Neues in Operations Manager

Dieser Artikel beschreibt die neuen Features, die in System Center 2019 – Operations Manager unterstützt werden. Darüber hinaus werden die neuen Features in Operations Manager 2019 UR1, 2019 UR2 und 2019 UR3 erläutert.

Neue Features in Operations Manager 2019

In den folgenden Abschnitten werden neue und aktualisierte Features in System Center Operations Manager 2019 vorgestellt (Operations Manager).

Standardmäßig aktivierte Dienstanmeldung in Operations Manager 2019

Operations Manager 2019 unterstützt die Härtung von Dienstkonten und erfordert keine Anmelderechte für die interaktive (Remote-)Anmeldung für Dienstkonten.

Für Operations Manager 2019 wird standardmäßig Dienstanmeldung als Anmeldetyp verwendet. Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren der Dienstanmeldung für ausführende Konten.

Verbesserte Benutzeroberfläche für HTML5-Dashboard

Die neu gestaltete Webkonsole ist nun eine voll funktionsfähige HTML-basierte Konsole. Sie ist nicht mehr von Silverlight abhängig. Die neuen Dashboards wurden neu gestaltet und bieten nun Folgendes:

  • Eine moderne Benutzeroberfläche
  • Vereinfachte Erstellung von Dashboards und Widgets
  • Zugriff über mehrere Browser
  • Verbesserte Benutzeroberfläche zur Problembehandlung mit Drilldownseiten
  • Erweiterbarkeit mit einem benutzerdefinierten Widget unter Verwendung einer neuen REST-API
  • Funktion zum Exportieren und Freigeben von Dashboards
  • Neue Option Alle zum Auswählen aller Objekte beim Erstellen bzw. Bearbeiten von Warnungswidgets

Die Netzwerkauthentifizierung wird mit der verbesserten Webkonsole aktiviert. Weitere Informationen finden Sie in der Übersicht über die HTML5-Webkonsole und -Dashboards.

Verbesserte Benutzeroberfläche für Warnungen, die von Monitoren ausgelöst werden

Die Benutzeroberfläche zum Schließen der Warnungen, die von einem Monitor generiert werden, ist nun aussagekräftiger und unterstützt Sie noch besser dabei, Ihre Dienstverfügbarkeitsziele zu erreichen.

Wenn Sie die Details einer Warnung in der Warnungsansicht anzeigen, sehen Sie, ob die Warnung von einer Regel oder von einem Monitor generiert wurde. Falls die Warnung von einem Monitor generiert wurde, können Sie die automatische Auflösung der Warnung durch den Monitor zulassen, wenn der Integritätszustand wieder fehlerfrei ist.

In früheren Versionen von Operations Manager bleibt das Problem ungelöst, wenn Sie die Warnung schließen, während sich das Objekt in einem Warnungszustand, in einem kritischen Zustand oder in einem Fehlerzustand befindet. Es werden nur dann weitere Warnungen generiert, wenn auch der Integritätszustand für den Monitor zurückgesetzt wurde, was ebenfalls eine manuelle Aufgabe ist.

Dies führte häufig dazu, dass kritische Warnungen ohne eine Lösung des zugrunde liegenden Problems geschlossen wurden. In Operations Manager 2019 wurde dieses Verhalten nun behoben. Eine von einem Monitor generierte Warnung kann erst geschlossen werden, wenn der Integritätszustand des entsprechenden Monitors fehlerfrei ist.

Verbesserung von Benachrichtigungen und Abonnements

Die vorhandene Benutzeroberfläche für Warnungsbenachrichtigungen und Abonnements in Operations Manager wurde verbessert, um den Nutzen für Endbenutzer zu erhöhen. Diese Verbesserungen lassen sich grob in zwei Bereiche einteilen:

Unterstützung von Verwaltungsserverfailovern für Linux- und UNIX-Überwachung

Durch Failover des Verwaltungsservers in einem Ressourcenpool, für den die Überwachung einer Workload unterstützt wird, werden Hochverfügbarkeit und Fehlertoleranz gewährleistet. Wenn in früheren Versionen von Operations Manager ein primärer Verwaltungsserver ausfällt und ein anderer Verwaltungsserver die Rolle des primären Verwaltungsservers im Pool übernimmt, werden die vorhandenen monitorbasierten Warnungen in Operations Manager geschlossen. Es werden neue Warnungen für die gleiche Bedingung erstellt. Bei Bereitstellungen, bei denen Operations Manager in ein Incidentmanagementsystem integriert ist, führen diese neuen Warnungen zur Erstellung neuer Tickets oder Incidents.

Das Problem der Erstellung von Warnungen und Tickets während eines Failovers oder Lastenausgleichs für Verwaltungsserver wurde in Operations Manager 2019 behoben. Die Warnungen werden nun nicht mehr erneut erstellt, wenn für den primären Verwaltungsserver ein Failover ausgeführt wird. Nur die Anzahl von Wiederholungen der vorhandenen Warnungen wird inkrementiert.

Änderungen bei der Installation von Linux-Agents

Für Operations Manager 2019 wurden Änderungen an der Paketbündelung für Linux-Agents vorgenommen. Dieses Bundle umfasst jetzt nur noch die Shellpakete scx und omi. Nach der Agent-Installation wird auf dem Agent-Computer ein neuer Benutzer mit dem Namen omi erstellt. Sie können jedoch festlegen, dass der Benutzer omi im Voraus gemäß den Besonderheiten Ihrer Benutzerrichtlinien erstellt wird.

Es wird empfohlen, dass der Benutzer omi ein Systembenutzer ohne Anmeldungsshell, Kennwort und Basisverzeichnis ist.

Um das Feature für die Protokolldateiüberwachung zu nutzen, müssen Sie das in Operations Manager 2019 enthaltene Management Pack für die Linux-Protokolldateiüberwachung installieren. Durch diese Änderung wird sichergestellt, dass der Benutzer omsagent nur erstellt wird, wenn Sie das Feature für die Protokolldateiüberwachung verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Installieren des Agents auf UNIX- und Linux-Computern und unter Linux-Protokolldateiüberwachung.

Verbesserung des vom Agent initiierten Wartungsmodus

Der vom Agent initiierte Wartungsmodus ist ein sehr wichtiges Feature, das dazu dient, die Überwachung auszusetzen, wenn das überwachte Objekt zu Wartungszwecken in den Offlinezustand versetzt wird. In Operations Manager 2019 wird der Wartungsmodus basierend auf einem Ereignis ausgelöst. In früheren Releases wurde der Wartungsmodus dagegen auf der Grundlage der Registrierung ausgelöst. Bei der registrierungsbasierten Methode konnte es vorkommen, dass ein Verwaltungsserver die Registrierung des Agents nicht lesen konnte, bevor der Agent-Computer heruntergefahren wurde. In solchen Fällen wurden dann falsche Warnungen generiert.

