatei- und SpeicherdiensteFreigaben.

  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die VM-Speicherfreigabe und dann auf Eigenschaften.

  3. Klicken Sie im Dialogfeld Eigenschaften im Navigationsmenü auf der linken Seite auf Berechtigungen.

  4. Klicken Sie auf Berechtigungen anpassen, um das Dialogfeld „Erweiterte Sicherheitseinstellungen“ zu öffnen.

  5. Klicken Sie auf der Registerkarte Berechtigungen auf Hinzufügen.

  6. Klicken Sie auf Prinzipal auswählen.

  7. Klicken Sie im Dialogfeld Benutzer, Computer, Dienstkonto oder Gruppe auswählen auf Objekttypen.

  8. Wählen Sie im Dialogfeld Objekttypen die Option Computer, und klicken Sie auf OK.

  9. Geben Sie im Dialogfeld Benutzer, Computer, Dienstkonto oder Gruppe auswählen den Namen des Hyper-V-Knotens oder des Clusters ein, dem die Berechtigung zugewiesen werden soll.

  10. Klicken Sie auf Namen überprüfen, um den Namen aufzulösen, und klicken Sie dann auf OK.

  11. Wählen Sie im Dialogfeld Berechtigungseintrag für Freigabe die Option Vollzugriff, und klicken Sie auf OK.

  12. Klicken Sie im Dialogfeld Erweiterte Sicherheitseinstellungen für Freigabe auf die Registerkarte Freigabe, und wiederholen Sie die Schritte 6-11 für die Registerkarte Freigabe (anstelle der Registerkarte Berechtigungen).

  13. Wenn Sie die Schritte zum Hinzufügen von Berechtigungen für die Server abgeschlossen haben, klicken Sie auf Anwenden.

    Dadurch werden die VMs auf SOFS-Freigaben für den Sicherungsvorgang vorbereitet.

So funktioniert der Sicherungsprozess

DPM führt die Sicherung mit VSS wie im Folgenden beschrieben aus. Die Schritte in dieser Beschreibung sind zur besseren Übersichtlichkeit nummeriert.

  1. Von der blockbasierten Synchronisierungs-Engine in DPM wird zunächst eine Kopie des geschützten virtuellen Computers erstellt, um sicherzustellen, dass die Kopie vollständig und konsistent ist.

  2. Nach Prüfung dieser Erstkopie erfasst DPM Sicherungen unter Verwendung des Hyper-V-VSS-Writers. Vom VSS-Writer wird ein datenkonsistenter Satz an Datenträgerblöcken bereitgestellt, die mit dem DPM-Server synchronisiert werden. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass eine „vollständige Sicherung“ mit dem DPM-Server erfolgt, während die Menge der über das Netzwerk zu übertragenen Sicherungsdaten minimiert wird.

  3. Vom DPM-Schutz-Agent auf einem Server mit Hyper-V werden die vorhandenen Hyper-V-APIs verwendet, um festzustellen, ob ein geschützter virtueller Computer VSS unterstützt.

    • Wenn ein virtueller Computer die Anforderungen für eine Onlinesicherung erfüllt und die Hyper-V-Integrationsdienste installiert sind, leitet der Hyper-V-VSS Writer die VSS-Anforderungen rekursiv an alle VSS-fähigen Prozesse auf dem virtuellen Computer weiter. Dieser Vorgang erfolgt auch dann, wenn der DPM-Schutz-Agent nicht auf dem virtuellen Computer installiert ist. Mit der rekursiven VSS-Anforderung kann der Hyper-V-VSS Writer sicherstellen, dass die Schreibvorgänge auf dem Datenträger synchronisiert werden, sodass eine VSS-Momentaufnahme ohne Datenverlust erfasst wird.

      Die Hyper-V-Integrationsdienste rufen den Hyper-V-VSS Writer im Volumeschattenkopie-Dienste (VSS) auf virtuellen Computern auf, um sicherzustellen, dass sich ihre Anwendungsdaten in einem konsistenten Zustand befinden.

    • Wenn der virtuelle Computer die Anforderungen für die Onlinesicherung nicht erfüllt, werden von DPM automatisch die Hyper-V-APIs verwendet, um den virtuellen Computer anzuhalten, bevor Datendateien erfasst werden.

  4. Nach der Synchronisierung der ersten Basislinienkopie des virtuellen Computers mit dem DPM-Server werden alle Änderungen an den Ressourcen des virtuellen Computers in einem neuen Wiederherstellungspunkt erfasst. Der Wiederherstellungspunkt stellt den konsistenten Zustand des virtuellen Computers zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Wiederherstellungspunkte können mindestens einmal täglich erfasst werden. Bei der Erstellung eines neuen Wiederherstellungspunkts wird von DPM die Replikation auf Blockebene in Kombination mit dem Hyper-V-VSS-Writer verwendet, um festzustellen, welche Blöcke auf dem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, seit Erstellung des letzten Wiederherstellungspunkts geändert wurden. Geänderte Datenblöcke werden dann auf den DPM-Server übertragen und auf das Replikat der geschützten Daten angewendet.

  5. Vom DPM-Server wird VSS auf den Volumes verwendet, auf denen Wiederherstellungsdaten gehostet werden, sodass mehrere Schattenkopien zur Verfügung stehen. Jede dieser Schattenkopien ermöglicht eine separate Wiederherstellung. VSS-Wiederherstellungspunkte werden auf dem DPM-Server gespeichert. Die auf dem Server, auf dem Hyper-V ausgeführt wird, erstellte temporäre Kopie wird nur für die Dauer der DPM-Synchronisierung gespeichert.

