Einrichten eines IPAM-Servers im VMM-Fabric

Wichtig

Diese Version von Virtual Machine Manager (VMM) hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf VMM 2019 durchführen.

In diesem Artikel wird erläutert, wie Sie einen IPAM-Server (IP Address Management, IP-Adressverwaltung) dem Netzwerkfabric von System Center – Virtual Machine Manager (VMM) hinzufügen.

Ein IPAM-Server unterstützt Sie beim Planen, Nachverfolgen und Verwalten des IP-Adressraums, der in Ihren Netzwerken verwendet wird.

  • Wenn ein IPAM-Server zum VMM-Fabric hinzugefügt wird, werden die IP-Adresseinstellungen für logische Netzwerke und VM-Netzwerke in VMM unter Verwendung von Einstellungen synchronisiert, die auf dem IPAM-Server gespeichert sind.
  • Als Administrator können Sie den IPAM-Server zum Konfigurieren und Überwachen von logischen Netzwerken sowie der jeweils zugeordneten Netzwerkstandorte und IP-Adresspools verwenden. Sie können den IP-Adressverwaltungsserver auch zum Überwachen der Nutzung von VM-Netzwerken verwenden, die Sie in VMM konfiguriert oder geändert haben.
  • Mandanten müssen weiterhin den VMM-Server (nicht IPAM) verwenden, um die VM-Netzwerke zu konfigurieren, die Netzwerkvirtualisierung verwenden. Das heißt, um den Adressraum zu steuern, der normalerweise von Mandanten und nicht von VMM-Administratoren gesteuert wird.

Vorbereitung

  • Stellen Sie sicher, dass Sie über einen IPAM-Server verfügen. Weitere Informationen Auf dem IPAM-Server können diese Windows Server-Versionen ausgeführt werden.
  • Erstellen oder bestimmen Sie ein Domänenkonto, und legen Sie fest, dass dieses Konto nie abläuft. Fügen Sie das Konto auf dem IPAM-Server folgenden Gruppen hinzu:
    • IPAM-ASM-Administratoren: Dies ist eine lokale Gruppe, die auf allen IP-Adressverwaltungsservern vorhanden ist und Berechtigungen für die IP-Adressraumverwaltung (ASM) bereitstellt. Weitere Informationen finden Sie unter Assign Administrator Roles (Zuweisen von Administratorrollen).
    • Remoteverwaltungsbenutzer: Dies ist eine integrierte Gruppe, die über Verwaltungsprotokolle Zugriff auf WMI-Ressourcen bietet, beispielsweise auf WS-Management über den Windows-Remoteverwaltungsdienst.
  • Überprüfen Sie, ob die Uhrzeit auf dem IPAM-Server und dem VMM-Server synchronisiert wird. Dies ist abhängig von Einstellungen für den Windows-Zeitdienst. Wenn keine Synchronisierung möglich ist, müssen Sie Berechtigungen für die IPAM-Software aktualisieren und festlegen, dass VMM die aktuelle Uhrzeiteinstellung auf dem Server abfragen kann. Führen Sie dazu auf dem IPAM-Server wmimgmt.msc aus, um das Snap-In „WMI-Steuerung (Lokal)“ zu öffnen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf WMI-Steuerung (Lokal)EigenschaftenSicherheit. Navigieren Sie zu Root\CIMV2, klicken Sie auf die Schaltfläche „Sicherheit“, und wählen Sie das Konto aus, das Sie konfiguriert haben. Wählen Sie für Remoteaktivierung die Option Zulassen aus.
  • Überprüfen Sie den FQDN des IPAM-Servers, der als Verbindungszeichenfolge verwendet werden soll.
  • Überprüfen Sie die Namen der VMM-Hostgruppen, für die der IPAM-Server verwendet werden soll.
  • Die Anbietersoftware für einen IPAM-Server ist in VMM enthalten. Diese Software muss nicht installiert werden. Die Einstellungen können in EinstellungenKonfigurationsanbieter überprüft werden.
  • Wenn Sie ein logisches Netzwerk über den IP-Adressverwaltungsserver löschen möchten, löschen Sie die dem logischen Netzwerk zugewiesenen IP-Adresssubnetze. Löschen Sie nicht den Namen, der dem Feld Logisches Netzwerk für VMM zugeordnet ist. Die beiden Server können dann ordnungsgemäß synchronisiert werden, und das logische Netzwerk wird gelöscht. Wenn Sie den Namen löschen, der dem Feld Logisches Netzwerk für VMM auf dem IPAM-Server zugeordnet ist, müssen Sie die Netzwerkstandorte und das logische Netzwerk auf dem VMM-Server löschen. Der Löschvorgang ist dann abgeschlossen, nachdem die beiden Server synchronisiert wurden.