Bei einem vom Agent initiierten Wartungsmodus auf Ereignisbasis liest ein Verwaltungsserver das Wartungsmodusereignis umgehend vom Agent-Computer. Diese schnelle Reaktion ist möglich, da Ereignisse nahezu in Echtzeit auftreten. Dadurch wird sichergestellt, dass der Server niemals die Verarbeitung der Wartungsanforderung versäumt.

Hinweis

Sie können Ihren Computer direkt nach dem Ausführen dieses Befehls ausschalten. Der Verwaltungsserver wird durch ein Ereignis aufgefordert, die Überwachung dieses Computers auszusetzen.

Möglichkeit zum Aktivieren des Modus für die geplante Wartung mit SQL Server Always On

Der Modus „Geplante Wartung“ ist schon seit der Version 2016 als Feature in Operations Manager enthalten. Wenn in früheren Versionen für Operations Manager-Bereitstellungen SQL Server Always On zur Sicherstellung der Hochverfügbarkeit aktiviert war, waren die Zeitpläne nicht zugänglich, wenn das SQL Server-Failover in der Verfügbarkeitsgruppe erfolgte.

Mit Operations Manager 2019 wird eine Lösung für dieses Problem eingeführt, um zu erreichen, dass die Funktion für den geplanten Wartungsmodus wie erwartet funktioniert – und zwar auch im Falle eines SQL Server-Failovers.

Betriebssystem von Microsoft Monitoring Agent

Die folgenden Versionen des Windows-Betriebssystems werden für Microsoft Monitoring Agent unterstützt, um eine Verbindung mit Operations Manager herzustellen:

  • Windows Server 2019: Standard, Standard (Desktopumgebung), Datacenter, Datacenter (Desktopumgebung), Server Core

  • Windows Server 2016: Standard, Standard (Desktopumgebung), Datacenter, Datacenter (Desktopumgebung), Server Core

  • Windows Server 2012 R2: Standard, Standard (Desktopumgebung), Datacenter, Datacenter (Desktopumgebung), Server Core

  • Windows Server 2012: Standard, Datacenter, Server Core

  • Windows 10: Enterprise, Pro

    Hinweis

    Operations Manager 2019 unterstützt nur den x64-Agent.

  • Dateisystem: %SYSTEMDRIVE% muss mit dem NTFS-Dateisystem formatiert sein.

  • Windows PowerShell-Version: Windows PowerShell 2.0 oder 3.0

  • Microsoft .NET Framework: Version 3.5 oder höher

Unterstützung für neue Linux-Betriebssysteme

Die folgenden neuen Plattformen werden für die Überwachung in Operations Manager 2019 unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützte UNIX- und Linux-Betriebssystemversionen.

  • SUSE Linux Enterprise Server (SLES) 15
  • openSUSE Leap 15
  • Ubuntu 18
  • Debian 9
  • SUSE 12 PPC

Clientbrowser für die HTML5-Webkonsole

Für die HTLM5-Webkonsole werden die folgenden Clientwebbrowser unterstützt:

  • Internet Explorer Version 11
  • Microsoft Edge Version 40 und höher
  • Google Chrome Version 67 und höher

Informationen zu weiteren Anforderungen finden Sie in den Systemanforderungen für Operations Manager 2019.

SQL Server 2017-Unterstützung

Operations Manager 2019 unterstützt eine Neuinstallation von SQL Server 2017.

Die folgenden Versionen von SQL Server Enterprise und SQL Server Standard werden für eine Neu- oder Upgradeinstallation von System Center 2019 Operations Manager zum Hosten von Berichtsserver-, Betriebs-, Data Warehouse- und ACS-Datenbanken unterstützt:

  • SQL Server 2017 und Service Packs gemäß Angabe auf dieser Website
  • SQL Server 2016 und Service Packs gemäß Angabe auf dieser Website

Informationen zu SQL Server-Entwurfsaspekten finden Sie in der entsprechenden Dokumentation.

Unterstützung für SQL Server 2019 CU8 und höher

Operations Manager unterstützt SQL Server 2019 mit dem kumulativen Update 8 (CU8) oder höher, wie hier beschrieben.

Hinweis

  • Operations Manager 2019 unterstützt SQL 2019 mit CU8 oder höher. SQL 2019 RTM wird jedoch nicht unterstützt.
  • Verwenden Sie ODBC 17.3 oder höher und MSOLEDBSQL 18.2 oder höher.

Direktes Upgrade

Operations Manager 2019 unterstützt ein direktes Upgrade von folgenden Versionen:

  • System Center 2016 Operations Manager
  • System Center 1801 Operations Manager
  • System Center 1807 Operations Manager

Verbesserungen bei der URL-Überwachung für Serverzertifikatfehler

Die vorhandene Funktion für die URL-Überwachung wurde verbessert. Dank dieser Verbesserung werden Serverzertifikatfehler von Operations Manager standardmäßig nicht ignoriert. Zertifikatfehler können beispielsweise mit dem allgemeinen Namen des Serverzertifikats, dem Ablaufdatum, nicht vertrauenswürdigen Zertifizierungsstellen oder einer falschen Verwendung zusammenhängen. Aktivieren Sie in den Eigenschaften Ihrer Webanwendung das Kontrollkästchen Serverzertifikatfehler ignorieren, wenn Sie Websites überwachen möchten, die nicht über ein gültiges SSL-Zertifikat verfügen. Weitere Informationen finden Sie unter Eigenschaften von Webanwendungen.

Feature „Updates und Empfehlungen“ für Linux

Das Feature „Updates und Empfehlungen“ ist jetzt auch für Linux-Workloads verfügbar. Bislang stand es nur für Windows-Workloads zur Verfügung. Mit diesem Feature können Sie proaktiv auf Ihren Linux-Computern bereitgestellte Workloads identifizieren, die von Operations Manager nicht überwacht wurden. Außerdem können Sie Workloads identifizieren, die nicht mit der aktuellen Version eines Management Packs überwacht werden. Weitere Informationen finden Sie unter Bewertung von Management Packs.

Sollten im Katalog Management Packs enthalten sein, die für die Überwachung dieser Workloads konzipiert sind, werden sie auf der Seite Updates und Empfehlungen angezeigt. Darüber hinaus werden verfügbare Updates für Management Packs angezeigt, die in Ihrer Verwaltungsgruppe installiert sind.

Mit der neuen Funktion Computerdetails können Administratoren den Namen des Agent-Computers und das darauf installierte Betriebssystem anzeigen.

Unterstützung der neuesten Anwendungsserver

Operations Manager 2019 unterstützt die neuesten Anwendungsserver. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützte Anwendungsserver.

