Exemplarische Vorgehensweise: Installieren von Operations Manager auf einem einzelnen Server

Wichtig

Diese Version von Operations Manager hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf Operations Manager 2019 durchführen.

Diese exemplarische Vorgehensweise führt Sie durch eine Installation von System Center – Operations Manager auf einem einzelnen Server. Dabei werden u. a. die folgenden Funktionen installiert:

  • Verwaltungsserver

  • Betriebskonsole

  • Webkonsole

  • Berichtsserver

Voraussetzungen

Stellen Sie sicher, dass der Server die Mindestvoraussetzungen für System Center Operations Manager erfüllt. Weitere Informationen finden Sie unter Systemanforderungen für System Center Operations Manager.

Erforderliche SQL Server-Komponenten

  • Database Engine Services – Volltextsuche und semantische Extraktion für die Suche (wie in SQL Server 2012 und höheren Versionen)

  • Reporting Services - Systemeigen

So installieren Sie die Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration

  1. Melden Sie sich mit einem Konto mit lokalen Administratoranmeldeinformationen beim Server an.

  2. Führen Sie auf dem Installationsmedium von System Center Operations Manager die Datei Setup.exe aus, und klicken Sie dann auf Installieren.

  3. Wählen Sie unter Erste Schritte auf der Seite Funktionen für Installation auswählen die Funktionen Verwaltungsserver, Betriebskonsole, Webkonsole und Berichtsserver aus. Wenn Sie mehr über die einzelnen Funktionen erfahren möchten, klicken Sie auf Alle erweitern, oder erweitern Sie die Schaltflächen neben den Funktionen. Klicken Sie anschließend auf Weiter.

  4. Akzeptieren Sie auf der Seite Wählen Sie einen Installationsspeicherort aus den Standardwert, geben Sie einen neuen Speicherort ein, oder suchen Sie einen Speicherort. Klicken Sie anschließend auf Weiter.

    Hinweis

    Der Standardpfad für System Center 2016 – Operations Manager lautet: C:\Programme\Microsoft System Center 2016\Operations Manager. Für allen höheren Releases (1801, 1807 und 2019) lautet der Standardpfad „C:\Programme\Microsoft System Center\Operations Manager“.

  5. Überprüfen Sie auf der Seite Erforderliche Komponenten alle Warnungen oder Fehler, und beheben Sie sie gegebenenfalls. Klicken Sie dann auf Erforderliche Komponenten erneut überprüfen, um das System erneut zu überprüfen.

    Hinweis

    Die Installation der Webkonsole erfordert, dass die ISAPI- und CGI-Einschränkungen in IIS für ASP.NET 4 aktiviert werden. Wählen Sie hierzu den Webserver in IIS-Manager aus, und doppelklicken Sie dann auf ISAPI- und CGI-Einschränkungen. Wählen Sie ASP.NET v4.0.30319aus, und klicken Sie dann auf Zulassen.

  6. Wenn keine Warnungen oder Fehler von der Voraussetzungsprüfung zurückgegeben werden, wird unter Erforderliche Komponentendie Seite Mit Setup fortfahren geöffnet. Klicken Sie auf Weiter.

  7. Wählen Sie unter Konfiguration auf der Seite Geben Sie eine Installationsoption an die Option Ersten Verwaltungsserver in einer neuen Verwaltungsgruppe erstellen aus, geben Sie einen Namen für die Verwaltungsgruppe ein, und klicken Sie dann auf Weiter.

    Hinweis

    Dieser Name kann nach der Einstellung nicht mehr geändert werden. Der Name der Verwaltungsgruppe darf keine führenden oder nachstehenden Leerzeichen sowie keines der folgenden Zeichen enthalten: , ( ) ^ ~ : ! ? " , ' ` @ # % \ / * + = $ | & [ ] <>{}. Der Name der Verwaltungsgruppe muss innerhalb Ihres Unternehmens eindeutig sein, wenn Sie vorhaben, mehrere Verwaltungsgruppen zu verbinden.

