Kurzanleitung zu Windows as a Service

Betrifft

  • Windows 10
  • Windows10Mobile
  • Windows10 IoT Mobile

Windows as a Service ist ein neues Konzept, das mit Windows10 eingeführt wurde. Während Windows as a Service in einer umfassenden Dokumentationsreihe ausführlich erläutert wird, erhalten Sie in dieser Kurzanleitung einen Überblick über die wichtigsten Konzepte.

Definitionen

Im Rahmen von Windows as a Service wurden einige neue Begriffe eingeführt, die Ihnen bekannt sein sollten.

  • Featureupdates werden zweimal pro Jahr veröffentlicht, ungefähr im März und September. Wie der Name schon sagt, enthalten diese Updates neue Funktionen für Windows10 und werden im Gegensatz zur früheren Praxis, bei der alle 3 bis 5 Jahre neue Windows-Versionen veröffentlicht wurden, in überschaubareren Größen zur Verfügung gestellt.
  • Qualitäts Updates bieten sowohl Sicherheits-als auch nicht Sicherheitspatches. Sie werden in der Regel am zweiten Dienstag im Monat veröffentlicht ("Patch Tuesday"), können aber jederzeit freigegeben werden. Zu den Qualitäts Updates gehören Sicherheitsupdates, wichtige Updates, Wartungsstapel Updates und Treiberupdates. Qualitäts Updates sind kumulativ, sodass die Installation des neuesten Qualitäts Updates ausreicht, um alle verfügbaren Fixes für ein bestimmtes Windows 10-Funktions Update zu erhalten. Der "Servicing Stack" ist der Code, mit dem andere Updates installiert werden, sodass Sie wichtig sind, um aktuell zu bleiben. Weitere Informationen finden Sie unter Wartung von Stack-Updates.
  • Insider Preview-Builds werden während der Entwicklung der Funktionen bereitgestellt, die Teil des nächsten Funktionsupdates sein werden. Auf diese Weise können Organisationen neue Funktionen und deren Kompatibilität mit vorhandenen Apps und Infrastrukturkomponenten überprüfen und Feedback zu möglichen Problemen an Microsoft übermitteln.
  • Servicing Channels ermöglichen Organisationen, den Zeitpunkt für die Bereitstellung neuer Features selbst zu wählen.
    • Der Semi-Annual Channel erhält zweimal pro Jahr Funktionsupdates.
    • Der Long-Term Servicing Channel ist für die ausschließliche Verwendung mit spezialisierten Geräten konzipiert (auf denen in der Regel kein Office ausgeführt wird), beispielsweise solche, die medizinische Geräte oder Geldautomaten steuern. Er erhält ungefähr alle zwei bis drei Jahre neue Featureupdates.
  • Bereitstellungsringe sind Gruppen von Geräten, die anfänglich für Pilotbereitstellungen und anschließend für allgemeine Bereitstellungen der einzelnen Funktionsupdates in einer Organisation verwendet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über Windows as a Service.

Einige interessante detaillierte Informationen dazu, wie kumulative Updates funktionieren, finden Sie unter Windows-Updates mithilfe von Forward-und Reverse-Differentialen.

Wichtige Konzepte

Windows10 erhält über Featureupdates zweimal pro Jahr neue Funktionalität. Anfangs verwenden Organisationen diese Featureupdates für Pilotbereitstellungen, um die Kompatibilität mit vorhandenen Apps und Infrastrukturkomponenten zu gewährleisten. Nach einer gewissen Zeit, in der Regel ungefähr vier Monate nach der Veröffentlichung des Featureupdates, kann die umfassende Bereitstellung in der Organisation beginnen. Der genaue Zeitrahmen wird durch das Feedback von Kunden, ISVs, OEMs und anderen bestimmt. Dazu dient eine ausdrückliche Erklärung zur „Bereitschaft für die umfassende Bereitstellung“ für Kunden.

Jedes Windows10-Featureupdate erhält für einen Zeitraum von 18Monaten ab dem Datum der Veröffentlichung des Featureupdates Qualitätsupdates.

Windows10 Enterprise LTSB stellt eine eigene Long-Term Servicing Channel-Version dar. Jede Version wird insgesamt 10Jahre unterstützt (fünf Jahre Standardsupport und fünf Jahre erweiterter Support). Es wird davon ausgegangen, dass etwa alle drei Jahre neue Versionen erscheinen.

Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Geräten zu Servicing Channels für Windows10-Updates.

Immer auf dem neuesten Stand

Damit Windows10 immer auf dem neuesten Stand ist, muss zu einem geeigneten Zeitpunkt nach dessen Veröffentlichung ein Funktionsupdate bereitgestellt werden. Zu diesem Zweck stehen verschiedene Verwaltungs- und Patchtools zur Verfügung, beispielsweise Windows Update, Windows Update for Business, Windows Server Update Services, System Center Configuration Manager (und Produkte von Drittanbietern). Windows Analytics Upgrade Readiness, ein kostenloses Tool zum Optimieren von Windows-Upgradeprojekten, ist ein weiteres wichtiges Tool, das Unterstützung bietet.

Da Windows10 sowohl bei Desktop-Apps als auch Web-Apps eine hervorragende Kompatibilität bietet, sind keine umfassenden Tests erforderlich. Stattdessen müssen nur unternehmenskritische Apps getestet werden, während die übrigen Apps durch eine Reihe von Pilotbereitstellungsringen überprüft werden. Nachdem die meisten Apps durch die Pilotbereitstellungen überprüft wurden, kann die allgemeine Bereitstellung beginnen.

Dieser Prozess wiederholt sich mit jedem neuen Featureupdate zweimal pro Jahr. Im Vergleich zu den großen Projekten, die bei den alten drei- bis fünfjährigen Freigabezyklen der Windows-Versionen erforderlich waren, handelt es sich hierbei um relativ kleine Bereitstellungsprojekte.

Zusätzliche Technologien wie BranchCache und die Übermittlungsoptimierung – beide Peer-zu-Peer-Verteilungstools – können die Verteilung der Installationsdateien für Funktionsupdates erleichtern.

Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Bereitstellungsringen für Windows10-Updates und Optimieren der Updatebereitstellung für Windows10-Updates.

Video: Übersicht über Windows as a Service

Einen Überblick über das aktualisierte Veröffentlichungsmodell, insbesondere für den Halbjahreskanal, erhalten Sie im folgenden Microsoft Mechanics-Video.

![Y[YouTube-Video von Michael Niehouse über die Funktionsweise des Halbjahreskanals](images/SAC_vid_crop.jpg)

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