Überwachen des Ausführungsstatus, Überprüfen des Triggerverlaufs und Einrichten von Benachrichtigungen für Azure Logic Apps

Hinweis

Dieser Artikel gilt nur für Logik-Apps im Verbrauchstarif. Informationen zum Überprüfen des Ausführungsstatus und der Überwachung für Standard-Logik-Apps finden Sie in den folgenden Abschnitten unter Erstellen eines Integrationsworkflows mit Azure Logic Apps mit einem einzelnen Mandanten: Überprüfen des Ausführungsverlaufs, Überprüfen des Triggerverlaufs und Aktivieren oder Öffnen von Application Insights nach der Bereitstellung.

Nachdem Sie einen Verbrauchs-Logik-App-Workflow erstellt und ausgeführt haben, können Sie den Ausführungsstatus, den Ausführungsverlauf, den Triggerverlauf sowie die Leistung des Workflows überprüfen. Richten Sie Warnungen ein, um Benachrichtigungen zu Ausfällen oder anderen möglichen Problemen zu erhalten. Beispielsweise können Sie eine Warnung erstellen, mit der erkannt wird, „wenn in einer Stunde mehr als fünf Ausführungen fehlschlagen“.

Für die Ereignisüberwachung in Echtzeit und die Durchführung eines umfassenderen Debuggens richten Sie die Diagnoseprotokollierung für Ihre Logik-App mithilfe der Azure Monitor-Protokolle ein. Dieser Azure-Dienst hilft Ihnen bei der Überwachung Ihrer Cloud- und lokalen Umgebungen, sodass Sie deren Verfügbarkeit und Leistung leichter sicherstellen können. Sie können dann Ereignisse suchen und anzeigen, z. B. Triggereignisse, Ausführungsereignisse und Aktionsereignisse. Durch das Speichern dieser Informationen in Azure Monitor-Protokollen können Sie Protokollabfragen erstellen, die Ihnen helfen, diese Informationen zu finden und zu analysieren. Sie können diese Diagnosedaten auch mit anderen Azure-Diensten verwenden, z. B. Azure Storage und Azure Event Hubs. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen von Logik-Apps mittels Azure Monitor.

Hinweis

Wenn Ihre Logik-Apps in einer Integrationsdienstumgebung (ISE) ausgeführt werden, die für die Verwendung eines internen Zugriffsendpunkts erstellt wurde, können Sie nur innerhalb Ihres virtuellen Netzwerks Eingaben und Ausgaben aus dem Ausführungsverlauf der Logik-App anzeigen und darauf zugreifen. Stellen Sie sicher, dass Sie über eine Netzwerkverbindung zwischen den privaten Endpunkten und dem Computer verfügen, von dem aus Sie auf den Ausführungsverlauf zugreifen möchten. Beispielsweise kann sich Ihr Clientcomputer im virtuellen Netzwerk der ISE oder innerhalb eines virtuellen Netzwerks, das mit dem virtuellen Netzwerk der ISE verbunden ist, z. B. durch Peering oder ein virtuelles privates Netzwerk, befinden. Weitere Informationen finden Sie unter ISE-Endpunktzugriff.

Überprüfen des Ausführungsverlaufs

Jedes Mal, wenn der Trigger für ein Element oder Ereignis ausgelöst wird, erstellt die Logic Apps-Engine eine gesonderte Workflowinstanz für jedes Element oder Ereignis und führt diese aus. Standardmäßig werden die einzelnen Workflowinstanzen parallel ausgeführt, damit kein Workflow auf seine Ausführung warten muss. Sie können die Vorgänge während dieser Ausführung überprüfen – einschließlich des Status für die einzelnen Workflowschritte sowie der Eingaben und Ausgaben für die einzelnen Schritte.

  1. Suchen Sie im Azure-Portal Ihren Logik-App-Workflow, und öffnen Sie diesen im Designer.

    Um Ihre Logik-App aufzufinden, geben Sie im Hauptsuchfeld von Azure logic apps ein und wählen dann Logik-Apps aus.

    Find and select

    Im Azure-Portal werden alle Logik-Apps angezeigt, die Ihren Azure-Abonnements zugeordnet sind. Sie können die Liste basierend auf Name, Abonnement, Ressourcengruppe, Standort usw. filtern.