Unterstützung für die clientseitige Überwachung über mehrere Browser

Mit Operations Manager 2019 werden bei der clientseitigen Überwachung neben Internet Explorer folgende Webbrowser unterstützt:

  • Microsoft Edge (Version 42 oder höher)
  • Google Chrome (Version 68 oder höher)

Verbesserte Unterstützung der Anwendungsleistungsüberwachung

Mit der Anwendungsleistungsüberwachung (Application Performance Monitoring, APM) können jetzt Websites überwacht werden, die mit SharePoint 2016 erstellt wurden.

Hinweis

Die folgenden Features oder Featureupdates wurden in Operations Manager 1807 eingeführt und sind in Operations Manager 2019 enthalten.

Konfigurieren der APM-Komponente bei der Agent-Installation oder -Reparatur

Die APM-Komponente kann nun bei folgenden Aktionen deaktiviert werden:

  • Bereitstellen des Operations Manager-Agents über den Ermittlungs-Assistenten in der Konsole
  • Reparieren des Agents über die Betriebskonsole
  • Verwenden der PowerShell-Cmdlets Install-SCOMAgent und Repair-SCOMAgent

Weitere Informationen finden Sie unter Manuelles Installieren des Windows-Agents mithilfe von „MOMAgent.msi“.

Protokollrotation unter Linux

Um zu verhindern, dass die SCX-Protokolle überhandnehmen und den gesamten verfügbaren Speicherplatz auf dem Systemdatenträger beanspruchen, steht ab sofort ein Protokollrotationsfeature für den SCX-Agent zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter Problembehandlung bei der Überwachung von UNIX- und Linux-Computern.

Koexistenz der Operations Manager- und Service Manager-Konsole

Die Konsolen von Operations Manager und Service Manager sowie die PowerShell-Module können auf dem gleichen System installiert werden.

Unterstützung für OpenSSL Version 1.1.0

Auf Linux-Plattformen wurde die Unterstützung für OpenSSL 0.9.8 eingestellt. Die Unterstützung von OpenSSL 1.1.0 wurde hinzugefügt, um TLS 1.2 zu ermöglichen.

Automatische Erkennung eines Pseudodateisystems und Beseitigung von Enumerationen

UNIX- und Linux-Agents wurden dahingehend verbessert, dass Pseudodateisysteme dynamisch erkannt und Enumerationen ignoriert werden.

Hinweis

Die folgenden Features oder Featureupdates wurden in Operations Manager 1801 eingeführt und sind in Operations Manager 2019 enthalten.

Linux-Überwachung

Sie können jetzt einen Linux-Agent mit Fluentd-Unterstützung für eine Protokolldateiüberwachung wie in Windows Server verwenden. Dieses Update trägt zur Verbesserung der Protokolldateiüberwachung bei und unterstützt Folgendes:

  • Platzhalterzeichen in Protokolldateinamen und -pfaden
  • Neue Übereinstimmungsmuster bei der benutzerdefinierbaren Protokollsuche wie die einfache Übereinstimmung, die exklusive Übereinstimmung, die wiederholte Korrelation und die exklusive Korrelation
  • Generische, von der Fluentd-Community veröffentlichte Fluentd-Plug-Ins. Weitere Informationen finden Sie unter Linux-Protokolldateiüberwachung in System Center Operations Manager.

Unterstützung der System Center Visual Studio Authoring Extension für Visual Studio 2017

Das VSAE-Add-In (Visual Studio Authoring Extension) ist jetzt mit Visual Studio 2017 kompatibel. Entwickler von Management Packs können es weiterhin mit der neuesten Version von Visual Studio verwenden, um benutzerdefinierte Management Packs zu erstellen. Sie können eine der bereitgestellten Management Pack-Vorlagen nutzen oder ein vorhandenes Management Pack bearbeiten.

Verbesserte SDK-Clientleistung

Leistungsverbesserungen in der Betriebskonsole führen in der Regel dazu, dass die Konsole beim Importieren oder Löschen eines neuen Management Packs oder beim Speichern einer Konfigurationsänderung für ein Management Pack nicht mehr reagiert.

Linux-Kerberos-Unterstützung

Operations Manager kann jetzt überall dort die Kerberos-Authentifizierung unterstützen, wo das WS-Management-Protokoll vom Verwaltungsserver für die Kommunikation mit UNIX- und Linux-Computern genutzt wird. So wird eine höhere Sicherheit gewährleistet, da die Standardauthentifizierung für die Windows-Remoteverwaltung (WinRM) nicht mehr aktiviert werden muss.

Dienstzuordnungsintegration

Service Map ermittelt automatisch Anwendungskomponenten auf Windows- und Linux-Systemen und stellt die Kommunikation zwischen Diensten dar. Dienstzuordnung erstellt eine Verweisübersicht von Abhängigkeiten für alle Ihre Server, Prozesse und Drittanbieterdienste.

Die Dienstzuordnung und System Center Operations Manager sind nun stärker integriert. Dies ermöglicht die automatische Erstellung von Diagrammen verteilter Anwendungen in Operations Manager auf der Grundlage der dynamischen Abhängigkeitsdiagramme in der Dienstzuordnung. Weitere Informationen zum Planen und Konfigurieren der Integration finden Sie unter Integrieren des Zuordnungsfeatures von Azure Monitor für VMs in System Center Operations Manager.

Unterstützung der Product Key-Registrierung über die Betriebskonsole

In früheren Versionen von Operations Manager musste nach der erstmaligen Bereitstellung einer neuen Verwaltungsgruppe das PowerShell-Cmdlet Set-SCOMLicense ausgeführt werden, um ein Upgrade von der Evaluierungsversion auf eine lizenzierte Version vorzunehmen. Die Registrierung des Product Keys ist nun während oder nach der Einrichtung über die Betriebskonsole möglich. Das PowerShell-Cmdlet Set-SCOMLicense unterstützt nun die Remoteregistrierung des Lizenzschlüssels über einen Verwaltungsserver.

Neue Features in Operations Manager 2019 UR1

Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu den neuen Features oder Featureupdates in Operations Manager 2019 UR1 (Updaterollup 1).

Informationen zu Problemen, die in UR1 und in den Installationsanweisungen für UR1 behoben wurden, finden Sie im KB-Artikel.

Mehrsprachiges Installationsprogramm für Operations Manager-Komponenten

Anstelle sprachspezifischer Installationsprogramme steht nun für die folgenden Komponenten jeweils ein einzelnes Installationsprogramm für alle unterstützten Sprachen zur Verfügung. Das Installationsprogramm wählt die Sprache automatisch basierend auf den Spracheinstellungen des Computers aus, auf dem Sie die Installation durchführen.