  8. Lesen Sie unter Konfiguration auf der Seite Lesen Sie die Lizenzbedingungen die Microsoft-Software-Lizenzbedingungen. Wählen Sie Ich habe die Lizenzbedingungen sorgfältig gelesen und stimme ihnen zu aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  9. Wenn unter Konfiguration die Seite Konfigurieren Sie die Operations Manager-Datenbank geöffnet wird, geben Sie in das Feld Servername und Instanzname den Namen des Servers sowie den Namen der SQL Server-Instanz für den Hostserver der Betriebsdatenbank ein. Wenn Sie SQL Server mithilfe der Standardinstanz installiert haben, müssen Sie nur den Servernamen eingeben. Wenn Sie den SQL Server-Standardport geändert haben, müssen Sie die neue Portnummer in das Feld SQL Server-Port eingeben.

    Wenn Sie ungültige SQL Server- und Instanznamen eingegeben haben, wird ein roter Kreis mit einem weißen X links neben den Feldern Servername und Instanzname sowie SQL Server-Port angezeigt.

    Das weiße X wird unter folgenden Umständen angezeigt:

    • Sie haben eine Instanz von SQL Server oder einen SQL Server-Portwert eingegeben, die nicht gültig oder nicht vorhanden sind.

    • Die angegebene SQL Server-Instanz entspricht nicht der erforderlichen Konfiguration, oder es sind nicht alle erforderlichen Funktionen enthalten.

    • Sie haben einen Wert außerhalb des gültigen Bereichs eingegeben (z. B. Port 999999).

    • Sie haben ein unzulässiges Zeichen in das Feld eingegeben (z. B. Server\Instanz%).

      Sie können mit dem Mauszeiger auf das Textfeld Servername und Instanzname zeigen, um zusätzliche Informationen zum Fehler anzuzeigen.

  10. Wenn Sie den korrekten Wert für den SQL Server-Datenbankservernamen eingegeben haben, klicken Sie auf das Feld SQL Server-Port. Daraufhin werden die eingegebenen Werte für den SQL Server-Namen und die Portnummer überprüft.

  11. Für die Felder Datenbankname, Datenbankgröße (MB) , „Datendateiordner“ und Protokolldateiordner wird empfohlen, die Standardwerte zu akzeptieren. Klicken Sie auf Weiter.

    Hinweis

    Diese Pfade werden nicht geändert, wenn Sie eine Verbindung mit einer anderen Instanz von SQL Server herstellen.

    Wichtig

    Sie werden möglicherweise benachrichtigt, dass Sie die falsche Version von SQL Server verwenden, oder es tritt ein Problem mit dem WMI-Anbieter (SQL Server Windows Management Instrumentation) auf. Dies können Sie beheben, indem Sie ein Eingabeaufforderungsfenster öffnen, Als Administrator ausführen auswählen und dann den folgenden Befehl ausführen. Ersetzen Sie im Befehl den Platzhalter Pfad> durch den Speicherort von SQL Server:

    mofcomp.exe “Pfad>\Microsoft SQL Server\100\Shared\sqlmgmproviderxpsp2up.mof”

    Hinweis

    Die Größe der SQL Server-Modelldatenbank darf nicht mehr als 100 MB betragen. Anderenfalls tritt möglicherweise ein Fehler beim Setup auf, und die Datenbank kann auf SQL aufgrund von Benutzerberechtigungen nicht erstellt werden. Sie müssen die Größe der Modelldatenbank reduzieren, um das Problem zu beheben.

  12. Wenn unter Konfiguration die Seite Data Warehouse-Datenbank konfigurieren geöffnet wird, geben Sie in das Feld Servername und Instanzname den Namen des Servers sowie den Namen der SQL Server-Instanz für den Hostserver der Data Warehouse-Datenbank ein.

  13. Es handelt sich um eine Einzelserverinstallation, akzeptieren Sie daher den Standardwert Neue Data Warehouse-Datenbank erstellen.

