Problembehandlung bei der Configuration Manager-Leistung

Betrifft: System Center Configuration Manager 2007, System Center Configuration Manager 2007 R2, System Center Configuration Manager 2007 R3, System Center Configuration Manager 2007 SP1, System Center Configuration Manager 2007 SP2

Erfassen Sie vor Problembehandlungen bezüglich der Configuration Manager-Standortleistung die tatsächliche Standortleistung.

Die gesammelten Leistungsindikatorinformationen bieten einen guten Überblick, wie Standortinformationen, Dateirückstände in jedem Configuration Manager-Subsystem sowie andere Standortsystemoperationen vom Standortserver verarbeitet werden. Weitere Informationen zum Verwenden der Configuration Manager-Leistungsindikatoren finden Sie unter Überwachen der Standortleistung.

Zur einfacheren Diagnose eines möglichen Leistungsproblems bei einem bestimmten Datentyp können Sie die Verarbeitung der Dateien in der Configuration Manager-Eingangsbox für unterschiedliche Subsysteme anhalten, damit sich der Fokus des Servers auf einen bestimmten Meldungstyp richtet. Auf diese Weise können Sie leichter bestimmen, ob der Server derzeit nur extrem ausgelastet ist oder ein Datentyp langsamer als erwartet verarbeitet wird.

Bei einer langsameren Serververarbeitung können verschiedene Probleme mit der Systemkonfiguration auftreten. Einige der gängigsten Ursachen und Diagnosen werden in diesem Thema behandelt.

Allgemeine langsame Verarbeitung durch das Standortsystem

Bei einer schwachen Configuration Manager-Standortsystemleistung kann eine sorgfältige Diagnose Ihres Datenträgersystems erforderlich sein.

Lösung

Überprüfen Sie Folgendes, wenn Sie auf einem Standortserver eine Verlangsamung der Verarbeitung vermuten:

  • Werden gerade datenträgerintensive Operationen ausgeführt?

  • Werden die Verzeichnisse in der Eingangsbox des Standortservers gerade auf Viren überprüft?

  • Wird gerade eine Systemsicherung durchgeführt?

Wenn keine der vorangegangenen Bedingungen zutreffen, erwägen Sie Folgendes:

  • Starten Sie den Configuration Manager-Standortserver neu, und führen Sie ein Datenträger-Benchmarkprogramm aus, um die Leistung des Datenträgersubsystems zu überprüfen.

  • Wenn Sie über einen SAS Raid-Controller verfügen, überprüfen Sie die Konfiguration Ihrer Schreibcacheeinstellungen sorgfältig. Wenn der Schreibcache deaktiviert ist, wirkt sich dies erheblich auf die Leistung des Configuration Manager-Standortsystems aus.

Allgemeine Referenz zur Behandlung von SQL-Leistungsproblemen

Beachten Sie die folgenden Informationen, falls die Configuration Manager-Standortdatenbank oder das -Standortdatenbankserver-System nicht die erwartete Leistung zu erbringen scheint.

Lösung

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Elemente für die Aufrechterhaltung der Leistungsziele der Standortdatenbank konfiguriert und geplant wurden:

  • Die SQL Server-Standortdatenbank, die SQL Server-Datenbank „tempdb“ und die SQL Server-Protokolldateien sind auf unterschiedlichen Datenträgervolumen installiert.

  • Die allgemeine SQL Server-Standortdatenbankwartung erfolgt, und der vordefinierte Standortwartungstask „Indizes neu erstellen“ wird regelmäßig entsprechend eines Zeitplans ausgeführt.

  • Die SQL Server-Datenbank „tempdb“ kann in mehrere Datenbankdateien untergliedert werden. Zur Leistungsoptimierung sollte die SQL Server-Datenbank „tempdb“ in eine bestimmte Anzahl von Dateien unterteilt werden, die der Hälfte der auf dem SQL Server-Computer installierten Prozessoren entspricht. Wenn Sie die SQL Server-Datenbank „tempdb“ unter Verwendung von nur einer Datei installieren, kann es zu Kollisionen zwischen Prozessoren kommen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt über PRB und Verbesserungsmöglichkeiten bei der gleichzeitigen Nutzung der Datenbank „tempdb“ unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=103713 (möglicherweise in englischer Sprache).

  • Informationen zu allgemeinen SQL-Leistungsüberprüfungen finden Sie im Whitepaper zur Behebung von Leistungsproblemen in SQL Server 2005 unter http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=103718 (möglicherweise in englischer Sprache).