  • Konsole
  • ACS
  • Webkonsole
  • Berichterstellung

Vereinfachtes Patchen des Verwaltungsservers

Operations Manager 2019 UR1 führt eine reibungslose Möglichkeit zum Patchen des Operations Manager-Servers ein.

Die improvisierte Benutzeroberfläche führt Sie durch die Installationsschritte, um den Verwaltungsserver zu patchen und die Datenbanken und die Management Packs zu aktualisieren. Weitere Informationen zum integrierten Patchen finden Sie unter Vereinfachtes Patchen des Verwaltungsservers – Operations Manager 2019.

Distributionsunabhängiges Management Pack für Linux

Die vorhandenen universellen Management Packs werden in Operations Manager 2019 UR1 erweitert. Jede neue Unterstützung für die Linux-Plattform wird über diese Management Packs basierend auf der Art der Distribution (RPM oder DEB) verfügbar gemacht. Diese Management Packs sind auch versions- und distributionsunabhängig. Für die zukünftige Unterstützung von Linux-Plattformen wird jeweils das gleiche Management Pack aktualisiert, anstatt für jede Linux-Distribution ein neues Management Pack zu veröffentlichen.

Die vorhandenen Management Packs für RHEL 7 (Red Hat Enterprise Linux) und SLES 12 funktionieren weiterhin. Die universellen Management Packs unterstützen die Ermittlung und Überwachung von RHEL 8 und SLES 15 sowie alle neuen Plattformen, die in Zukunft unterstützt werden sollen.

Das vorhandene Management Pack für SLES 15 steht nicht mehr im Download Center zur Verfügung. Verwenden Sie zur Ermittlung und Überwachung das neue universelle Management Pack. Die aktualisierten Management Packs stehen auf dieser Website zum Download bereit.

Gehen Sie zur Ermittlung und Überwachung von RHEL 8 und SLES 15 wie folgt vor:

  1. Installieren Sie den Server- und Konsolenpatch für Operations Manager 2019 UR1.

  2. Importieren Sie die folgenden Management Packs aus dem Microsoft System Center 2019-Management Pack für UNIX und Linux (Preview.msi):

    • Microsoft.Unix.Library.mp
    • Microsoft.Linux.Library.mp
    • Microsoft.Linux.Universal.Library.mp
    • Microsoft.Linux.Universal.Monitoring.mp
    • Microsoft.Linux.UniversalR.1.mpb (Ermitteln/Überwachen von RPM-Distributionen)
    • Microsoft.Linux.UniversalD.1.mpb (Ermitteln/Überwachen von Debian-Distributionen)
  3. Führen Sie den Ermittlungs-Assistenten in der Konsole aus.

Unterstützung für Red Hat Enterprise Linux 8

Operations Manager 2019 UR1 unterstützt RHEL 8. Verwenden Sie das weiter oben erwähnte universelle Management Pack für die Ermittlung und Überwachung von RHEL 8.

Verbesserung von Leistung und Zuverlässigkeit im Linux

Mit Operations Manager 2019 UR1 wird ein separater Prozess zum Senden des Takts eingeführt, um die Zuverlässigkeit zu verbessern. Früher wurden die Leistungs- und Taktsammlungsthreads im gleichen Prozesskontext ausgeführt. Aus diesem Grund wirkte sich jede Verzögerung bei der Erfassung von Leistungsdaten auf die Systemverfügbarkeit aus.

Mit dieser Änderung in Operations Manager 2019 UR1 ist während der Taktsammlung nun ein zusätzlicher Prozess vom Typ omiagent vorhanden, der unter dem Benutzer omi ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Verbesserungen von Leistung und Zuverlässigkeit im Linux-Agent.

Management Pack-Updates

Operations Manager 2019 UR1 enthält Updates für die folgenden Management Packs:

Unterstützung für gruppenverwaltete Dienstkonten

Operations Manager 2019 UR1 unterstützt gruppenverwaltete Dienstkonten. Weitere Informationen finden Sie unter Unterstützung für gruppenverwaltete Dienstkonten.

Verbesserte Skalierbarkeit bei der Überwachung von UNIX- oder Linux-Agents

Operations Manager 2019 UR1 bietet verbesserte Skalierbarkeit der UNIX- oder Linux-Agents, die per Verwaltungsserver überwacht werden können. Die folgenden Änderungen werden wirksam, um diese Verbesserung zu realisieren:

  • Die Verwendung von APIs für die asynchrone Windows-Verwaltungsinfrastruktur ist eine Standardfunktion von Operations Manager 2019 UR1. Der Registrierungsschlüssel UseMIAPI wird bei Bedarf erstellt. Der neue Registrierungswert Disable wird HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Operations Manager\3.0\Setup\UseMIAPI hinzugefügt.
  • Im Rahmen der Installation von Operations Manager 2019 UR1 wird der Wert des Registrierungsschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Operations Manager\3.0\Setup\UseMIAPI\Disable auf 0 festgelegt.
  • Wenn Sie synchrone Windows-Verwaltungs-APIs verwenden möchten, legen Sie den Wert des Registrierungsschlüssels HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Operations Manager\3.0\Setup\UseMIAPI\Disable auf 1 fest. In allen anderen Szenarien wird die API für die asynchrone Windows-Verwaltungsinfrastruktur verwendet.

Neue Features in Operations Manager 2019 UR2

Die folgenden Abschnitte enthalten Informationen zu den neuen Features oder Featureupdates in Operations Manager 2019 UR2 (Updaterollup 2).

Die in UR2 behobene Probleme und die Installationsanweisungen für UR2 finden Sie im KB-Artikel.

Änderungsnachverfolgung für Management Packs

Die Änderungsnachverfolgung ist standardmäßig in 2019 UR2 aktiviert, um die Änderungen an den Management Packs und Management Pack-Objekten nachzuverfolgen und zu melden.

Es sind drei neue Berichte zur Darstellung dieser Änderungen verfügbar: Management Pack-Verlauf, Management Pack-Objekte und Überschreiben der Nachverfolgung. Diese Berichte sind unter Berichterstellung > Generische Microsoft-Berichtsbibliothek verfügbar.

Mithilfe der in den Berichten verfügbaren Filter können Sie die Kriterien festlegen und die Berichte gemäß Ihren Anforderungen abrufen. Weitere Informationen

Verbesserungen am Modus für geplante Wartung

Wenn in früheren Releases ein Konflikt im Wartungsmodus für Objekte vorliegt, überschreibt die neu aktualisierte Endzeit die vorhandene geplante Zeit. Wenn die definierte Maximaldauer den vorherigen Wert übersteigt, bleibt der Computer für einen längeren Zeitraum im Wartungsmodus. Wenn die definierte Maximaldauer jedoch kürzer ist, ist der Wartungsmodus für den Computer kürzer als erwartet, und es werden falsche Warnungen erzeugt.