Voraussetzungen für eine Sicherung

Dies sind die Voraussetzungen zum Sichern von Hyper-V-Computern mit DPM.

Voraussetzung Details
DPM-Voraussetzungen – Wenn Sie eine Wiederherstellung auf Elementebene für virtuelle Computer ausführen möchten (Dateien, Ordner, Volumes wiederherstellen), müssen Sie die Hyper-V-Rolle auf dem DPM-Server installieren. – Wenn Sie nur den virtuellen Computer und nicht die Elementebene wiederherstellen möchten, ist diese Rolle nicht erforderlich.
– Sie können bis zu 800 VMs mit jeweils 100 GB auf einem DPM-Server schützen, und es können mehrere DPM-Server verwendet werden, die größere Cluster unterstützen.
– DPM schließt die Auslagerungsdatei von inkrementellen Sicherungen aus, um die Leistung bei der Sicherung von VMs zu verbessern.
– DPM kann einen Hyper-V-Server oder -Cluster in derselben Domäne sichern, in der sich auch der DPM-Server befindet, oder die Sicherung in einer untergeordneten oder vertrauenswürdigen Domäne durchführen. Falls Sie Hyper-V in einer Arbeitsgruppe oder einer nicht vertrauenswürdigen Domäne sichern möchten, müssen Sie die Authentifizierung einrichten. Für einen einzelnen Hyper-V-Server können Sie die NTLM- oder Zertifikat-Authentifizierung verwenden. Bei einem Cluster können Sie nur die Zertifikat-Authentifizierung verwenden.
– Die Verwendung der Sicherung auf Hostebene zum Sichern von VM-Daten auf Pass-Through-Datenträgern wird nicht unterstützt. In diesem Szenario wird die Sicherung auf Hostebene zum Sichern von VHD-Dateien und die Sicherung auf Gastebene zum Sichern anderer Daten empfohlen, die auf dem Host nicht angezeigt werden.
– Beim Schützen eines Hyper-V-Clusters mithilfe des erweiterten DPM-Schutzes (mehrere DPM-Server schützen einen großen Hyper-V-Cluster) können Sie keinen sekundären Schutz für die geschützten Hyper-V-Workloads hinzufügen.
– Sie können virtuelle Replikatcomputer nur sichern, wenn DPM das System Center 2012 R2 ausführt und der Hyper-V-Host unter Windows Server 2012 R2 ausgeführt wird.
– Sie können deduplizierte Volumes sichern.
Voraussetzungen für Hyper-V-VMs – Die Version der Integrationskomponenten auf der VM muss mit der Hyper-V-Version auf dem Server identisch sein, der Hyper-V ausführt.
– Für jede VM-Sicherung ist freier Speicherplatz auf dem Volume erforderlich, das die Dateien der VHD-Dateien hostet, damit Hyper-V während der Sicherung ausreichend Platz für differenzierende Datenträger (AVHD) erhält. Der Speicherplatz muss mindestens der Berechnung Ursprüngliche Datenträgergröße * Änderungsrate * Sicherungszeitfenster entsprechen. Wenn Sie mehrere Sicherungen auf einem Cluster ausführen, benötigen Sie genügend Speicherkapazität für die AVHDs für jeden virtuellen Computer, der diese Berechnung verwendet.
– Wenn Sie VMs sichern möchten, die sich auf Hyper-V-Hostservern mit Windows Server 2012 R2 befinden, sollte die VM über einen SCSI-Controller verfügen, auch wenn daran keine Geräte angeschlossen sind. Das ist dadurch begründet, dass der Hyper-V-Host für Onlinesicherungen in Windows Server 2012 R2 eine neue VHD auf dem virtuellen Computer bereitstellt und diese Bereitstellung dann später wieder aufhebt. Nur der SCSI-Controller unterstützt diese Vorgehensweise und daher ist er für die Onlinesicherung des virtuellen Computers erforderlich. Dies verdeutlicht, warum der SCSI-Controller benötigt wird. Ohne diese Einstellung wird Ereignis-ID 10103 ausgelöst, wenn Sie versuchen, den virtuellen Computer zu sichern.
Linux-Voraussetzungen – Sie können Linux-VMs mit DPM 2012 R2 sichern. Es werden nur dateikonsistente Momentaufnahmen unterstützt.
Sichern von VMs mit CSV-Speicher – Installieren Sie für den CSV-Speicher den VSS-Hardwareanbieter (Volumenschattenkopie-Dienste) auf dem Hyper-V-Server. Wenden Sie sich für Informationen zum VSS-Hardwareanbieter an Ihren Storage Area Network-Anbieter.
– Wenn ein einzelner Knoten in einem CSV-Cluster unerwartet heruntergefahren wird, führt DPM eine Konsistenzprüfung für die VMs aus, die auf dem betroffenen Knoten ausgeführt wurden.
– Wenn Sie einen Hyper-V-Server mit aktivierter BitLocker-Laufwerkverschlüsselung im CSV-Cluster neu starten müssen, müssen Sie eine Konsistenzprüfung für Hyper-V-VMs durchführen.
Sichern von VMs mit SMB-Speicher – Aktivieren Sie die automatische Bereitstellung auf dem Server mit Hyper-V, um den Schutz virtueller Computer zu ermöglichen.
– Deaktivieren Sie die TCP-Chimney-Abladung.
– Stellen Sie sicher, dass alle machine$-Konten für Hyper-V über vollständige Berechtigungen für die betreffenden Remote-SMB-Dateifreigaben verfügen.
– Stellen Sie sicher, dass der Dateipfad aller VM-Komponenten während der Wiederherstellung auf alternativen Speicherorten weniger als 260 Zeichen umfasst. Die Wiederherstellung ist möglicherweise auch bei längeren Pfaden erfolgreich, doch der virtuelle Computer kann von Hyper-V dann nicht bereitgestellt werden.
– Folgende Szenarien werden nicht unterstützt:
Bereitstellungen, bei denen sich einige Komponenten des virtuellen Computers auf lokalen Volumes und andere auf Remotevolumes befinden. IPv4- oder IPv6-Adressen für Speicherortdateiserver. Wiederherstellung eines virtuellen Computers auf einem Computer, von dem Remote-SMB-Freigaben verwendet werden.
– Sie müssen den Dateiserver-VSS-Agent-Diensts auf jedem SMB-Server aktivieren. – Fügen Sie ihn unter Rollen und Features hinzufügenServerrollen auswählenDatei- und SpeicherdiensteDateidiensteDateidienstDateiserver-VSS-Agent-Dienst hinzu.