    View logic apps associated with subscriptions

  2. Wählen Sie Ihre Logik-App aus und dann Übersicht.

    Im Bereich „Übersicht“ werden unter Ausführungsverlauf alle vergangenen, aktuellen und wartenden Ausführungen Ihrer Logik-App angezeigt. Falls die Liste viele Ausführungen enthält und Sie den gewünschten Eintrag nicht finden können, versuchen Sie, die Liste zu filtern.

    Tipp

    Wenn der Ausführungsstatus nicht angezeigt wird, aktualisieren Sie die Übersichtsseite, indem Sie Aktualisieren auswählen. Für Trigger, die aufgrund von nicht erfüllten Kriterien oder nicht gefundenen Daten ausgelassen werden, erfolgt keine Ausführung.

    Overview, runs history, and other logic app information

    Im Anschluss finden Sie die möglichen Werte für den Ausführungsstatus:

    Ausführungsstatus Beschreibung
    Aborted Die Ausführung wurde aufgrund externer Probleme beendet oder nicht abgeschlossen (beispielsweise wegen eines Systemausfalls oder abgelaufenen Azure-Abonnements).
    Abgebrochen Die Ausführung wurde ausgelöst und gestartet, es wurde jedoch eine Abbruchanforderung empfangen.
    Fehler Mindestens eine Aktion in der Ausführung war nicht erfolgreich. Es wurden keine nachfolgenden Aktionen im Workflow eingerichtet, um den Fehler zu behandeln.
    Wird ausgeführt Die Ausführung wurde ausgelöst und wird gerade ausgeführt. Dieser Status kann jedoch auch für eine Ausführung angezeigt werden, die aufgrund von Aktionslimits oder aufgrund des aktuellen Tarifs gedrosselt wird.

    Tipp: Wenn Sie die Diagnoseprotokollierung einrichten, erhalten Sie Informationen zu ggf. aufgetretenen Drosselungsereignissen.

    Erfolgreich Die Ausführung war erfolgreich. Sollte bei einer Aktion ein Fehler aufgetreten sein, wurde dieser Fehler von einer nachfolgenden Aktion im Workflow behandelt.
    Timeout Bei der Ausführung ist ein Timeout aufgetreten, da die aktuelle Dauer die maximal zulässige Ausführungsdauer überschritten hat, die durch die Einstellung Aufbewahrung des Ausführungsverlaufs in Tagen gesteuert wird. Die Dauer einer Ausführung wird anhand der Startzeit der Ausführung und der maximalen Ausführungsdauer zu dieser Startzeit berechnet.

    Hinweis: Wenn die Ausführungsdauer auch das aktuelle Aufbewahrungslimit im Ausführungsverlauf übersteigt, das ebenfalls durch die Einstellung Aufbewahrung des Ausführungsverlaufs in Tagen gesteuert wird, wird die Ausführung durch einen täglichen Bereinigungsauftrag aus dem Ausführungsverlauf gelöscht. Der Aufbewahrungszeitraum wird immer auf der Grundlage der Startzeit der Ausführung und des aktuellen Aufbewahrungslimits berechnet – unabhängig davon, ob bei der Ausführung ein Timeout auftritt oder ob die Ausführung abgeschlossen wird. Wenn Sie also die maximale Dauer einer aktiven Ausführung verringern, tritt ein Timeout für die Ausführung auf. Ob die Ausführung im Ausführungsverlauf verbleibt oder daraus entfernt wird, hängt davon ab, ob die Ausführungsdauer das Aufbewahrungslimit übersteigt.

    Wartet Die Ausführung wurde nicht gestartet oder wurde angehalten (beispielsweise aufgrund einer früheren Workflowinstanz, die noch ausgeführt wird).
  3. Um die Schritte und anderen Informationen einer bestimmten Ausführung zu prüfen, wählen Sie unter Ausführungsverlauf diese Ausführung aus.

    Select a specific run to review

    Im Bereich Logik-App-Ausführung werden für die ausgewählte Ausführung jeder darin enthaltene Schritt, der Ausführungsstatus jedes Schritts und die Ausführungsdauer jedes Schritts angezeigt, z. B.:

    Each action in the specific run

    Um diese Informationen als Liste anzuzeigen, wählen Sie auf der Symbolleiste Logik-App-Ausführung den Befehl Ausführungsdetails aus.

    On the toolbar, select

    In der Ansicht „Ausführungsdetails“ werden die einzelnen Schritte, deren Status und andere Informationen angezeigt.