In Operations Manager 2019 UR2 beendet das Objekt den Wartungsmodus für die späteste definierte Endzeit, falls ein Konflikt mit der Endzeit des Wartungsmodus vorliegt. Weitere Informationen

Favoritenberichte in der Webkonsole

Mit Operations Manager 2019 UR2 können Sie Ihre bevorzugten Berichte unter Webkonsole > Arbeitsbereich ausführen und anzeigen. Dieses Feature ist in der Operations Manager 2012-Webkonsole verfügbar, die jetzt in 2019 UR2 unterstützt wird. Weitere Informationen

Unterstützung für Ordner in der Überwachungsansicht der Webkonsole

In Operations Manager 2016 und höher können Sie mithilfe der Betriebskonsole einen Ordner erstellen und Dashboards bzw. Ansichten in diesen speichern. Dieses Feature ist jedoch nicht in der Webkonsole verfügbar. Mit 2019 UR2 können Sie mithilfe der Webkonsole Ordner erstellen und Dashboards darin speichern. Diese Ordner können in nicht versiegelten Management Packs gespeichert werden. Weitere Informationen

Unterstützung für CentOS 8

Operations Manager 2019 UR2 unterstützt CentOS 8 unter Universal Linux (RPM-Paket). Informationen zum Installieren des Agents auf Servern finden Sie in diesem Leitfaden.

Neue Features in Operations Manager 2019 UR3

In den folgenden Abschnitten werden die neuen Features oder Featureupdates eingeführt, die in Operations Manager 2019 Updaterollup 3 (UR3) unterstützt werden.

Informationen zu den Problemen, die in UR3 behoben wurden, sowie die Installationsanweisungen für UR3 finden Sie im KB-Artikel.

Updates der Änderungsnachverfolgungsfunktion

Operations Manager 2019 UR3 enthält Updates der Änderungsnachverfolgungsfunktion für Management Packs. Diese Funktion unterstützt jetzt die Änderungsnachverfolgung für die Zurücksetzung der Agent- und Überwachungsintegrität. Weitere Informationen

Zusätzliche Ansichtsoptionen in Webkonsolen-Widgets

In Operations Manager 2019 UR3 und höher können Sie die Ergebnisspalten im Warnungs-Widget und im Zustands-Widget sortieren und die Spalten gruppieren. Weitere Informationen

Deaktivierte SSL-Neuverhandlung für Linux-Agent

In Operations Manager 2019 UR3 und höher wurden SSL-Neuverhandlungen deaktiviert. Weitere Informationen

Dynamische Änderungen an Einstellungen auf Protokollebene ohne Agent-Neustart

In Operations Manager 2019 UR3 und höher können Sie die Einstellungen auf Protokollebene ohne einen Neustart des Agents ändern. Weitere Informationen

Behobene Probleme mit verwaisten Warnungen

In früheren Versionen werden aktive Warnungen nach einem nicht persistenten Integritätszustand in Failoverszenarien nicht geschlossen. Insgesamt behält der Integritätsdienst nicht den letzten Zustand des Monitors bei. Warnungen werden beim Zurücksetzen des Monitors auf „fehlerfrei“ nicht geschlossen.

In Operations Manager 2019 UR3 und höher werden letztendlich alle verwaisten Warnungen geschlossen, abhängig vom Typ des Monitors. Weitere Informationen

Unterstützung für RHEL 6, Ubuntu 20, Debian 10, 11 und Oracle 8

Operations Manager 2019 UR3 und höher unterstützt RHEL6 über das RHEL6 Management Pack. Außerdem wird Unterstützung für Ubuntu 20.04, Debian 10 und Oracle Linux 8 über die universellen MPs hinzugefügt. Weitere Informationen

TLS 1.2-Unterstützung für Solaris 10 SPARC

Operations Manager 2019 UR3 und höher unterstützt TLS 1.2 für Solaris 10 SPARC. Weitere Informationen

Leistungsverbesserungen in Operations Manager

Operations Manager 2019 UR3 bietet Leistungsverbesserungen in den folgenden Szenarien:

  • Verbesserungen bei der Ladezeit der Windows-Computeransicht

    Das Laden der Windows-Computeransicht in der Operations Manager-Konsole hat unangemessen lange gedauert.

    In Operations Manager 2019 UR3 haben wir zur Verkürzung der Ladezeit die entsprechende SQL-Abfrage optimiert.

  • Verbesserung der Ladezeit beim Ändern von Benutzerrollenberechtigungen

    Vor 2019 UR3 haben alle Änderungen an den Rollenberechtigungen eines Benutzers (z. B. das Bereitstellen oder Widerrufen von Berechtigungen für bestimmte Ansichten oder Dashboards) ungefähr 30 Minuten gedauert.

    In Operations Manager 2019 UR3 sind die SQL-Abfragen, die die relevanten Daten abrufen und die Einstellungen einer Benutzerrolle ändern, optimiert. Diese Optimierung hat zu signifikanten Verbesserungen der Ladezeit geführt.

  • Bereinigung der Wartungsmodus-Stagingtabelle

    In früheren Versionen von Operations Manager Data Warehouse erfolgte keine Bereinigung (Leerung) der Wartungsmodus-Stagingtabelle. Die Tabelle wuchs jeden Tag auf Millionen von Zeilen an und füllte so schließlich die Datenbank, was potenziell zu zusätzlichen Kosten führen konnte, um eine neue Datenbank zu starten. Der Anstieg der Auslastung der Datenbank korreliert normalerweise mit einem Abfall der Leistung der Operation Manager-Konsole.

    In Operations Manager 2019 UR3 wurde der Wartungsmodus-Stagingtabelle ein Index hinzugefügt. Die Bereinigung der Tabelle wird jetzt durchgeführt.

  • Verbesserung der SDK-Dienste

    Das Laden und Erledigen einfacher Aufgaben nahm in der Operations Manager-Konsole längere Zeit in Anspruch.

    In Operations Manager 2019 UR3 haben wir relevante SQL-Abfragen optimiert, wodurch sich die Leistung jetzt erheblich verbessert hat.

Wichtig

Diese Version von Operations Manager hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf Operations Manager 2019 durchführen.

Dieser Artikel beschreibt die neuen Features, die in System Center 1807 – Operations Manager unterstützt werden.

Neue Features in Operations Manager 1807

Der Inhalt in den folgenden Abschnitten beschreibt die neuen Features in System Center Operations Manager 1807.

Hinweis

Informationen zu behobenen Fehlern sowie Installationsanweisungen für Operations Manager 1807 finden Sie im KB-Artikel 4133779.