Sichern virtueller Computer

  1. Richten Sie Ihren DPM-Server und Ihren Speicher ein. Verwenden Sie bei der Einrichtung Ihres Speichers diese Richtlinien zur Speicherkapazität.

    • Durchschnittliche VM-Größe: 100 GB
    • Zahl virtueller Computer pro DPM-Server – 800
    • Gesamtgröße von 800 VMs: 80 TB
    • Erforderlicher Speicherplatz für den Sicherungsspeicher: 80 TB
  2. Richten Sie den DPM-Schutz-Agent auf dem Hyper-V-Server oder auf Hyper-V-Clusterknoten ein. Wenn Sie Sicherungen auf Gastebene durchführen, installieren Sie den Agent auf den virtuellen Computern, die Sie auf Gastebene sichern möchten.

  3. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole auf SchutzSchutzgruppe erstellen, um den Assistenten zum Erstellen neuer Schutzgruppen zu öffnen.

  4. Wählen Sie auf der Seite Gruppenmitglieder auswählen die VMs aus, die Sie vor den Hyper-V-Hostservern schützen möchten, auf denen sie sich befinden. Wir empfehlen Ihnen, alle VMs, die die gleiche Schutzrichtlinie verwenden, in einer Schutzgruppe zusammenzufassen. Um den Speicherplatz effizient zu nutzen, aktivieren Sie die Zusammenstellung. Mit der Zusammenstellung können Sie Daten aus verschiedenen Schutzgruppen auf demselben Datenträger oder Bandspeicher suchen, sodass mehrere Datenquellen ein einzelnes Replikat- und Wiederherstellungspunkt-Volume verwenden.

  5. Geben Sie auf der Seite Methode für die Datensicherheit auswählen einen Namen für die Schutzgruppe ein. Wählen Sie Ich möchte einen kurzfristigen Schutz mit Datenträger und dann Ich möchte Onlineschutz aus, wenn Sie Daten mit dem Azure Backup-Dienst in Azure sichern möchten. Wenn diese Option nicht verfügbar ist, schließen Sie den Assistenten zum Erstellen der Gruppe ab, und ändern Sie die Einstellungen der Schutzgruppe, um diese Option zu aktivieren. In Azure können Sie Daten bis zu 3360 Tage speichern.

    Wenn Sie ein eigenständiges Bandlaufwerk oder eine Bandbibliothek an den DPM-Server angeschlossen haben, können Sie Ich möchte langfristigen Schutz per Band auswählen.

  6. Legen Sie unter Kurzfristige Ziele angeben > Beibehaltungsdauer fest, wie lange die Datenträgerdaten beibehalten werden sollen. Geben Sie unter Synchronisierungsfrequenz an, wie oft inkrementelle Sicherungen der Daten ausgeführt werden sollen. Alternativ können Sie anstelle der Auswahl eines Intervalls für inkrementelle Sicherungen auch Direkt vor einen Wiederherstellungspunkt aktivieren. Mit dieser aktivierten Einstellung führt DPM eine schnelle vollständige Sicherung vor jedem geplanten Wiederherstellungspunkt durch.

    • Wenn Sie Anwendungsworkloads schützen, werden Wiederherstellungspunkte gemäß der Synchronisierungsfrequenz erstellt, sofern die Anwendung inkrementelle Sicherungen unterstützt. Falls nicht, führt DPM eine schnelle vollständige Sicherung anstelle der inkrementellen durch und erstellt Wiederherstellungspunkte in Übereinstimmung mit dem Express-Sicherungszeitplan.

    • Wenn Sie die langfristige Speicherung auf Band aktivieren, legen Sie unter Langfristige Ziele angeben > Beibehaltungsdauer fest, wie lange die Banddaten (1–99 Jahre) beibehalten werden sollen. Unter „Sicherungshäufigkeit“ wählen Sie die gewünschte Sicherungshäufigkeit aus.

    • Die Sicherungshäufigkeit basiert auf der angegebenen Beibehaltungsdauer. Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 99 Jahre beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich erfolgen sollen.

    • Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 11 Monate beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich erfolgen sollen. Wenn die Beibehaltungsdauer 1 – 4 Wochen beträgt, können Sie festlegen, dass Sicherungen täglich oder wöchentlich erfolgen sollen.