    Review details about each step in the run

    Sie können beispielsweise die Korrelations-ID-Eigenschaft der Ausführung abrufen, die Sie ggf. benötigen, wenn Sie die REST-API für Logik-Apps verwenden.

  4. Um weitere Informationen zu einem bestimmten Schritt zu erhalten, wählen Sie eine der folgenden Optionen aus:

    • Wählen Sie im Bereich Logik-App-Ausführung den Schritt aus, sodass die Form erweitert wird. Sie können jetzt Informationen wie Eingaben, Ausgaben und alle Fehler anzeigen, die in diesem Schritt vorgekommen sind, z. B.:

      In logic app run pane, view failed step

    • Wählen Sie im Bereich Logik-App-Ausführungsdetails den gewünschten Schritt aus.

      In run details pane, view failed step

      Sie können jetzt Informationen wie Eingaben unf Ausgaben für diesen Schritt anzeigen, z. B.:

    Hinweis

    Alle Informationen und Ereignisse zur Laufzeit werden im Logic Apps-Dienst verschlüsselt. Sie werden nur entschlüsselt, wenn ein Benutzer das Anzeigen dieser Daten anfordert. Sie können Eingaben und Ausgaben im Ausführungsverlauf ausblenden oder den Benutzerzugriff auf diese Informationen mithilfe von rollenbasierter Azure-Zugriffssteuerung (Azure RBAC) kontrollieren.

Prüfen des Triggerverlaufs

Jede Logik-App-Ausführung beginnt mit einem Trigger. Der Triggerverlauf enthält sämtliche Auslöseversuche Ihrer Logik-App sowie Informationen zu den Eingaben und Ausgaben für jeden Auslöseversuch.

  1. Suchen Sie im Azure-Portal Ihren Logik-App-Workflow, und öffnen Sie diesen im Designer.

    Um Ihre Logik-App aufzufinden, geben Sie im Hauptsuchfeld von Azure logic apps ein und wählen dann Logic Apps aus.

    Find and select

    Im Azure-Portal werden alle Logik-Apps angezeigt, die Ihren Azure-Abonnements zugeordnet sind. Sie können die Liste basierend auf Name, Abonnement, Ressourcengruppe, Standort usw. filtern.

    View logic apps associated with subscriptions

  2. Wählen Sie Ihre Logik-App aus und dann Übersicht.

  3. Wählen Sie im Menü Ihrer Logik-App die Option Übersicht aus. Wählen Sie im Abschnitt Zusammenfassung unter Evaluierung die Option Triggerverlauf anzeigen aus.

    View trigger history for your logic app

    Im Bereich „Triggerverlauf“ werden alle Auslöseversuche Ihrer Logik-App aufgelistet. Bei jeder Auslösung des Triggers für ein Element oder Ereignis erstellt die Logic Apps-Engine eine gesonderte Logik-App-Instanz, die den Workflow ausführt. Standardmäßig werden die einzelnen Instanzen parallel ausgeführt, damit keine Wartezeiten entstehen. Wenn Ihre Logik-App also für mehrere Elemente gleichzeitig ausgelöst wird, wird für jedes Element ein Auslöseeintrag mit demselben Datum und derselben Uhrzeit angezeigt.

    Multiple trigger attempts for different items

    Im Anschluss finden Sie die möglichen Statuswerte für Auslöseversuche:

    Triggerstatus BESCHREIBUNG
    Fehler Ein Fehler ist aufgetreten. Wählen Sie zum Überprüfen der ggf. generierten Fehlermeldungen für einen fehlerhaften Trigger den entsprechenden Auslöseversuch aus, und klicken Sie auf Ausgaben. Möglicherweise sind ungültige Eingaben vorhanden.
    Übersprungen Der Trigger hat den Endpunkt überprüft, aber keine Daten gefunden, die den angegebenen Kriterien entsprechen.
    Erfolgreich Der Trigger hat den Endpunkt geprüft und verfügbare Daten gefunden. Dieser Status tritt in der Regel zusammen mit dem Status Ausgelöst auf. Andernfalls enthält die Triggerdefinition möglicherweise eine nicht erfüllte Bedingung oder einen SplitOn-Befehl, dessen Voraussetzungen nicht erfüllt wurden.

    Dieser Status kann für einen manuellen Trigger, einen Wiederholungstrigger oder einen Abfragetrigger gelten. Ein Trigger kann erfolgreich ausgeführt werden und die Ausführung dennoch nicht erfolgreich sein, wenn die Aktionen nicht behandelte Fehler generieren.

