Verwalten von „Direkte Speicherplätze“ in VMM

Wichtig

Diese Version von Virtual Machine Manager (VMM) hat das Supportende erreicht. Sie sollten ein Upgrade auf VMM 2019 durchführen.

Dieser Artikel bietet eine Übersicht über „Direkte Speicherplätze“ (Storage Spaces Direct, S2D) und deren Bereitstellung im Fabric von System Center – Virtual Machine Manager (VMM).

Windows Server 2016 bietet erstmals „Direkte Speicherplätze“ (Storage Spaces Direct, S2D). Damit können Sie physische Speicherlaufwerke in virtuelle Speicherpools gruppieren, um virtualisierten Speicher bereitzustellen. Mit virtualisiertem Speicher können Sie:

  • Mehrere physische Speicherquellen als eine einzige virtuelle Einheit verwalten.
  • Preiswerten Speicher mit oder ohne externe Speichergeräte erhalten.
  • Verschiedene Speichertypen in einem einzigen virtuellen Speicherpool sammeln.
  • Speicher ganz leicht bereitstellen und virtualisierten Speicher nach Bedarf erweitern, indem Sie neue Datenträger hinzufügen.

Hinweis

VMM 2019 UR3 und höher unterstützt Azure Stack Hyperkonvergierte Infrastruktur (HCI, Version 20H2).

Wie funktioniert dies?

S2D erstellt Speicherpools aus dem Speicher, der bestimmten Knoten in einem Windows Server-Cluster zugeordnet ist. Der Speicher kann sich intern auf dem Knoten oder auf Datenträgern befinden, die direkt mit dem einzelnen Knoten verbunden sind. Unterstützte Speicherdatenträger sind unter anderem NVMe, SSD (über SATA oder SAS verbunden) und HDD. Weitere Informationen

  • Wenn Sie S2D auf einem Windows Server-Cluster aktivieren, erkennt S2D automatisch berechtigten Speicher und fügt ihn einem Speicherpool für den Cluster hinzu.
  • S2D erstellt außerdem einen eingebauten serverseitigen Zwischenspeicher, um die Leistung zu erhöhen. Die schnellsten Laufwerke werden für das Zwischenspeichern verwendet und die verbleibenden für die Kapazität. Weitere Informationen zum Zwischenspeicher.
  • Sie erstellen Volumes aus einem Speicherpool. Mit dem Erstellen eines Volumes wird gleichzeitig ein virtueller Datenträger erstellt (Speicherplatz). Dieser wird partitioniert und formatiert, dem Cluster hinzugefügt und zu einem freigegebenen Clustervolume (CSV) konvertiert.
  • Sie können für ein Volume verschiedene Fehlertoleranzebenen konfigurieren, um anzugeben, wie virtuelle Datenträger auf die physischen Datenträger im Pool mit SMB 3.0 aufgeteilt werden. In der Konfiguration eines Volumes können Sie zwischen keiner, Spiegel- oder Paritätsresilienz auswählen. Weitere Informationen

Konvergente und nicht konvergente Bereitstellung

Ein Cluster, auf dem S2D ausgeführt wird, kann auf verschiedene Arten bereitgestellt werden:

  • Hyperkonvergente Bereitstellung: Hyper-V und S2D-Speicher werden ohne Trennung auf demselben Cluster ausgeführt. Dies ermöglicht eine gleichzeitige Skalierung der Computer- und Speicherressourcen.
  • Disaggregierte Bereitstellung: Computeressourcen werden auf einem Hyper-V-Cluster ausgeführt. S2D-Speicher wird auf einem anderen Cluster ausgeführt. Sie können die Cluster für eine besser abgestimmte Verwaltung getrennt skalieren.

Hyperkonvergente Bereitstellung

Hier sehen Sie eine Darstellung für die hyperkonvergente Bereitstellung

Hyper-converged

Abbildung 1: Hyperkonvergente Bereitstellung

  • Die Dateien virtueller Computer werden auf lokalen CSVs gespeichert.
  • Freigegebene Dateien und SMB werden nicht verwendet.
  • Wenn CSV-Volumes von S2D zur Verfügung stehen, können Sie diese genau wie jede andere Hyper-V-Bereitstellung bereitstellen.
  • Sie skalieren den Hyper-V-Computecluster zusammen mit dessen S2D-Speicher.

Disaggregierte Bereitstellung

Hier sehen Sie eine Darstellung für die disaggregierte Bereitstellung

Disaggregated

Abbildung 2: Disaggregierte Bereitstellung

  • Freigegebene Dateien werden in den CSVs von S2D erstellt.
  • Hyper-V-VMs werden so konfiguriert, dass diese ihre Dateien auf dem Dateiserver mit horizontaler Skalierung (Scale-Out File Server, SOFS) speichern. Sie können über SMB 3.0 auf diese zugreifen.
  • Sie können die Hyper-V- und SOFS-Cluster für eine besser abgestimmte Verwaltung getrennt skalieren. Die Kapazität von Computeknoten kann auf verschiedenen VMs beispielsweise nahezu ausgeschöpft sein, während Speicherknoten über überschüssige Datenträger- und IOPS-Kapazität verfügen, weshalb Sie nur weitere Computeknoten hinzufügen.

Nächste Schritte

Bereitstellen eines hyperkonvergenten S2D-Clusters