Konfigurieren der APM-Komponente bei der Agent-Installation oder -Reparatur

Das Feature „Überwachung der Anwendungsleistung“ (Application Performance Monitoring, APM) im System Center Operations Manager-Agent (SCOM Version 1801) kann mit IIS-Anwendungspools zum Absturz führen. Es kann auch zum Absturz des Anwendungspools der SharePoint-Zentraladministration (Version 4) mit .NET Framework 2.0 führen und dessen Start verhindern. Nun können Sie die APM-Komponente deaktivieren, wenn Sie den Operations Manager-Agent über den Ermittlungs-Assistenten in der Konsole bereitstellen, eine Reparatur des Agents über die Operations Manager-Konsole durchführen und in vergleichbarer steuernder Weise die PowerShell-Cmdlets Install-SCOMAgent und Repair-SCOMAgent verwenden.

Protokollrotation unter Linux

Um zu verhindern, dass die SCX-Protokolle überhandnehmen und den gesamten verfügbaren Speicherplatz auf dem Systemdatenträger beanspruchen, steht ab sofort ein Protokollrotationsfeature für den SCX-Agent zur Verfügung.

Verbesserungen an der HTML5-Webkonsole

In der Webkonsole für Version 1807 wurden folgende Verbesserungen vorgenommen:

  • Das PowerShell-Widget wurde hinzugefügt.
  • Die Konsole enthält ein effektives Konfigurationswidget auf der Detailseite für Überwachungsobjekte, auf der die ausgeführten Regeln und Monitore sowie die angewendeten Außerkraftsetzungseinstellungen angezeigt werden.
  • Ab sofort ist ein Feature zum Ausführen eines Drilldown auf Netzwerkknoten bzw. -schnittstellen als Registerkarte bei der Auswahl eines Netzwerkgeräts sowie zum Ausführen eines Drilldown auf die Detailseite für Überwachungsobjekte verfügbar. Dieses bietet das gleiche Benutzererlebnis wie bei der Operations Manager-Konsole.
  • Das Warnungswidget wurde in Bezug auf das Layout und die Darstellung der Warnungsdetails verbessert. Sie können den Auflösungsstatus ändern und ein Drilldown auf die Detailseite für Überwachungsobjekte für die Warnungsquelle ausführen.
  • Die Überwachungsstruktur kann ausgeblendet werden, wenn ein Dashboard in SharePoint integriert ist.
  • Die Größe des Integritätssymbols kann im Topologiewidget geändert werden.
  • Die Verwaltung von Wartungszeitplänen kann in der Webkonsole erfolgen, die der Oberfläche in der Operations Manager-Konsole entspricht.
  • Benutzer und Operatoren können Dashboards in einem eigenen Arbeitsbereich erstellen.

Unterstützung für SQL Server 2017

Bei Version 1807 wird ein Upgrade von SQL Server 2016 auf SQL Server 2017 unterstützt. Um sich mit den Anforderungen und den Schritten zur erfolgreichen Durchführung eines Upgrades für Ihre Verwaltungsgruppe in der Operations Manager-Version 1801 auf Version 1807 vertraut zu machen, lesen Sie den Artikel Gewusst wie: Durchführen eines Upgrades auf die Operations Manager-Version 1807.

Koexistenz der Operations Manager- und Service Manager-Konsole

Die Konsolen der Operations Manager- und Service Manager-Version 1807 sowie die PowerShell-Module können auf dem gleichen System installiert werden.

Unterstützung für OpenSSL Version 1.1.0

Auf Linux-Plattformen wurde die Unterstützung für OpenSSL 0.9.8 eingestellt und Unterstützung für OpenSSL 1.1.0 hinzugefügt.

Unterstützung für Ubuntu 18 und Debian 9

Diese Linux-Plattformen werden zu unserer Supportmatrix für die Überwachung von UNIX- und Linux-Computer hinzugefügt.

Automatische Erkennung von Pseudodateisystemen und Beseitigung von Enumerationen

Der UNIX- und Linux-Agent wurden dahingehend verbessert, dass Pseudodateisysteme dynamisch erkannt und Enumerationen ignoriert werden.

Wichtig

Diese Version von Operations Manager hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf Operations Manager 2019 durchführen.

Dieser Artikel beschreibt die neuen Features, die in System Center 1801 – Operations Manager unterstützt werden.

Dieser Artikel beschreibt die neuen Features, die in System Center 2016 – Operations Manager unterstützt werden.

Neue Features in Operations Manager 1801

Der Inhalt in den folgenden Abschnitten beschreibt die neuen Features in System Center Operations Manager 1801.

Eingeben des Product Keys aus der Betriebskonsole

In früheren Versionen von Operations Manager mussten Sie zum Aktualisieren von einer Evaluierungsversion auf eine lizenzierte Version nach der erstmaligen Bereitstellung einer neuen Verwaltungsgruppe das PowerShell-Cmdlet Set-SCOMLicense verwenden. Der Product Key kann nun während oder nach der Installation in der Betriebskonsole registriert werden. Das PowerShell-Cmdlet Set-SCOMLicense wurde aktualisiert, sodass es die Remoteregistrierung des Lizenzschlüssels von einem Verwaltungsserver unterstützt.

Linux-Überwachung

Sie können jetzt einen Linux-Agent mit Fluentd-Unterstützung zur Überwachung von Protokolldateien genauso wie in Windows Server verwenden. Mit diesem Update werden folgende Verbesserungen gegenüber der vorherigen Protokolldateiüberwachung vorgenommen:

  • Platzhalterzeichen in Namen und Pfad der Protokolldatei
  • Neue Übereinstimmungsmuster bei der benutzerdefinierbaren Protokollsuche wie die einfache Übereinstimmung, die exklusive Übereinstimmung, die wiederholte Korrelation und die exklusive Korrelation
  • Unterstützung für generische Fluentd-Plug-Ins, die von der Fluentd-Community veröffentlicht wurden

Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von HTML5-Dashboards

Die Webkonsole wurde neu gestaltet und ist nun vollständig HTML-basiert, sodass sie nicht mehr von Silverlight abhängig ist. Die neuen Dashboards wurden folgendermaßen überarbeitet:

  • Moderne Benutzeroberfläche
  • Vereinfachtes Erstellen von Dashboards und Widgets
  • Zugriff von mehreren Browsern ist möglich
  • Verbesserte Benutzeroberfläche zur Problembehandlung mit Drilldownseiten
  • Erweiterbarkeit mit einem benutzerdefinierten Widget unter Verwendung einer neuen REST-API
  • Exportieren und Freigeben von Dashboards

Netzwerkauthentifizierung wird mit der neuen Webkonsole aktiviert.

Unterstützung der System Center Visual Studio Authoring Extension (VSAE) für Visual Studio 2017

Visual Studio Authoring Extension (VSAE) wird jetzt aktualisiert, um mit Visual Studio (VS) 2017 kompatibel zu sein. Entwickler von Management Packs (MP) können sie weiterhin mit der neuesten Version von Visual Studio zum Erstellen von benutzerdefinierten Management Packs einsetzen und eine der bereitgestellten Management Pack-Vorlagen verwenden oder ein vorhandenes Management Pack bearbeiten.