Hinzufügen eines IPAM-Servers zum Fabric

  1. Klicken Sie auf FabricStartseiteAnzeigenFabric-RessourcenFabricNetzwerkNetzwerkdienste. Netzwerkdienste umfassen Gateways, virtuelle Switcherweiterungen, Netzwerk-Manager (darunter auch IP-Adressverwaltungsserver) und TOR-Switches.
  2. Klicken Sie auf StartseiteHinzufügenRessourcen hinzufügenNetzwerkdienst.
  3. Geben Sie in Assistent zum Hinzufügen von NetzwerkdienstenName einen Namen und optional eine Beschreibung ein.
  4. Klicken Sie in Hersteller und ModellHersteller auf Microsoft, und klicken Sie auf ModellMicrosoft Windows Server-IP-Adressverwaltung.
  5. Geben Sie auf der Seite Anmeldeinformationen das Konto an, das Sie erstellt haben.
  6. Geben Sie auf der Seite Verbindungszeichenfolge im Feld Verbindungszeichenfolge den FQDN des IPAM-Servers ein. Wenn Sie einen bestimmten Port auf dem IPAM-Server konfiguriert haben, fügen Sie die Portnummer als Ende der Zeichenfolge ein (z. B. :443). Wenn keine Portnummer angegeben ist, wird für den IP-Adressverwaltungsserver der Standardport verwendet.
  7. Klicken Sie in AnbieterKonfigurationsanbieterMicrosoft Windows Server-IP-Adressverwaltung auf Testen, um grundlegende Validierungstests mit dem Anbieter auszuführen. Als Testergebnis wird Erfolgreich oder Fehler angegeben. Eine mögliche Ursache für Fehler sind nicht ausreichende Berechtigungen des ausführenden Kontos. Das Testergebnis Implementiert bzw. Nicht implementiert dient nur der Information. Angezeigt wird, ob vom Anbieter eine bestimmte API unterstützt wird.
  8. Wählen Sie in Hostgruppe mindestens eine Hostgruppe aus, für die Sie den IPAM-Server und den VMM-Server integrieren möchten.
  9. Überprüfen Sie die Einstellungen in Zusammenfassung, und klicken Sie auf Fertig stellen. Überprüfen Sie, ob der IPAM-Server unter Netzwerkdienste aufgelistet wird. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Server >>, um die aktuellen Einstellungen abzurufen.
  10. Wenn Sie auf dem IPAM-Server die logischen Netzwerke und die jeweiligen Einstellungen anzeigen möchten, die in VMM konfiguriert wurden, navigieren Sie zu VIRTUALISIERTER IP-ADRESSRAUM und dann zu Anbieter-IP-Adressraum. Der IPAM-Server weist für jedes logische Netzwerk einen Adressbereich (übergeordnete Kategorie, die in IPAM, doch nicht in VMM vorhanden ist) mit einem Namen auf, der auf dem Namen des logischen Netzwerks basiert. Das logische Netzwerk ist im Adressbereich enthalten, und der Name des logischen Netzwerks wird unter der Überschrift Logisches Netzwerk für VMM angezeigt. Zum Anzeigen der Informationstypen, die in IPAM gespeichert werden, erweitern Sie den Adressbereich und wählen verschiedene Ansichten aus.

Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie einige der Informationen interpretieren, die Sie auf dem IP-Adressverwaltungsserver sehen:

VMM-Name IPAM-Name
Logisches Netzwerk Virtualisierter IP-Adressraum
Anbieter-IP-Adressraum: Spalte Logisches Netzwerk in VMM
Netzwerkstandort Virtualisierter IP-Adressraum
Anbieter-IP-Adressraum: Spalte Netzwerkstandort
IP-Adresssubnetz IP-Adresssubnetz (gleicher Name in IPAM und in VMM)
IP-Adresspool IP-Adressbereich
VM-Netzwerk Virtualisierter IP-Adressraum
Kunden-IP-Adressraum: Spalte VM Network

IP-Adressreservierung

Die IP-Reservierung in IPAM wird von VMM berücksichtigt. Befolgen Sie die nachfolgenden Schritte zum Reservieren von IP-Adressen.

  1. Klicken Sie in IPAM zur IP-Adressreservierung mit der rechten Maustaste auf IP-Adressbereich.
  2. Klicken Sie auf IP-Adressbereich bearbeiten, und ein Fenster geöffnet wird.
  3. Im geöffneten Fenster befindet sich auf der linken Seite die Registerkarte Reservierungen.
  4. Auf der Registerkarte Reservierungen können Sie IP-Adressen für die Reservierung reservieren oder als VIPs verwenden.
  5. Gehen Sie zur VMM-Konsole. Aktualisieren Sie den IPAM-Dienst im Netzwerkdienstabschnitt.
  6. Nun sehen Sie die reservierten IP-Adressen, die im Poolabschnitt des logischen Netzwerks widergespiegelt.

Nächste Schritte

Einrichten logischer Netzwerke