Überlegungen zur Leistung der Funktionen

Wichtig

Diese Version von Orchestrator hat das Ende des Support erreicht. Es wird empfohlen, ein Upgrade auf Orchestrator 2019 zu durchführen.

Trotz der großen Unterschiede in Design und visueller Komplexität sind Runbooks prinzipiell sehr einfach strukturiert. Runbooks sind im Wesentlichen für drei Dinge zuständig: Ausführen von Aktivitäten, Verwalten von publizierte Daten und Verzweigen.

Funktionsweise der Orchestrator-Funktionen

Runbookaktivitäten bestehen im Wesentlichen aus zwei unterschiedlichen Arten von Code: Plattformcode und Domänencode. Mit dem Begriff Domänencode wird Code bezeichnet, der im Rahmen einer gewöhnlich nicht mit dem eigentlichen Orchestrator-Produkt verbundenen Runbookaktivität aufgerufen wird. Beispielsweise enthält die Standardaktivität Invoke Web Service (Webdienst aufrufen) Orchestrator-Plattformcode (das "Plumbing" der Aktivität) sowie Domänencode, der für das Aufrufen eines Webdiensts eindeutig ist. Der Plattformcode ist eindeutig, wenn auch für die meisten Aktivitäten ähnlich, da er auf einem gemeinsamen Framework basiert. Beim Domänencode gibt es für verschiedene Aktivitäten dagegen potenziell große Abweichungen.

Orchestrator-Runbooks sind im Prinzip dazu bestimmt, Daten zwischen diskreten Elementen des Domänencodes zu übertragen.

Obwohl technisch nicht zwingend erforderlich, werden von jeder Aktivität die von vorherigen Runbookaktivitäten veröffentlichten Daten genutzt. Wozu von einer bestimmten Aktivität die veröffentlichten, abonnierten Daten verwendet werden, wird alleine vom Domänencode bestimmt.

Von allen Runbookaktivitäten werden veröffentlichte Daten erstellt, die als Gemeinsame veröffentlichte Datenbezeichnet werden. Die vom Domänencode erstellten veröffentlichten Daten werden im Allgemeinen als Aktivitätsspezifische veröffentlichte Datenbezeichnet. Diese Daten sind wie auch der Domänencode selbst eindeutig für eine bestimmte Aktivität. Außerdem ist es nicht erforderlich, dass domänencode veröffentlichte Daten erzeugt.

Die von einer bestimmten Aktivität erzeugten Daten können ein- oder mehrwertige Datenelemente enthalten. Von jeder Aktivität wird z. B. ein einzelner Datensatz einwertiger Daten erzeugt, die als gemeinsame veröffentlichte Daten bezeichnet werden. Mit dem Domänencode können mehrere Datensätze mehrwertiger Daten erzeugt werden.

Die Verzweigung ist ein grundlegendes Konzept von Orchestrator. Von einer bestimmten Runbookaktivität wird eine Verzweigung erstellt, wenn die Aktivität der Ursprung von mindestens zwei Links ist, an deren Ende Daten – wie in den Filterbedingungen angegeben – an die Aktivität weitergegeben werden. Wenn ein Runbook erstmalig aufgerufen wird, besteht es aus einem einzelnen Thread. Trifft dieser Thread auf eine Runbookaktivität, für deren Links eine Verzweigung erforderlich ist, werden zusätzliche Threads erstellt – einer für jede Verzweigung. Von jedem Thread werden als Eingabe die veröffentlichten Daten der Aktivität verwendet, von der die Verzweigung erstellt wurde. Diese Daten korrelieren wiederum mit den vorherigen Aktivitäten im Runbook (daher können veröffentlichte Daten vorheriger Aktivitäten abonniert werden).

Die Benutzeroberfläche besteht aus zwei Komponenten: der Orchestration-Konsole und dem Webdienst. Die Orchestration-Konsole ist eine Silverlight-Anwendung, die für die Verbindung mit der Orchestrator-Datenbank auf den Webdienst angewiesen ist. Der Webdienst ist eine IISAnwendung, von dem die Verbindung mit der Datenbank hergestellt wird. Daher sind der Webdienst und die Orchestration Console stark von der Leistung der Orchestrator-Datenbank abhängig.

Teile der Orchestrator-Datenbank sind neu im Produkt und unterstützen den Webdienst direkt. Teile des Webdiensts dagegen sind von der älteren Opalis 6.3-Datenbankstruktur abhängig.

Neben ihrer Abhängigkeit vom Webdienst besitzt die Orchestration-Konsole auch Logik, die speziell auf die Funktion als Benutzeroberfläche abgestimmt ist und daher über eigene Leistungsmerkmale verfügt.