  14. Für die Felder Datenbankname, Datenbankgröße (MB) , „Datendateiordner“ und Protokolldateiordner wird empfohlen, die Standardwerte zu akzeptieren. Klicken Sie auf Weiter.

    Wichtig

    Sie werden möglicherweise benachrichtigt, dass Sie die falsche Version von SQL Server verwenden, oder es tritt ein Problem mit dem WMI-Anbieter (SQL Server Windows Management Instrumentation) auf. Dies können Sie beheben, indem Sie ein Eingabeaufforderungsfenster öffnen, Als Administrator ausführen auswählen und dann den folgenden Befehl ausführen. Ersetzen Sie im Befehl den Platzhalter Pfad> durch den Speicherort von SQL Server:

    mofcomp.exe “Pfad>\Microsoft SQL Server\100\Shared\sqlmgmproviderxpsp2up.mof”.

    Hinweis

    Diese Pfade werden nicht geändert, wenn Sie eine Verbindung mit einer anderen Instanz von SQL Server herstellen.

  15. Wählen Sie unter Konfiguration auf der Seite SQL Server-Instanz für Reporting Services aus der Dropdownliste die SQL Server-Datenbankinstanz aus. Diese Dropdownliste enthält den Namen der SQL Server-Datenbankinstanz, die bei der Installation von SQL Server 2014 Service Pack 2 oder SQL Server 2016 erstellt wurde. Dieser Name sollte dem Server entsprechen, auf dem Sie System Center 2016 – Operations Manager installieren. Klicken Sie auf Weiter.

  16. Wählen Sie unter Konfiguration auf der Seite Geben Sie eine Website für die Webkonsole an die Option Standardwebsite oder den Namen einer vorhandenen Website aus. Wählen Sie nur dann SSL aktivieren aus, wenn die Website für die Verwendung von SSL konfiguriert wurde. Klicken Sie dann auf Weiter.

  17. Wählen Sie unter Konfiguration auf der Seite Authentifizierungsmodus für die Webkonsole auswählen die gewünschte Option aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  18. Es wird empfohlen, unter Konfiguration auf der Seite Operations Manager-Konten konfigurieren die Option Domänenkonto für folgende Konten zu verwenden: Verwaltungsserver-Aktionskonto, System Center-Konfigurationsdienst und System Center-Datenzugriffsdienst, Datenlesekonto und Datenschreibkonto.

    Geben Sie in jedes Feld die Anmeldeinformationen für ein Domänenkonto ein. Das Fehlersymbol wird nach der Überprüfung des Kontos entfernt. Klicken Sie auf Weiter.

  19. Überprüfen Sie auf der Seite Configuration, Diagnostic and Usage Data (Konfiguration, Diagnose- und Nutzungsdaten) die Informationen, und klicken Sie auf Weiter.

  20. Wenn Windows Update auf dem Computer nicht aktiviert ist, wird unter Konfiguration die Seite Microsoft Update geöffnet. Wählen Sie die gewünschten Optionen aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  21. Überprüfen Sie die Optionen unter Konfiguration auf der Seite Installationsübersicht, und klicken Sie auf Installieren. Setup wird fortgesetzt.

  22. Wenn Setup abgeschlossen ist, wird die Seite Setup wurde abgeschlossen angezeigt. Klicken Sie auf Schließen. Nun wird die Betriebskonsole geöffnet.

So installieren Sie die Einzelserver-Verwaltungsgruppenkonfiguration von Operations Manager an der Eingabeaufforderung

  1. Melden Sie sich mit einem Konto mit lokalen Administratoranmeldeinformationen beim Server an.

  2. Öffnen Sie mithilfe der Option Als Administrator ausführen eine Eingabeaufforderung.

    Hinweis

    Zum Ausführen von Setup.exe sind Administratorberechtigungen erforderlich, weil für den Setupvorgang ein Zugriff auf Systemvorgänge erforderlich ist, welche nur von einem lokalen Administrator verwendet werden können.