    • Auf einem eigenständigen Bandlaufwerk für eine einzelne Schutzgruppe verwendet DPM so lange dasselbe Band für tägliche Sicherungen, bis der Speicherplatz auf dem Band nicht mehr ausreicht. Wenn Sie die Zusammenstellung aktiviert haben, werden Datenressourcen auf dem Band zusammengestellt.

    • Wenn Sie die langfristige Speicherung auf Band konfiguriert haben, geben Sie auf der Seite Bibliothek- und Banddetails auswählen das Band und die Bibliothek an, die für die Sicherung der Schutzgruppe verwendet werden sollen. Sie können auch angeben, ob die Sicherungsdaten komprimiert oder verschlüsselt werden.

  7. Überprüfen Sie in Datenträgerzuordnung überprüfen den für die Schutzgruppe zugeordneten Speicherplatz des Speicherpools.

    Gesamtdatengröße zeigt die Größe der zu sichernden Daten an, während Auf DPM bereitzustellender Speicherplatz den Speicherplatz angibt, der von DPM für die Schutzgruppe empfohlen wird. DPM wählt das ideale Sicherungsvolume auf Grundlage der Einstellungen. Sie können jedoch in Details zur Datenträgerzuordnung das gewählte Sicherungsvolume ändern. Wählen Sie für die Workloads im Dropdownmenü den bevorzugten Speicher aus. Durch Ihre Änderungen verändern sich im Bereich Verfügbarer Speicherplatz die Werte für Gesamtspeicher und Freier Speicher. Zu wenig bereitgestellter Speicherplatz ist die Menge an Speicher, die hinzuzufügen DPM Ihnen vorschlägt, um die Sicherungen in Zukunft reibungslos fortzusetzen.

  8. Geben Sie auf der Seite Replikaterstellungsmethode auswählen an, wie die erste Replikation der Daten in der Schutzgruppe ausgeführt werden soll. Wenn Sie über das Netzwerk replizieren, wird empfohlen, dass Sie eine Zeit außerhalb der Spitzenzeiten auswählen. Ziehen Sie bei großen Datenmengen oder nicht optimalen Netzwerkbedingungen die Offlinereplikation der Daten mit Wechselmedien in Betracht.

  9. Legen Sie auf der Seite Konsistenzprüfungsoptionen auswählen fest, wie Konsistenzprüfungen automatisiert werden sollen. Sie können eine Überprüfung aktivieren, die nur bei inkonsistenten Replikatdaten oder gemäß einem festgelegten Zeitplan ausgeführt wird. Wenn Sie keine automatischen Konsistenzprüfungen konfigurieren möchten, können Sie jederzeit eine manuelle Überprüfung ausführen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Schutzgruppe klicken und Konsistenzprüfung ausführen auswählen.

    Nachdem Sie die Schutzgruppe erstellt haben, erfolgt die erste Replikation der Daten in Übereinstimmung mit der von Ihnen ausgewählten Methode. Nach der ersten Replikation erfolgt jede Sicherung entsprechend den Einstellungen der Schutzgruppe. Beachten Sie Folgendes, wenn Sie gesicherte Daten wiederherstellen müssen:

Sichern von für die Livemigration konfigurierte virtuelle Computer

Wenn virtuelle Computer in die Livemigration einbezogen sind, können sie von DPM weiterhin geschützt werden, solange der DPM-Schutz-Agent auf dem Hyper-V-Host installiert ist. DPM schützt die VMs gemäß des Typs der angewandten Livemigration.

Livemigration innerhalb eines Clusters – Wenn ein virtueller Computer innerhalb eines Clusters migriert wird, erkennt DPM die Migration und sichert den virtuellen Computer vom neuen Clusterknoten aus, ohne dass der Benutzer eingreifen muss. Da der Speicherort sich nicht geändert hat, erfolgen in DPM weiterhin schnelle vollständige Sicherungen. In einem Szenario mit zwei DPM-Servern zum Schutz eines Clusters wird ein virtueller Computer, der von DPM1 geschützt wird, weiterhin von DPM1 geschützt, unabhängig davon, wohin die Migration erfolgte.

Livemigration außerhalb eines Clusters – Eine Migration eines virtuellen Computers zwischen eigenständigen Servern, verschiedenen Clustern oder einem eigenständigen Server und einem Cluster wird von DPM automatisch erkannt, und es erfolgt eine Sicherung des virtuellen Computers ohne Benutzereingriff.

Anforderungen für die Aufrechterhaltung des Schutzes

Die folgenden Anforderungen gelten für die Aufrechterhaltung des Schutzes während der Livemigration:

  • Die Hyper-V-Hosts für die virtuellen Computer müssen sich in einer System Center VMM-Cloud auf einem VMM-Server befinden, der mindestens System Center 2012 mit SP1 ausführt.

  • Der DPM-Schutz-Agent muss auf allen Hyper-V-Hosts installiert werden.

  • DPM-Server müssen mit dem VMM-Server verbunden werden. Alle Hyper-V-Hostserver in der VMM-Cloud müssen auch mit den DPM-Servern verbunden werden. Auf diese Weise kann DPM mit dem VMM-Server kommunizieren, um zu ermitteln, auf welchem Hyper-V-Hostserver der virtuelle Computer derzeit ausgeführt wird. Zudem kann DPM eine neue Sicherung von diesem Hyper-V-Server erstellen. Kann mit dem Hyper-V-Server keine Verbindung hergestellt werden, tritt bei der Sicherung ein Fehler mit der Meldung auf, dass der DPM-Schutz-Agent nicht erreichbar ist.