Erweiterte SDK-Clientleistung

Wir haben Leistungseinbußen in der Betriebskonsole behoben, die dazu geführt haben, dass die Konsole beim Importieren eines neuen Management Packs, beim Löschen eines vorhandenen Management Packs oder beim Ändern einer MP-Konfiguration nicht mehr reagiert hat.

Updates und Empfehlungen für Management Packs von Drittanbietern

Mit System Center 2016 wurde das Feature „Updates und Empfehlungen für Management Packs“ veröffentlicht, das nun erweitert wurde, sodass Sie auch Updates für Drittanbieter-MPs finden und herunterladen können. Damit reagieren wir auf Feedback von Kunden.

Linux-Kerberos-Unterstützung

Operations Manager unterstützt nun die Kerberos-Authentifizierung, wenn WS-Management-Protokoll vom Verwaltungsserver verwendet wird, um mit UNIX- oder LINUX-Computern zu kommunizieren. So wird eine höhere Sicherheit gewährleistet, da die Standardauthentifizierung für Windows-Remoteverwaltung (WinRM) nicht mehr aktiviert werden muss.

Dienstzuordnungsintegration

Service Map ermittelt automatisch Anwendungskomponenten auf Windows- und Linux-Systemen und stellt die Kommunikation zwischen Diensten dar. Dienstzuordnung erstellt eine Verweisübersicht von Abhängigkeiten für alle Ihre Server, Prozesse und Drittanbieterdienste. Durch die Integration von Dienstzuordnung in System Center Operations Manager können Sie automatisch Diagramme verteilter Anwendungen in Operations Manager erstellen, die auf den dynamischen Übersichten in Dienstzuordnung basieren. Weitere Informationen zum Planen und Konfigurieren der Integration finden Sie unter Integration von Dienstzuordnung in System Center Operations Manager.

Neue Features in Operations Manager 2016

Der Inhalt in den folgenden Abschnitten beschreibt die neuen Features und Featureupdates in System Center 2016 – Operations Manager.

Verbesserte Leistung der Desktopkonsole

Mit der Veröffentlichung von System Center 2016 – Operations Manager wird die Leistung beim Laden von Status- und Diagrammansichten in der Betriebskonsole verbessert (diese Verbesserungen gelten zusätzlich zu den Optimierungen der Warnungsansicht).

Senden von E-Mail-Benachrichtigungen mit externer Authentifizierung

Operations Manager unterstützt jetzt das Senden von Benachrichtigungen von einem E-Mail-Server (innerhalb der Organisation oder extern) sowie das Konfigurieren eines ausführenden Kontos für die Authentifizierung gegenüber diesem externen Messaging-System.

Nicht-Silverlight-Webkonsole (Dashboardansichten ausgenommen)

Mit der Veröffentlichung von System Center 2016 – Operations Manager wurde die Silverlight-Abhängigkeit aller Webkonsolenansichten (mit Ausnahme der Dashboardansichten) entfernt. Dieses Feature bietet folgende Vorteile:

  • Silverlight ist nicht länger erforderlich, um auf die Operations Manager-Webkonsole zuzugreifen
  • Der Zugriff auf die Operations Manager-Webkonsole kann über verschiedene Webbrowser wie Microsoft Edge, Chrome und Firefox erfolgen
  • Hohe Leistung

Hinweis

Für Dashboardansichten wird Silverlight weiterhin benötigt. Der Zugriff kann über Internet Explorer mit dem Silverlight-Plug-In erfolgen.

Zugriff auf den Modus für eine geplante Wartung über den Bereich „Überwachung“ und clientseitiger Wartungsmodus

Der Modus für eine geplante Wartung ist ein Feature in System Center 2016 – Operations Manager, mit dem die Überwachung eines Objekts während der regulären Software- oder Hardwarewartungsaktivitäten, z. B. Softwareupdates oder Hardwareaustausch, angehalten wird. In älteren Versionen von Operations Manager können Entitäten in den Wartungsmodus versetzt werden, ein Aktivieren des Wartungsmodus zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht möglich. Die neu erstellte Zeitplanungsassistent für den Wartungsmodus bietet die Möglichkeit, verschiedene Typen von Entitäten in den Wartungsmodus zu versetzen und die Wartung zu einem späteren Zeitpunkt zu planen.

Mit der Veröffentlichung von System Center 2016 – Operations Manager können Operatoren über den Bereich „Überwachung“ auf das Feature für Wartungszeitpläne zugreifen, ohne dass Administratoren die Wartung zu einem späteren Zeitpunkt planen müssen. Serveradministratoren können von Agents verwaltete Computer jetzt direkt auf dem Computer in den Wartungsmodus versetzen, sodass diese Aufgabe nicht über die Betriebskonsole ausgeführt werden muss. Stattdessen kann das neue PowerShell-Cmdlet Start-SCOMAgentMainteannceMode verwendet werden.

Management Pack-Updates und Empfehlungen

Operations Manager kann Management Packs von Microsoft und Partnern bewerten. Operationsmanager enthält ein neues Feature namens „Updates und Empfehlungen“, mit dem Sie proaktiv neue, in Ihrer IT-Infrastruktur bereitgestellte Technologien oder Komponenten (d.h. Arbeitsauslastungen) identifizieren können, die nicht von Operations Manager oder mithilfe der neuesten Version eines Management Packs überwacht wurden. Weitere Informationen zu Updates und Empfehlungen finden Sie unter Management Pack-Bewertung.

Verwalten von Warnungsdaten

Mit der Veröffentlichung von System Center 2016 – Operations Manager erhalten Sie bessere Einblicke in die in Ihrer Verwaltungsgruppe generierten Warnungen, und Sie können Warnungen reduzieren, für die Sie keinen Handlungsbedarf sehen bzw. die Sie für nicht relevant erachten.

Dieses Feature bietet folgende Vorteile:

  • Ermitteln der Anzahl der von den einzelnen Management Packs generierten Warnungen.

  • Ermitteln der Anzahl der von einem Monitor bzw. einer Regel in jedem einzelnen Management Pack generierten Warnungen.

  • Ermitteln anderer Quellen (einschließlich der Anzahl der Warnungen), die Warnungen für einen bestimmten Warnungstyp generiert haben.

  • Filtern der Daten für eine gewünschte Dauer, um verstehen zu können, was während einer bestimmten Zeitspanne passiert ist.

  • Diese Informationen helfen Ihnen, fundierte Entscheidungen zum Optimieren von Schwellenwerten oder zum Deaktivieren von Warnungen zu treffen, die Sie für nicht relevant halten.