Auswirkung der Clientbereitstellung auf die Standortserververarbeitung

Während der Bereitstellung des Configuration Manager-Clients werden vom neu installierten Client zahlreiche Informationen an den Standortserver gesendet, einschließlich:

  • Zustandsmeldungen für den Fallbackstatuspunkt während des Installationsprozesses

  • Configuration Manager-Clientregistrierung

  • Vollständige Hardware- und Softwareinventurberichte

  • Vollständige Berichte zur Überprüfung der WSUS-Softwareupdatekompatibilität und Zustandsmeldungen

Lösung

Wenn Sie planen, eine große Anzahl von Configuration Manager-Clients bereitzustellen oder zu aktualisieren, beachten Sie in jedem Fall die dafür konfigurierten Zeitpläne der Client-Agents sowie die Auswirkungen anderer Standortprozesse auf die Leistung. Von der Bereitstellung oder Aktualisierung von Configuration Manager-Clients während einer großen Softwareupdatebereitstellung wird abgeraten.

Wenn Sie Configuration Manager-Clients installieren, kann die Verarbeitung aller während der Clientinstallation generierten Informationen erhebliche Zeit dauern. Die Standortsystemleistung kann sich bis zur vollständigen Verarbeitung aller Clientbereitstellungsdaten verschlechtern.

Langsame Hardwareinventurverarbeitung

Berücksichtigen Sie folgende Informationen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Hardwareinventurberichte für den Configuration Manager-Standort zu langsam verarbeitet werden.

Lösung

Wenn Sie bei einem Configuration Manager 2007-Standort vermuten, dass Hardwareinventurberichte zu langsam verarbeitet werden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Ermitteln Sie anhand der Clientprotokolldatei „inventoryagent.log“, ob der Client Deltahardwareinventur-Berichte oder vollständige Berichte sendet. Nach der anfänglichen Clientbereitstellung sollten der Großteil der Hardwareinventurberichte Deltaberichte mit erheblich weniger Daten als vollständige Inventurberichte sein. Falls eine hohe Anzahl vollständiger Berichte angezeigt wird, wurden Inventurberichten möglicherweise inkonsistent vom Standortserver verarbeitet. Beispiel: Ein Deltahardwareinventur-Bericht könnte vor einem vollständigen Inventurbericht für dasselbe System verarbeitet werden. In dieser Situation wird eine Anforderung für eine Neusynchronisierung der Hardwareinventur an den Client gesendet und zusätzlich ein vollständiger Inventurbericht generiert. Ermitteln Sie anhand der Protokolldatei „dataldr.log“, ob dies der Fall ist.

  • Prüfen Sie die Größe der Hardwareinventurdateien im Eingangsboxverzeichnis des Standortservers, um zu ermitteln, ob die Softwareinventurdateien seit den letzten Inventurberichten deutlich an Größe zugenommen haben. Wenn Hardwareinventurbericht-Dateien über die Ausgangsgröße von Berichtsdateien angewachsen sind, sollten Sie die Ursache ermitteln und prüfen, ob es sich um eine erwartungsgemäße und damit normale Vergrößerung der Inventurberichtdateien handelt. Eine Möglichkeit ist, dass die Standortdatei „SMS_def.mof“ geändert wurde, um mehr Inventurinformationen von Clients zu sammeln.

    Hinweis

    Die Leistungsindikatoren überwachen nur die Dateiverarbeitungsrate, nicht die Größe der Dateien.

  • Ermitteln Sie, ob die Hardwareinventurbericht-Datei „SMS_def.mof“ innerhalb der Hierarchie einheitlich verwendet wird. Ist dies nicht der Fall, kann die langsame Verarbeitung durch den Hardwareinventurprozessor auf die Änderungen im Datenschema zurückzuführen sein, die aufgrund der unterschiedlichen Dateien „SMS_def.mof“ innerhalb der Hierarchie entstehen. In der Protokolldatei „dataloader.log“ werden Änderungsinstanzen des Datenbankschemas protokolliert, die bei der Untersuchung des Problems überprüft werden sollten. Weitere Informationen zum Verwenden einer einheitlichen Hardwareinventurbericht-Datei „SMS_def.mof“ innerhalb der Hierarchie finden Sie unter Empfehlungen für die Leistungskonfiguration.

Langsame Softwareinventurverarbeitung

Wenn Sie vermuten, dass Softwareinventurberichte zu langsam verarbeitet werden, beachten Sie die folgenden Informationen.

Lösung

Wenn Sie an einem Configuration Manager 2007-Standort den Verdacht haben, dass Softwareinventurberichte zu langsam verarbeitet werden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Überprüfen Sie die Standortdatei „sinvproc.log“ auf dem Standortserver, um zu ermitteln, ob Deltasoftwareinventur-Berichte oder vollständige Berichte verarbeitet werden. Nach der anfänglichen Clientbereitstellung sollten der Großteil der Softwareinventurberichte Deltaberichte mit erheblich weniger Daten als vollständige Inventurberichte sein. Falls eine hohe Anzahl vollständiger Berichte angezeigt wird, wurden Inventurberichten möglicherweise inkonsistent vom Standortserver verarbeitet. Beispiel: Ein Deltahardwareinventur-Bericht könnte vor einem vollständigen Inventurbericht für dasselbe System verarbeitet werden. In dieser Situation wird eine Anforderung für eine Neusynchronisierung der Softwareinventur an den Client gesendet und zusätzlich ein vollständiger Inventurbericht generiert.