  • Alle DPM-Server, VMM-Server und Hyper-V-Hostserver müssen sich in der gleichen Domäne befinden.

Details zur Livemigration

Für eine Sicherung während einer Livemigration ist Folgendes zu beachten:

  • Beim Livemigrationsschutz wird keine Sicherung auf Band unterstützt.

  • Wird bei einer Livemigration Speicher übertragen, erfolgt in DPM eine vollständige Konsistenzprüfung des virtuellen Computers und anschließend wird mit schnellen vollständigen Sicherungen fortgefahren. Wird eine Speichermigration durchgeführt wird, erfolgt in Hyper-V eine Neuorganisation der virtuellen Festplatte (VHD oder VHDX). Dies führt zu einer einmaligen Spitze in der DPM-Sicherungsdatengröße.

  • Aktivieren Sie auf dem Host des virtuellen Computers die automatische Einbindung, um den virtuellen Schutz zu aktivieren, und deaktivieren Sie TCP Chimney Offload.

  • DPM verwendet Port 6070 als Standardport für das Hosten der DPM-VMM Helper Service. So ändern Sie die Registrierung:

    1. Navigieren Sie zu HKLM\Software\Microsoft\Microsoft Data Protection Manager\Configuration.
    2. Erstellen Sie einen 32-Bit-DWORD-Wert: „DpmVmmHelperServicePort“, und schreiben Sie die aktualisierte Portnummer als Teil des Registrierungsschlüssels.
    3. Öffnen Sie <Install directory>\Microsoft System Center 2012\DPM\DPM\VmmHelperService\VmmHelperServiceHost.exe.config und tauschen Sie die Portnummer 6070 gegen die neue Portnummer aus. Beispiel: <add baseAddress="net.tcp://localhost:6080/VmmHelperService/" />
    4. Starten Sie den DPM-VMM-Hilfsprogrammdienst und den DPM-Dienst neu.

Einrichten des Schutzes für die Livemigration

So richten Sie den Schutz für die Livemigration ein:

  1. Richten Sie den DPM-Server und seinen Speicher ein, und installieren Sie den DPM-Schutz-Agent auf allen Hyper-V-Hostservern oder Clusterknoten in der VMM-Cloud. Wenn Sie SMB-Speicher in einem Cluster verwenden, installieren Sie den DPM-Schutz-Agent auf allen Clusterknoten.

  2. Installieren Sie die VMM-Konsole als Clientkomponente auf dem DPM-Server, damit DPM mit dem VMM-Server kommunizieren kann. Die Version der Konsole muss mit der Version übereinstimmen, die auf dem VMM-Server ausgeführt wird.

  3. Weisen Sie das Konto „DPMMachineName$“ als schreibgeschütztes Administratorkonto auf dem VMM-Verwaltungsserver zu.

  4. Stellen Sie mit dem Set-DPMGlobalProperty-PowerShell-Cmdlet eine Verbindung aller Hyper-V-Hostserver mit allen DPM-Servern her. Bei dem Cmdlet können mehrere DPM-Servernamen verwendet werden. Verwenden Sie das folgende Format: Set-DPMGlobalProperty -dpmservername <dpmservername> -knownvmmservers <vmmservername>. Weitere Informationen finden Sie unter Set-DPMGlobalProperty.

  5. Wenn alle virtuellen Computer, die auf den Hyper-V-Hosts in den VMM-Clouds ausgeführt werden, in VMM erkannt werden, richten Sie eine Schutzgruppe ein, und fügen Sie die virtuellen Computer hinzu, die Sie schützen möchten. Für den Schutz in Szenarien mit Mobilität virtueller Computer müssen automatische Konsistenzprüfungen auf Schutzgruppenebene aktiviert werden.

  6. Nach der Konfiguration der Einstellungen werden alle Sicherungen plangemäß fortgesetzt, wenn ein virtueller Computer zu einem anderen Cluster migriert wird. Sie können wie folgt überprüfen, ob die Livemigration wie erwartet aktiviert ist:

    1. Überprüfen Sie, ob der DPM-VMM-Hilfsprogrammdienst ausgeführt wird. Wenn nicht, starten Sie ihn.

    2. Öffnen Sie SQL Server Management Studio, und stellen Sie eine Verbindung mit der Instanz her, auf der die DPM-Datenbank (DPMDB) gehostet wird. Führen Sie auf der DPMDB die folgende Abfrage aus: SELECT TOP 1000 [PropertyName] ,[PropertyValue] FROM[DPMDB].[dbo].[tbl_DLS_GlobalSetting].

      Diese Abfrage enthält eine Eigenschaft mit dem Namen KnownVMMServer. Dieser Wert muss derselbe sein, den Sie mit dem Cmdlet Set-DPMGlobalProperty angegeben haben.

    3. Führen Sie die folgende Abfrage aus, um den Parameter VMMIdentifier in für einen bestimmten virtuellen Computer zu prüfen: Ersetzen Sie VMName durch den Namen des virtuellen Computers.

      select cast(PhysicalPath as XML) from tbl_IM_ProtectedObject where DataSourceId in (select datasourceid from tbl_IM_DataSource where DataSourceName like '%<VMName>%')

    4. Öffnen Sie die von dieser Abfrage zurückgegebene .xml-Datei und überprüfen Sie, ob das Feld VMMIdentifier einen Wert hat.

