Einführung für Benutzer des Windows Media Format SDK
Ein Teil der Funktionen, die von den erweiterten APIs des Windows Media DRM-Clients bereitgestellt werden, ist mit der Funktionalität identisch, die von den Objekten des Windows Media Format SDK bereitgestellt wird. Das Windows Media Format SDK stellt Entwicklern die Objekte bereit, die zum Erstellen, Zugreifen und Bearbeiten von Mediendateien erforderlich sind, die die ASF-Dateistruktur (Advanced Systems Format) verwenden. Da Windows Medien-DRM zum Schutz von ASF-Dateien vorgesehen ist, wurde die clientseitige DRM-Funktionalität in das Windows Media Format SDK aufgenommen.
Die Windows Media DRM Client Extended APIs werden in Verbindung mit der digitalen Medienplattform der nächsten Generation von Microsoft, dem Microsoft Media Foundation SDK, veröffentlicht. Media Foundation werden ASF-Funktionen enthalten, die einige der Features des Windows Media Format SDK überschneiden. Da es nun zwei Microsoft SDKs gibt, die ASF-Dateien bearbeiten, wird die clientseitige DRM-Funktionalität vom Windows Media Format SDK in die erweiterten APIs des Windows Media DRM-Clients getrennt. Auf diese APIs können Benutzer des Windows Media Format SDK und des Media Foundation SDK zugreifen. Derzeit sind diese APIs im Windows Media Format SDK-Installationspaket enthalten und als Teil des Windows Media Format SDK dokumentiert. Die erweiterten APIs Windows Media DRM-Clients werden jedoch in ihrer eigenen Bibliothek implementiert und verfügen über eine eigene Headerdatei. Nach der Installation des Windows Media Format SDK können diese APIs selbst verwendet werden, ohne headers oder bibliotheken des Windows Media Format SDK in Ihre Anwendung ein- und aus dem Programm zu integrieren.
Wenn Sie Anwendungen entwickeln, die das Windows Media Format SDK verwenden, müssen Sie entscheiden, ob Sie die DRM-Funktionalität des SDK oder die erweiterten APIs des Windows Media DRM-Clients verwenden möchten. Während viele der Features dieser beiden SDKs sehr ähnlich sind, bieten die erweiterten APIs des Windows Media DRM-Clients die folgenden Features, die benutzern der älteren DRM-Routinen nicht zur Verfügung stehen:
- Möglichkeit zum Importieren von Inhalten, die durch ein Rechteverwaltungssystem eines Drittanbieters geschützt sind.
- Möglichkeit zum Exportieren von Inhalten, die Windows Medien-DRM geschützt sind, in ein Rechteverwaltungssystem eines Drittanbieters.
- Direkte Enumeration von Lizenzen im Lizenzspeicher.
- Einfache, aggregierte Rechteabfragen basierend auf der Schlüssel-ID (die Mediendatei muss nicht geladen werden).
- Möglichkeit zum Erneuern gesperrter Komponenten mithilfe der standard Media Foundation Interface, DEMTCONTENTEnabler.