  • Prüfen Sie die Größe der Softwareinventurdateien im Eingangsboxverzeichnis des Standortservers, um zu ermitteln, ob die Softwareinventurdateien seit den letzten Inventurberichten deutlich an Größe zugenommen haben. Wenn Softwareinventurbericht-Dateien über die Ausgangsgröße von Berichtsdateien angewachsen sind, sollten Sie die Ursache ermitteln und prüfen, ob es sich um eine erwartungsgemäße und damit normale Vergrößerung der Softwareinventurbericht-Dateien handelt. Es ist beispielsweise möglich, dass die von Clients zu sammelnden Softwareinventurinformationen von einem Administrator geändert wurden.

    Hinweis

    Die Leistungsindikatoren überwachen nur die Dateiverarbeitungsrate, nicht die Größe der Dateien.

Langsame DDR-Verarbeitung

Beachten Sie die folgenden Informationen, wenn die DDR-Datei (Discovered Data Resource) am Configuration Manager-Standort scheinbar zu langsam verarbeitet wird.

Lösung

Wenn Sie an einem Configuration Manager 2007-Standort den Verdacht haben, dass DDR-Meldungen zu langsam verarbeitet werden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Ermitteln Sie anhand der mit der DDR verbundenen Protokolle, ob Sie Takt-DDRs, DDRs für das Active Directory-System oder die Benutzerermittlung verarbeiten.

  • Wenn sich im Lauf der Zeit ein hoher Prozentsatz an Active Directory-Verzeichnis-DDRs angesammelt hat, sollten Sie die Active Directory-Verzeichniseinstellungen innerhalb der gesamten Standorthierarchie sorgfältig überprüfen, um sicherzustellen, dass nicht dieselben Ressourcen von mehreren Standorten ermittelt werden. Wenn dieselben Ressourcen von mehreren Standorten ermittelt werden, können bestimmte Standortdatenbanktabellen sehr groß werden, wodurch sich die DDR-Verarbeitung verlangsamt.

Langsames Verarbeiten von Zustandsmeldungen

Berücksichtigen Sie die folgenden Informationen, wenn die Verarbeitung von Configuration Manager-Standortzustandsmeldungen zu langsam erscheint.

Das Configuration Manager 2007-Zustandssystem verarbeitet mehrere Datenklassen. Die folgenden Generatoren erstellen generell die umfangreichsten Zustandsmeldungen:

  • Softwareupdateinformationen

  • Berichtinformationen zur Verwaltung gewünschter Konfigurationen

  • Berichtinformationen für Asset Intelligence-Clientzugriffslizenzen

  • Fallbackstatuspunkt-Meldungen

Falls Zustandsmeldungen scheinbar langsamer als erwartet verarbeitet werden, besteht folgende Lösungsmöglichkeit.

Lösung

Der vom Zustandssystem verarbeitete Datentyp kann nicht durch Überprüfen der Leistungsindikatoren des Zustandssystems ermittelt werden. Wenn Sie an einem Configuration Manager 2007-Standort den Verdacht haben, dass Zustandsmeldungen zu langsam verarbeitet werden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Überprüfen Sie die Zustandssystemprotokolle auf Fehler.

  • Überprüfen Sie die Zustandssystemprotokolle auf Neusynchronisierungsberichte von Clients. Wenn der Standortserver davon ausgeht, dass Daten von einem Client fehlen, stellt er eine Neusynchronisierungsanforderung an den Client. Der Client sendet daraufhin umfassende Verlaufsdaten, die zusätzlichen Verarbeitungsaufwand auf dem Server verursachen können.

  • Erstellen Sie Indizes in Ihrer Configuration Manager 2007-Standortdatenbank neu. Das Zustandssystem interagiert in hohem Maße mit der SQL Server-Standortdatenbank. Fragmentierte Indizes können die Leistung beeinträchtigen.

  • Überprüfen Sie die Zeitpläne für Standortoperationen, durch die Zustandsmeldungen generiert werden. Prüfen Sie insbesondere Folgendes:

    • Softwareupdatezeitpläne

    • Zeitplan für die Zuweisung der Konfigurationsbasislinie für die Verwaltung gewünschter Konfigurationen

    • Berichterstattungszeitpläne für Asset Intelligence-Clientzugriffslizenzen

    • Auswirkung aktueller Clientbereitstellungsoperationen

Siehe auch

Andere Ressourcen

Konfigurieren von Configuration Manager-Standorten für die bestmögliche Leistung

Weitere Informationen finden Sie unter Configuration Manager 2007 – Informationen und Support (möglicherweise in englischer Sprache).
Das Dokumentationsteam erreichen Sie per E-Mail unter: SMSdocs@microsoft.com