Ausführen der manuellen Migration

Nachdem Sie die Schritte in den vorherigen Abschnitten ausgeführt haben, und der DPM Summary Manager-Auftrag abgeschlossen ist, ist die Migration aktiviert. Standardmäßig wird dieser Auftrag um Mitternacht gestartet und jeden Morgen ausgeführt. Wenn Sie eine manuelle Migration durchführen möchten, gehen Sie wie folgt vor, um sicherzustellen, dass alles wie erwartet funktioniert:

  1. Öffnen Sie SQL Server Management Studio, und stellen Sie eine Verbindung mit der Instanz her, auf der die DPM-Datenbank gehostet wird.

  2. Führen Sie die folgende Abfrage aus: select * from tbl_SCH_ScheduleDefinition where JobDefinitionID='9B30D213-B836-4B9E-97C2-DB03C3EB39D7'. Mit dieser Abfrage wird die ScheduleID zurückgegeben. Notieren Sie sich diese ID, da Sie sie im nächsten Schritt verwenden.

  3. Erweitern Sie im SQL Server Management Studio SQL Server-Agent und dann Aufträge. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ScheduleID die Sie notiert haben, und wählen Sie Auftrag starten bei Schritt... aus.

Hinweis: Bei Ausführen dieses Auftrags wird die Leistung bei der Sicherung beeinträchtigt. Die Größe und die Skalierung Ihrer Bereitstellung bestimmen, wie lange die Ausführung des Auftrags dauert.

Sichern von virtuellen Replikatcomputern

Wenn DPM mit Windows Server 2012 R2 oder höher ausgeführt wird, können Sie virtuelle Replikatcomputer auf einem sekundären Server sichern. Dies kann aus verschiedenen Gründen nützlich sein:

Verringert die Auswirkungen von Sicherungen auf die laufende Workload: Das Erstellen einer Sicherung eines virtuellen Computers verursacht zusätzlichen Aufwand, wenn eine Momentaufnahme erstellt wird. Durch das Verlagern des Sicherungsvorgangs an einem sekundären Remotestandort wird die zu bewältigende Arbeitsauslastung nicht mehr durch den Sicherungsvorgang beeinträchtigt. Dies gilt nur für Bereitstellungen, bei denen die Sicherungskopie an einem Remotestandort gespeichert ist. Beispielsweise können Sie tägliche Sicherungen erstellen und Daten lokal speichern, um schnelle Wiederherstellungszeiten zu gewährleisten, aber monatliche oder vierteljährliche Sicherungen von virtuellen Replikaten durchführen, die zur langfristigen Aufbewahrung remote gespeichert sind.

Spart Bandbreite: In einer typischen Bereitstellung mit Remotezweigstelle/Zentrale benötigen Sie eine angemessene Menge an bereitgestellter Bandbreite, um Sicherungsdaten zwischen Standorten zu übertragen. Wenn Sie zusätzlich zu Ihrer Datensicherungsstrategie eine Replikations- und Failoverstrategie entwickeln, können Sie die Menge der über das Netzwerk gesendeten redundanten Daten reduzieren. Durch Sichern der Daten auf den virtuellen Replikatcomputern anstatt auf dem primären Server ersparen Sie sich den Aufwand des Sendens dieser gesicherten Daten über das Netzwerk.

Ermöglicht Hostersicherung: Sie können ein gehostetes Rechenzentrum als Replikatstandort verwenden und benötigen kein sekundäres Rechenzentrum. In diesem Fall erfordert die SLA des Hosters einheitliche Sicherungen der virtuellen Replikatcomputer.

Eine virtueller Replikatcomputer wird deaktiviert, bis ein Failover eingeleitet wird, und VSS kann keine anwendungskonsistente Sicherung für einen virtuelle Replikatcomputer garantieren. Daher ist die Sicherung einer virtuellen Replikatcomputers nur absturzkonsistent. Wenn die Absturzkonsistenz nicht gewährleistet werden kann, schlägt die Sicherung fehl. Dies kann bei einer Reihe von Bedingungen passieren:

  • Der virtuelle Replikatcomputer ist nicht fehlerfrei und befindet sich in einem kritischen Zustand.

  • Der virtuelle Replikatcomputer wird neu synchronisiert (im Status „Neusynchronisierung wird ausgeführt“ oder „Neusynchronisierung erforderlich“).

  • Die erste Replikation zwischen dem primären und dem sekundären Standort wird ausgeführt oder steht für den virtuellen Computer aus.

  • HRL-Protokolle werden auf den virtuellen Replikatcomputer angewendet, oder eine vorherige Aktion zum Anwenden der HRL-Protokolle auf den virtuellen Datenträger ist fehlgeschlagen oder wurde abgebrochen oder unterbrochen.

  • Migration oder Failover des virtuellen Replikatcomputers wird ausgeführt.

Wiederherstellen von gesicherten virtuellen Computern

Wenn Sie einen gesicherten virtuellen Computer wiederherstellen können, wählen Sie den virtuellen Computer und den jeweiligen Wiederherstellungspunkt über den Wiederherstellungsassistenten aus. So öffnen Sie den Wiederherstellungs-Assistenten und stellen einen virtuellen Computer wieder her:

  1. Geben Sie in der DPM-Verwaltungskonsole den Namen der VM ein, oder erweitern Sie die Liste der geschützten Elemente, und wählen Sie die VM aus, die Sie wiederherstellen möchten.