Die Funktion ist für Mitglieder der Rolle „Operations Manager-Administratoren“ über den Bildschirm „Management Packs optimieren“ in der Betriebskonsole verfügbar.

Erweiterbare Netzwerküberwachung

In System Center 2016 – Operations Manager ist ein neues Tool enthalten, mit dem Sie ein benutzerdefiniertes Management Pack zum Überwachen von generischen Netzwerkgeräten (ab Operations Manager 2012 R2 nicht zertifiziert) erstellen und Metriken zur Ressourcenauslastung (z.B. Prozessor und Arbeitsspeicher) hinzufügen können. Außerdem können Sie erweiterte Überwachungsworkflows für ein vorhandenes Netzwerkgerät erstellen, das bereits von der Verwaltungsgruppe überwacht wird. Mit diesem Tool können Kunden ein Management Pack für ihre Netzwerkgeräte generieren, um die Netzwerküberwachung zu erweitern. Darüber hinaus können Kunden mit diesem Tool die Überwachung weiterer Gerätekomponenten hinzufügen, beispielsweise für Lüfter, Temperatursensoren, Spannungssensoren und Netzteile.

Überwachen von Nano Server und Workloads

In System Center 2016 – Operations Manager werden beim Überwachen von Nano Server nun folgende Möglichkeiten unterstützt.

  • Ermitteln einer Nano Server-Instanz, und Bereitstellen eines Nano-kompatiblen Agents per Push von der Konsole an den Server

  • Überwachen von IIS- (Internetinformationsdienste) und DNS-Rollen (Domain Name System)

  • Unterstützung der Sammlung der ACS-Sicherheitsüberwachungsereignisse

  • Unterstützung der Active Directory-Integration zur Verwaltung der Agentzuweisung

  • Manuelles Bereitstellen des Nano-kompatiblen Agents mithilfe eines PowerShell-Skripts, das in diesem Release enthalten ist

  • Verwalten der Aktualisierung des Nano-kompatiblen Agents direkt über die Konsole (wie beim Windows-Agent) oder manuell auf Nano Server mithilfe eines PowerShell-Skripts, das in diesem Release enthalten ist

Spezielle Informationen zum Konfigurieren von System Center 2016 – Operations Manager für die Überwachung von Nano Server finden Sie unter Überwachen von Nano Server.

Verbesserte Skalierbarkeit bei der Überwachung von Unix/Linux-Agents

Operations Manager bietet verbesserte Skalierbarkeit im Hinblick darauf, wie viele Unix/Linux-Agents pro Verwaltungsserver überwacht werden können. Sie können jetzt gegenüber der zuvor unterstützten Anzahl von Unix-/Linux-Servern die doppelte Anzahl pro Verwaltungsserver überwachen.

Operations Manager verwendet jetzt die neue asynchrone Windows-Verwaltungsinfrastruktur (MI) anstelle der WSMAN-Synchronisierungs-APIs, die Operations Manager standardmäßig verwendet. Um diese Verbesserung nutzen zu können, müssen Sie den neuen Registrierungsschlüssel „UseMIAPI“ erstellen, damit Operations Manager zur Verwendung der neuen asynchronen MI-APIs auf Verwaltungsservern aktiviert wird, die Linux-/Unix-Systeme überwachen. Führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Öffnen Sie den Registrierungs-Editor über eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten.

  2. Erstellen Sie den Registrierungsschlüssel UseMIAPI unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Operations Manager\3.0\Setup.

Wenn Sie die ursprüngliche Konfiguration mithilfe der WSMAN-Synchronisierung-APIs wiederherstellen müssen, können Sie den UseMIAPI-Registrierungsschlüssel löschen.

Erweitern von Operations Manager mit Operations Management Suite

Mit Microsoft Operations Management Suite können Sie Ihre Verwaltungsfunktionen erweitern, indem Sie Ihre Operations Manager-Infrastruktur über Ihr Azure-Konto mit Verwaltungs- und Analysediensten verbinden. Die wichtigsten Szenarien für die Verbindung von System Center 2016 – Operations Manager mit Microsoft Operations Management Suite sind:

  • Konfigurationsbewertung

  • Alert Management

  • Capacity Planning

Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu Microsoft Operations Management Suite.

Partnerprogramm im Bereich „Verwaltung“

Kunden können Lösungen zertifizierter System Center Operations Manager-Partner direkt in der Konsole anzeigen. Kunden erhalten einen Überblick über die Partnerlösungen und können die Partnerwebsites besuchen, um Lösungen herunterzuladen und zu installieren.

Neuheiten bei der Überwachung von UNIX/Linux in System Center 2016 Operations Manager

  • Neue Management Packs und Anbieter für die Überwachung von Apache HTTP Server und MySQL/MariaDB-Datenbankservern.

  • Die Operations Manager-Agents für UNIX und Linux umfassen die OMI-Version 1.1.0 (Open Management Infrastructure). OMI wird nun in einem separaten Paket (mit dem Namen „omi“) bereitgestellt und ist nicht länger im Paket der Operations Manager-Agentanbieter (mit dem Namen „scx“) enthalten.

  • Shellbefehle sowie Skriptregeln und -monitore sind im Agent mit mehreren Threads implementiert und werden parallel ausgeführt.

  • Es wurden neue UNIX/Linux-Skriptvorlagen für folgende Elemente hinzugefügt:

    • Monitore mit zwei Zuständen
    • Monitore mit drei Zuständen
    • Agenttasks
    • Regeln zur Leistungserfassung
    • Regeln zum Generieren von Warnungen

Mit diesen Vorlagen können Sie ein Überwachungsskript in eine Vorlage kopieren und diese problemlos in die Operations Manager-Überwachung integrieren. Bei diesem Skript kann es sich um ein Shell-, Perl-, Python-, Ruby- oder ein Skript in einer beliebigen anderen Skriptsprache mit entsprechendem Interpreter handeln, der vom Shebang des Skripts angegeben ist.

  • Mit den neuen Vorlagen für Wiederherstellungs- und Diagnosetasks können diese Tasks mithilfe von Shellbefehlen und Skripts erstellt werden.

  • Bei der Ermittlung von UNIX- und Linux-Computern mit dem Ermittlungs-Assistenten oder PowerShell können jetzt die Standardanmeldeinformationen verwendet werden.

  • Bei der Ermittlung logischer Datenträger (Dateisysteme) für UNIX- und Linux-Agents ist nun eine Filterung nach Name oder Typ des Dateisystems möglich. Mithilfe von Außerkraftsetzungen für Ermittlungsregeln können Dateisysteme ausgeschlossen werden, die nicht überwacht werden sollen.

Nächste Schritte

Informationen zu den Systemanforderungen für Operations Manager