  3. Ändern Sie den Pfad in den Pfad zur Datei „Setup.exe“ von System Center Operations Manager, und führen Sie den folgenden Befehl aus.

    Wichtig

    Verwenden Sie den Parameter /WebConsoleUseSSL nur dann, wenn bei Ihrer Website Secure Sockets Layer (SSL) aktiviert ist.

    Geben Sie bei einer Standardwebinstallation für den Parameter den Wert Standardwebsite an.

    Wichtig

    Bei folgendem Befehl wird vorausgesetzt, dass Sie das lokale Systemkonto für Verwaltungsserver-Aktionskonto (/UseLocalSystemActionAccount) und Datenzugriffsdienst (/UseLocalSystemDASAccount) angegeben haben. Zur Angabe eines Domänen-/Benutzernamens für diese Konten stellen Sie stattdessen folgende Parameter bereit:

    /ActionAccountUser: <domain\username> /ActionAccountPassword: <password>

    /DASAccountUser: <domain\username> /DASAccountPassword: <password>

    setup.exe /silent /install
    /components:OMServer,OMConsole,OMWebConsole,OMReporting
    /ManagementGroupName: "<ManagementGroupName>"
    /SqlServerInstance: <server\instance>
    /SqlInstancePort: <SQL instance port number>
    /DatabaseName: <OperationalDatabaseName>
    /DWSqlServerInstance: <server\instance>
    /DWSqlInstancePort: <SQL instance port number>
    /DWDatabaseName: <DWDatabaseName>
    /UseLocalSystemActionAccount /UseLocalSystemDASAccount
    /DatareaderUser: <domain\username>
    /DatareaderPassword: <password>
    /DataWriterUser: <domain\username>
    /DataWriterPassword: <password>
    /AcceptEndUserLicenseAgreement: [0|1]
    /WebSiteName: "<WebSiteName>" [/WebConsoleUseSSL]
    /WebConsoleAuthorizationMode: [Mixed|Network]
    /SRSInstance: <server\instance>
    /SendODRReports: [0|1]
    /EnableErrorReporting: [Never|Queued|Always]
    /SendCEIPReports: [0|1]
    /UseMicrosoftUpdate: [0|1]
    

Überprüfen der Installation

So bestätigen Sie die Integrität des Verwaltungsservers

  1. Wählen Sie in der Betriebskonsole den Arbeitsbereich Verwaltung aus.

  2. Wählen Sie unter Geräteverwaltung die Option Verwaltungsserver aus. Im Ergebnisbereich sollten Sie den Verwaltungsserver, den Sie soeben installiert haben, mit einem grünen Häkchen in der Spalte Integritätsstatus sehen.

So überprüfen Sie die Integrität von Operations Manager-Berichten

  1. Klicken Sie in der Betriebskonsole im Navigationsbereich auf die Schaltfläche Berichterstattung.

    Hinweis

    Nach der erstmaligen Bereitstellung kann es bis zu 30 Minuten dauern, bis Berichte erscheinen.

  2. Klicken Sie auf Microsoft-ODR-Berichtsbibliothek, und doppelklicken Sie dann auf einen der aufgelisteten Berichte. Der ausgewählte Bericht wird erstellt und in einem neuen Fenster angezeigt.

    Standardmäßig sollten Sie die folgenden Berichte sehen:

    • Warnungen pro Tag

    • Instanzbereich

    • Verwaltungsgruppe

    • Management Packs

    • Häufigste Warnungen

    Hinweis

    Hier ist es besonders nützlich, den Bericht „Management Packs“ auszuwählen, weil er eine vollständige Übersicht der auf dem Server installierten Management Packs enthält.

  3. Schließen Sie das Berichtsfenster.

Nächste Schritte

Nachdem Sie System Center Operations Manager installiert haben, können Sie Agents bereitstellen und Ihre Anwendungen, Server und Netzwerkgeräte überwachen. Weitere Informationen finden Sie unter Planung der Agent-Bereitstellung sowie Operations Manager-Überwachungsszenarien.