  2. Klicken Sie im Bereich Wiederherstellungspunkte für im Kalender auf ein beliebiges Datum, um die verfügbaren Wiederherstellungspunkte anzuzeigen. Wählen Sie dann im Bereich Pfad den Wiederherstellungspunkt aus, den Sie im Wiederherstellungs-Assistenten verwenden möchten.

  3. Klicken Sie im Menü Aktionen auf Wiederherstellen, um den Wiederherstellungs-Assistenten zu öffnen.

    Die ausgewählte VM und der ausgewählte Wiederherstellungspunkt werden auf dem Bildschirm Wiederherstellungsauswahl überprüfen angezeigt. Klicken Sie auf Weiter.

  4. Wählen Sie auf dem Bildschirm Wiederherstellungstyp aus, wo Sie die Daten wieder wiederherstellen möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.

    • In ursprünglicher Instanz wiederherstellen: Wenn die Wiederherstellung in die ursprüngliche Instanz ausgeführt wird, wird die ursprüngliche VHD gelöscht. DPM stellt die VHD und andere Konfigurationsdateien mithilfe von Hyper-V VSS Writer am ursprünglichen Speicherort wieder her. Am Ende des Wiederherstellungsprozesses sind virtuelle Computer weiterhin hoch verfügbar. Die Ressourcengruppe muss für der Wiederherstellung vorhanden sein. Wenn Sie nicht verfügbar ist, führen Sie die Wiederherstellung an einem anderen Speicherort durch, und machen Sie den virtuellen Computer anschließend hoch verfügbar.

    • Wiederherstellung als VM auf einem anderem Host: DPM unterstützt die Wiederherstellung an einem anderen Speicherort (Alternate Location Recovery, ALR), mit der ein geschützter virtueller Hyper-V-Computer unabhängig von der Prozessorarchitektur nahtlos auf einem anderen Hyper-V-Host wiederhergestellt werden kann. Virtuelle Hyper-V-Computer, die in einem Clusterknoten wiederhergestellt werden, sind nicht hoch verfügbar. Wenn Sie diese Option auswählen, zeigt der Wiederherstellungs-Assistent einen zusätzlichen Bildschirm zum Angeben des Ziel und des Zielpfads an.

    • Kopieren in einen Netzwerkordner: DPM unterstützt die Wiederherstellung auf Elementebene (Item-Level Recovery, ILR). Dadurch können Sie Dateien, Ordner, Volumes und virtuelle Festplatten aus einer auf Hostebene durchgeführten Sicherung virtueller Hyper-V-Computer auf einer Netzwerkfreigabe oder auf einem durch DPM geschützten Server auf Elementebene wiederherstellen. Für die Wiederherstellung auf Elementebene muss der DPM-Schutz-Agent nicht im Gastbetriebssystem installiert sein. Wenn Sie diese Option auswählen, zeigt der Wiederherstellungs-Assistent einen zusätzlichen Bildschirm zum Angeben des Ziel und des Zielpfads an.

    Hinweis

    DPM unterstützt Wiederherstellungen auf Elementebene für dynamische Datenträger auf Gast-VMs nicht. Deshalb sollte die Gast-VM über einen einfachen Datenträger verfügen.

  5. Konfigurieren Sie unter Wiederherstellungsoptionen angeben die Wiederherstellungsoptionen, und klicken Sie auf Weiter:

    • Klicken Sie für Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung auf Ändern, wenn Sie eine VM über eine geringe Bandbreite wiederherstellen. Nachdem Sie die Einschränkungsoption aktiviert haben, können Sie die Menge an Bandbreite, die Sie zur Verfügung stellen möchten, und den Zeitpunkt angeben, zu dem diese Bandbreite verfügbar ist.
    • Wählen Sie SAN-basierte Wiederherstellung mithilfe von Hardwaremomentaufnahmen aktivieren, wenn Sie Ihr Netzwerk konfiguriert haben.
    • Wählen Sie Eine E-Mail senden, wenn die Wiederherstellung abgeschlossen ist, und geben Sie dann die E-Mail-Adressen an, wenn nach Abschluss des Wiederherstellungsprozesses E-Mail-Benachrichtigungen gesendet werden sollen.
  6. Vergewissern Sie sich auf dem Bildschirm „Zusammenfassung“, dass alle Details richtig sind. Wenn die Details nicht richtig sind oder Sie eine Änderung vornehmen möchten, klicken Sie auf Zurück. Wenn Sie mit den Einstellungen zufrieden sind, klicken Sie auf Wiederherstellen, um den Wiederherstellungsprozess zu starten.

  7. Der Bildschirm Wiederherstellungsstatus enthält Informationen zum Wiederherstellungsauftrag.

Wiederherstellen einer einzelnen Datei auf einer Hyper-V-VM

Sie können einzelne Dateien über einen Wiederherstellungspunkt einer geschützten Hyper-V-VM wiederherstellen. Dieses Feature ist nur für Windows Server-VMs verfügbar. Die Wiederherstellung einzelner Dateien ähnelt der Wiederherstellung einer vollständigen VM. Allerdings müssen Sie zunächst zur VMDK navigieren und die gewünschten Dateien suchen, bevor Sie den Wiederherstellungsprozess starten. So stellen Sie eine einzelne Datei wieder her oder wählen Dateien von einer Windows Server-VM aus:

Hinweis

Die Wiederherstellung einzelner Dateien auf einer Hyper-V-VM ist nur für Wiederherstellungspunkte von Windows-VMs und Datenträgern verfügbar.