    Tipp

    Sie können den Trigger erneut überprüfen, ohne auf die nächste Wiederholung zu warten. Wählen Sie in der Übersicht auf der Symbolleiste Trigger ausführen aus, und wählen Sie dann den Trigger aus, um eine Überprüfung zu erzwingen. Oder wählen Sie Trigger ausführen auf der Symbolleiste des Designers aus.

  4. Um Informationen zu einem bestimmten Auslöseversuch anzuzeigen, wählen Sie im Triggerbereich dieses Triggerereignis aus. Falls die Liste viele Auslöseversuche enthält und Sie den gewünschten Eintrag nicht finden, können Sie die Liste filtern. Sollten Sie nicht die erwarteten Daten vorfinden, klicken Sie auf der Symbolleiste auf Aktualisieren.

    View specific trigger attempt

    Nun können Sie Informationen zu dem ausgewählten Triggerereignis überprüfen, z. B.:

    View specific trigger information

Einrichten von Überwachungsbenachrichtigungen

Richten Sie Benachrichtigungen in Azure Monitor ein, um auf Metriken oder überschrittenen Schwellenwerten basierende Benachrichtigungen für Ihre Logik-App zu erhalten. Informieren Sie sich über Metriken in Azure. Führen Sie die hier angegebenen Schritte aus, um Benachrichtigungen ohne Azure Monitor einzurichten.

  1. Wählen Sie im Menü Ihrer Logik-App unter Überwachung die Optionen Benachrichtigungen>Neue Benachrichtigungsregel aus.

    Add an alert for your logic app

  2. Wählen Sie im Bereich Regel erstellen unter Ressource Ihre Logik-App aus, falls Sie dies noch nicht getan haben. Wählen Sie unter Bedingung den Befehl Hinzufügen aus, damit Sie die Bedingung definieren können, die die Benachrichtigung auslöst.

    Add a condition for the rule

  3. Suchen Sie im Bereich Signallogik konfigurieren das Signal, für das Sie eine Benachrichtigung erhalten möchten, und wählen Sie es aus. Sie können das Suchfeld verwenden oder zum alphabetischen Sortieren der Signale die Spaltenüberschrift Signalname auswählen.

    Wenn Sie z. B. eine Benachrichtigung senden möchten, wenn ein Trigger fehlschlägt, führen Sie die folgenden Schritte aus:

    1. Suchen Sie in der Spalte Signalname das Signal mit Triggerfehler, und wählen Sie es aus.

      Select signal for creating alert

    2. Richten Sie im Informationsbereich, der für das ausgewählte Signal geöffnet wird, unter Benachrichtigungslogik Ihre Bedingung ein, z. B.:

    3. Wählen Sie für OperatorGrößer als oder gleich aus.

    4. Wählen Sie für AggregationAnzahl aus.

    5. Geben Sie für Schwellenwert1 ein.

    6. Vergewissern Sie sich unter Bedingungsvorschau, dass Ihre Bedingung richtig angezeigt wird.

    7. Richten Sie unter Auswertung basierend auf das Intervall und die Häufigkeit zum Ausführen der Benachrichtigungsregel ein. Wählen Sie für Aggregationsgranularität (Zeitraum) den Zeitraum für die Gruppierung der Daten aus. Wählen Sie für Häufigkeit der Auswertung aus, wie oft die Bedingung überprüft werden soll.

    8. Wählen Sie abschließend Fertig aus.

    So sieht die fertig gestellte Bedingung aus:

    Set up condition for alert

    Auf der Seite Regel erstellen wird nun die von Ihnen erstellte Bedingung angezeigt sowie die Kosten für die Ausführung dieser Benachrichtigung.

    New alert on the

  4. Geben Sie einen Namen, eine optionale Beschreibung und einen Schweregrad für die Benachrichtigung an. Lassen Sie die Einstellung Regel beim Erstellen aktivieren aktiviert, oder deaktivieren Sie sie, bis Sie bereit sind, die Regel zu aktivieren.

  5. Wenn Sie fertig sind, wählen Sie Benachrichtigungsregel erstellen aus.

Tipp

Zum Ausführen einer Logik-App über eine Warnung können Sie den Anforderungstrigger in Ihren Workflow einbinden, um beispielsweise die folgenden Aufgaben durchzuführen:

Nächste Schritte