  1. Klicken Sie in der DPM-Verwaltungskonsole auf die Ansicht Wiederherstellung.

  2. Suchen oder filtern Sie im Bereich Durchsuchen, um die wiederherzustellende VM zu ermitteln. Nachdem Sie eine Hyper-V-VM oder einen Ordner ausgewählt haben, zeigt der Bereich Wiederherstellungspunkte für die verfügbaren Wiederherstellungspunkte.

    Bereich „Wiederherstellungspunkte für“ zum Wiederherstellen von Dateien auf einer Hyper-V-VM

  3. Verwenden Sie im Bereich Wiederherstellungspunkte für den Kalender, um das Datum auszuwählen, das die gewünschten Wiederherstellungspunkte enthält. Je nach Konfiguration der Sicherungsrichtlinie können Daten ggf. über mehr als einen Wiederherstellungspunkt verfügen. Nachdem Sie den Tag ausgewählt haben, an dem der Wiederherstellungspunkt erstellt wurde, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die richtige Wiederherstellungszeit angegeben haben. Falls das ausgewählte Datum über mehrere Wiederherstellungspunkte verfügt, sollten Sie Ihren Wiederherstellungspunkt über das Dropdownmenü „Wiederherstellungszeit“ auswählen. Nachdem Sie den Wiederherstellungspunkt ausgewählt haben, wird die Liste der wiederherstellbaren Elemente im Bereich „Pfad“ angezeigt.

  4. Doppelklicken Sie im Bereich Pfad auf das Element in der Spalte „Wiederherstellbares Element“, um es zu öffnen und nach den Dateien zu suchen, die wiederhergestellt werden sollen. Wählen Sie die Dateien oder Ordner aus, die Sie wiederherstellen möchten. Um mehrere Elemente auszuwählen, drücken Sie die STRG-Taste, während Sie die einzelnen Elemente auswählen. Nutzen Sie den Bereich Pfad, um nach der Liste der Dateien oder Ordner zu suchen, die in der Spalte Wiederherstellbares Element angezeigt werden. Bei Verwendung der Option Liste unten durchsuchen wird nicht in Unterordnern gesucht. Doppelklicken Sie auf den Ordner, um die Unterordner zu durchsuchen. Verwenden Sie die Schaltfläche „Nach oben“, um von einem untergeordneten Ordner in den übergeordneten Ordner zu wechseln. Sie können mehrere Elemente (Dateien und Ordner) auswählen, aber diese müssen in demselben übergeordneten Ordner enthalten sein. Es ist nicht möglich, in einem einzigen Wiederherstellungsauftrag Elemente aus mehreren Ordnern wiederherzustellen.

    Überprüfen der Wiederherstellungsauswahl für die Hyper-V-VM

  5. Wählen Sie nach dem Auswählen der wiederherzustellenden Elemente im Menüband der Administratorkonsole Wiederherstellen aus, um den Wiederherstellungs-Assistenten zu öffnen. Im Wiederherstellungs-Assistenten werden auf dem Bildschirm Wiederherstellungsauswahl überprüfen die zur Wiederherstellung ausgewählten Elemente angezeigt.

  6. Wählen Sie auf dem Bildschirm Wiederherstellungsoptionen angeben die Option Ändern aus, wenn Sie die Drosselung der Netzwerkbandbreite aktivieren möchten. Wenn die Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung deaktiviert bleiben soll, wählen Sie Weiter aus. Keine anderen Optionen auf dieser Seite des Assistenten sind für VMware-VMs verfügbar. Wenn Sie die Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung ändern möchten, klicken Sie im Dialogfeld „Drosselung“ auf Netzwerk-Bandbreiteneinschränkung aktivieren, um die Option zu aktivieren. Konfigurieren Sie nach der Aktivierung die Optionen Einstellungen und Arbeitszeitplan.

  7. Wählen Sie auf dem Bildschirm Wiederherstellungstyp auswählen die Option Weiter aus. Sie können die Dateien oder Ordner nur in einem Netzwerkordner wiederherstellen.

  8. Wählen Sie auf dem Bildschirm Ziel angeben die Option Durchsuchen aus, um eine Netzwerkadresse für Ihre Dateien bzw. Ordner auszuwählen. DPM erstellt einen Ordner, in den alle wiederhergestellten Elemente kopiert werden. Der Ordnername erhält das Präfix „DPM_Tag-Monat-Jahr“. Wenn Sie einen Speicherort für die wiederhergestellten Dateien oder Ordner auswählen, werden die Details für diesen Speicherort (Ziel, Zielpfad und verfügbarer Speicherplatz) angegeben.

    Angeben des Standorts für die Wiederherstellung der Dateien der Hyper-V-VM

  9. Wählen Sie auf dem Bildschirm Wiederherstellungsoptionen angeben aus, welche Sicherheitseinstellung angewendet werden soll. Sie können sich für eine Änderung der Drosselung der Netzwerkbandbreite entscheiden, aber die Drosselung ist standardmäßig deaktiviert. Auch die Optionen SAN-Wiederherstellung und Benachrichtigung sind nicht aktiviert.

  10. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen auf dem Bildschirm Zusammenfassung, und wählen Sie Wiederherstellen aus, um den Wiederherstellungsprozess zu starten. Auf dem Bildschirm Wiederherstellungsstatus wird der Status des Wiederherstellungsvorgangs angezeigt.